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-Abschied von der bisherigen Form der Demokratie in den USA, Wegräumen von Occupy, Banken sponsern die Polizei – die Gegner werden weltweit weggeräumt, nach Libyen ist der Iran dran -  Gezielte Angiffe der Wallstreet seit zwei Jahren auf den Euro – Europa und China zerfleischen sich in sich  selbst:  nach der Neuaufstellung wird die USA wieder überall auf der Poleposition sein – Antiterrorismusgesetze werden jetzt gegen die eigene Bevölkerung in den USA eingesetzt

The 10 firms that rule the world

A significant portion of the global economy flows into the hands of a small group of financial institutions—that much we’ve known for some time. But in a new paper, flagged by the New York Times’ Economix blog, Stefania Vitali, James B. Glattfelder and Stefano Battiston name names. Using a methodology based on “ network topology,” the Swiss researchers identify which financial actors are at the core of the global economy.
Top 10 network control-holders

1. Barclay’s (Great Britain)

2. The Capital Group Companies (U.S.)

3. Fidelity Investments (U.S.)

4. AXA (France)

5. State Street Corporation (U.S.)

6. JP Morgan & Chase (U..S)

7. Legal & General Group (Great

Britain)

8. Vanguard Group (U.S.)

9. UBS (Switzerland)

10. Merrill Lynch (U.S.)

Altogether, the top 10 firms control 19.45 percent of the global financial network, and the top 50 firms control nearly 40 percent.

What’s most significant, the researchers say, is not that these financial institutions wield so much power, but that they are highly interconnected. As they explain, “the interest of this ranking is not that it exposes unsuspected powerful players. Instead, it shows that many of the top actors belong to the core. This means that they do not carry out their business in isolation but, on the contrary, they are tied together in an extremely entangled web of control.”

Tyler Cowen isn’t convinced. He counters that the paper doesn’t adequately distinguish between what it calls ownership or control and “financial intermediation”—in other words, a big portion of the global economy flows through these firms, but individual shareholders don’t wield the same control over a mutual fund as, say, a commercial firm.

https://apps.facebook.com/wpsocialreader/me/channels/77214/content/k06d5?fb_action_ids=240699359329011%2C240699229329024%2C240699122662368%2C1951185878769&fb_action_types=news.reads&fb_ref=U-NMTmC7trT17N4AsOISKhEV-CFCONX01FRS-33mn4XXX%2CU-NMTmC7trT17N4AsOISKhEV-CFCONX01FRS-33nztXXX%2CU-NMTmC7trT17N4AsOISKhEV-CFCONX01FRS-33zjaXXX&fb_source=other_multiline#access_token=AAADNVm9BkVYBAPujyVf87VqdlDKBmkCkOu8sVZBFSKZB3W63OSKiqniptggEpH4iEpXlZBZB8KSKUPJRRWRqUv0b2KsQweV2nKV6bd2iq2TZC459UsOK8&expires_in=6723&code=AQDRuYaraFrHhAjCz5O4xPFabRUFuMNMYNko63oMbVw2bFWBEnut8qW87hNcVBFyGX9B6RPicM0RnSyfkQRM1uOjk-tZtoIywjsCfAAEIKXAMEv4G94rS_3o-c0DsYeoVfcvLqfOL0M7UDNH-8_RUcPn0fPJPwCfkY3g5J94Y8DmE2Mq802YLMZDiK21ZPSJboW2LTPeShiy8XqzGqdb7BeX

1. Dezember 2011, 17:04, NZZ Online

Korruption in Nordkorea und Somalia am stärksten

Handlungsbedarf in der Schweiz auf nationaler Ebene

Korruption – der Missbrauch von Macht zu privatem Vorteil – ist in vielen Ländern ein grosses Problem. (Bild: Imago)ZoomKorruption – der Missbrauch von Macht zu privatem Vorteil – ist in vielen Ländern ein grosses Problem. (Bild: Imago)

Korruption ist nach wie vor ein globales Problem. Laut dem diesjährigen Korruptionsindex von Transparency International ist Bestechung in Burma, Nordkorea und Somalia ein besonders grosses Problem. Die Schweiz gehört zu den zehn am wenigsten korrupten Ländern.

koa. Somalia und Nordkorea sind die korruptesten Länder der Welt. Das geht aus dem diesjährigen Korruptionsindex von Transparency International hervor. Der Index 2011 bewertet Länder und Gebiete auf einer Skala von 0 (sehr korrupt) bis 10 (nicht korrupt). Der Index wird aus korruptionsbezogenen Daten aus 17 verschiedenen Untersuchungen zusammengestellt und spiegelt Meinungen aus aller Welt, einschliesslich der Meinungen von Experten.

In 183 Ländern hat Transparency International Befragungen zur Wahrnehmung von Korruption durchgeführt. Faktoren wie die Umsetzung von Anti-Korruptionsgesetzen, Zugang zu Informationen und Interessenskonflikte spielten in der Befragung eine Rolle.

Zwei Drittel aller Länder eher korrupt

Zwei Drittel der erfassten Länder wurden von Transparency International mit weniger als fünf Pukten – also als eher korrupt – bewertet. Darunter sind auch etliche europäische Staaten: Ungarn, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Italien und Griechenland.

Auch die Länder des «Arabischen Frühlings» liegen in der zweiten Hälfte der Liste und werden geringer als 4 bewertet. Tunesien schnitt vergleichsweise gut ab mit 3,8 Punkten, während Algerien und Ägypten mit 2,9 Punkten und Syrien mit 2,6 und Libyen mit 2 Punkten schlechter bewertet wurden.

Den besten Platz belegte Neuseeland mit 9,5 Punkten, gefolgt von Dänemark und Finnland (9,4 Punkte). Die Schweiz liegt in diesem Jahr gemeinsam mit Australien mit 8,8 Punkten auf dem 8. Platz.

Fehlende Regelung der Politfinanzierung

Nach wie vor bestehe in der Schweiz aber Handlungsbedarf auf nationaler Ebene, so heisst in einer Medienmitteilung von Transparency Schweiz. Im Wahljahr 2011 wurde vermehrt die fehlende Regelung im Bereich der Politfinanzierung diskutiert.

Haben die Bürgerinnen und Bürger keine Kenntnis über die Finanzierungsquellen der Parteien sowie der Wahl- und Abstimmungskomitees, können sie den Einfluss finanzstarker Interessengruppen oder Individuen auf die politischen Geschehnisse nur schwer abschätzen. Transparenz in der Politikfinanzierung ermöglicht es den Stimmbürgerm, eine informierte Entscheidung zu treffen. Dies wiederum verstärkt das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik.

Mehr als die hälfte aller Länder werden auf einer Skala von 0 bis 10 mit unter 5 Punkten bewertet.  (Bild: Transparency International)Zoom

Mehr als die Hälfte aller Länder werden auf einer Skala von 0 bis 10 mit unter 5 Punkten bewertet.(Bild: Transparency International)

Macht missbraucht

In vielen Ländern stellt Korruption heute ein schweres Problem dar, wie der Bericht von Transparency International zeigt. Bürger und Bürgerinnen werden oft von den Regierungen ungenügend vor den folgen von Korruption geschützt.

Der Korruptionsindex wird seit 1995 erstellt. Nach der Definition von Trnasparency International ist Korruption der Missbrauch anvertrauter Macht zu privatem Nutzen oder Vorteil. Diese Definition gilt sowohl für den öffentlichen als auch den privatwirtschaftlichen Sektor.

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/korruption_in_nordkorea_und_somalia_am_groessten_1.13482689.html

Vor UN-Klimagipfel in Durban
Töpfer beklagt Anstieg der C02-Emissionen

Der frühere Chef des UN-Umweltprogramms, Klaus Töpfer, hat vor der UN-Klimakonferenz in Durban die weitere Zunahme der Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) beklagt. “Man könnte fast resignieren”, sagte Töpfer dem Deutschlandfunk. “Im letzten Jahr haben wir einen Rekordanstieg an CO2 gehabt in der Welt, 5,8 Prozent.”

Laut Kyoto-Protokoll sollte eine deutliche Verringerung der Treibhausgas-Emissionen erreicht werden. Das viele Reden habe “noch nicht zu Taten geführt”, sagte Töpfer.
“Anpassen statt verhindern”

Töpfer fordert, dass mehr über Anpassung an den Klimawandel gesprochen wird.
Inzwischen dürfe aber nicht mehr nur nach der Verringerung der CO2-Emissionen gefragt werden. Vielmehr sei der Klimawandel “nicht mehr vermeidbar” und es müsse gefragt werden, wie sich die Menschheit dem “anpassen” könne.

Töpfer ermunterte die deutschen Politiker dazu, dafür zu sorgen, dass das Land “immer wieder an der technologischen Spitze” stehe. Derzeit würden “70 Prozent der Produkte der Windenergie exportiert”.

Vertreter von mehr als 190 Staaten verhandeln ab morgen im südafrikanischen Durban zwei Wochen lang über Maßnahmen zum Kampf gegen die Erderwärmung. Wichtige Themen der UN-Klimakonferenz sind ein Fahrplan für ein globales Klimaschutzabkommen und die Fortschreibung des Kyoto-Protokolls, dessen erste Verpflichtungsperiode Ende 2012 ausläuft.

http://www.tagesschau.de/ausland/durban108.html

Climate change: vulnerable countries consider ‘occupying’ Durban talks

Former president of Costa Rica calls on countries most affected by climate change to refuse to leave talks until progress is made

A Filipina activist during a climte change rally near the US embassy in Manila

A Filipino activist during a climate change rally near the US embassy in the Philippine capital, Manila, a week before the talks in Durban. Photograph: Aaron Favila/AP

Diplomats from some developing countries may “occupy” the UN climate negotiations that begin on Monday in Durban by staging sit-ins and boycotts over the lack of urgency in the talks.

The move follows a call by the former president of Costa Rica for vulnerable countries to refuse to leave the talks until “substantial” progress has been made.

“I have called on all vulnerable countries to ‘occupy’ Durban. We need an expression of solidarity by the delegations of those countries that are most affected by climate change, who go from one meeting to the next without getting responses on the issues that need to be dealt with,” said José María Figueres.

“We went to Copenhagen [in 2009] with the illusion we could reach an equitable agreement. We went to Cancún [in 2009] where we saw slight but not sufficient progress. Frustration is now deep and building. Now we hear that we will need more conferences. Sometime we have to get serious. We should be going to Durban with the firm conviction that we do not come back until we have made substantial advances.”

Spokespeople for developing country negotiating blocs declined to comment on the call for a revolt, but one ambassador said from Durban: “The Occupy Wall Street movement and the Occupy the Climate Change negotiations movement confront the same problem. We need this if we want to have any positive result. Otherwise it will be worse than Cancún.”

But he warned: “In the corridors [here] there is talk of occupying the meeting rooms, but there could be sanctions. So it needs to be big inside in order to have impact and nobody is punished. We are at the beginning.”

Seyni Nafo, spokesman for the important 53-country Africa group said: “We understand the [financial] situation in Europe and Japan but it seems climate change is now not on the global agenda. Action that might make it visible must be considered. We are exploring a lot of avenues and options. You have to take that seriously.”

Frustrations mounted last month when, after months of tense negotiations, developing countries appeared to have succeeded in their demand for access to a multi-billion dollar Green Fund to help them adapt to climate change. But at the last minute the US and Saudi Arabia withdrew their support.

Resentment was further stoked this week when the Guardian revealed that rich countries had decided to shelve plans for a global agreement on climate change within the next few years, instead pushing for an agreement by the end of 2015 or 2016, and not coming into effect until 2020 despite scientists saying that this risked catastrophic climate change.

A possible postponement of a deal was condemned on Tuesday by the UN environment chief, Achim Steiner, who said it would be a “political choice” rather than one based on science.

Jorge Argüello, chair of the powerful G77 and China coalition of 131 countries, said: “[We] trust to see in Durban a fair and equal treatment of all issues that are important to all parties. A serious imbalance in the progress of issues can clearly not be conducive to a successful, comprehensive and balanced outcome.”

“The climate change process is too crucial to the survival of humanity and the dignity of each of us, it is sad to see some parties using it just as a toy in a promotional agenda. The African leaders have expressed in different fora that Durban can not become the grave of the Kyoto Protocol, and we are completely supportive of that ambition.”

Sheik Hasina, the prime minister of Bangladesh, said: “Climate change caused over 300,000 additional deaths last year. We the vulnerable countries suffer the most for our limited coping capacities. Bangladesh and other vulnerable countries cannot wait for international response to climate causes … we are implementing 134 climate change adaptation and mitigation action plans.”

Radical action at climate talks has produced results in the past. African nations boycotted the climate talks in Barcelona in 2009 for a day, and won themselves a promise from rich countries to make more efforts to deepen 2020 cuts in greenhouse gas emissions.

The Alliance of Small Island States, which represents some of the countries most at risk from global warming, called any moves to delay a new treaty “reckless and irresponsible”.

http://www.guardian.co.uk/environment/2011/nov/24/climate-change-occupy-durban-talks

Die Allianz der leinen Inseln: http://aosis.info/

Reportage von der irakisch-iranischer Grenze

Auf der Suche nach den Landminen

Erstmals seit 2004 sind in diesem Jahr wieder mehr Landminen eingesetzt worden. Verantwortlich dafür waren laut dem Bericht der Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen (ICBL) Israel, Myanmar, Libyen und Syrien. Gleichzeitig ging die weltweite Räumung dieser Kriegswaffen voran: 2010 stand dafür mehr Geld bereit als je zuvor, und es wurden so große Flächen wie noch nie geräumt – so auch an der irakisch-iranischen Grenze.

Von Ulrich Leidholdt, ARD-Hörfunkstudio Amman, zzt. Schamiran – an der irakisch-iranischen Grenze

Minenräumer im Irak (Foto: REUTERS)Großansicht des BildesEin Minenräumer im Irak”Wir sind hier in dem Abschnitt, den unsere Leute von Minen befreien”, erklärt Salaam Mohammed. “Da sehen wir ihre Metall-Detektoren und Werkzeuge. Jetzt machen sie den Funktionstest und das da ist die Schneise, die sie zu räumen haben.”

Wir sind im Kurden-Gebiet im Nordosten Iraks, in Schamiran, nur fünf Kilometer weg von der Grenze zum Iran. Die Landschaft ist hügelig, eher karg. Hier und da wuchert niedriges Buschwerk. Salaam Mohammed trägt wie alle Männer am Hang Schutzkleidung, bestehend aus einer vom Hals über den Unterleib reichenden Splitterweste, Helm mit Gesichtsschutz und Spezialschuhen.

Audio: Landminenbericht: Irak als positives Beispiel

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AudioUlrich Leidholdt, ARD-Hörfunkstudio Amman23.11.2011 03:16 | 3’30

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Tödlicher Überbleibsel aus Kriegen und Konflikten

Farbige Pflöcke markieren Wege, die man betreten darf. Andere trennen Areale ab, in denen noch Minen und Munition verborgen sind. “Während des Golfkriegs 1980-88 wollten iranische Truppen dieses Gebiet oberhalb vom Darbandikhan-Staudamm erobern. Im Fall seiner Zerstörung wäre Bagdad überflutet worden. Hier gab es schwere Kämpfe.”

Salaam Mohammed arbeitet für die internationale Minenberatung MAG. Die humanitäre Organisation hilft seit mehr als 20 Jahren weltweit bei der Räumung und Entschärfung tödlicher Überbleibsel aus Kriegen und Konflikten. Seit 1992 auch im Irak, der wie hier im Grenzgebiet zum Iran großflächig minenverseucht ist.

Mohammed berichtet: “Lagepläne der irakischen Armee für die Minenfelder fehlen. Dorfbewohner und lokale Experten haben selbst versucht, die Dinger zu sprengen – natürlich mehr schlecht als recht.”

Ulrich Leidholdt und Salaam Mohammed Großansicht des BildesUlrich Leidholdt und Salaam Mohammed im Kurden-Gebiet im Nordosten Iraks, in Schamiran.

Ein explosives Erbe

Erst legte die irakische Armee in den 80er-Jahren Minen, um so den Iran zu stoppen. Kurz nach Kriegsende verließ sie dann den Norden des Landes auf Druck der USA, der Schutzmacht der Kurden. Zurück bliebt ein explosives Erbe. “Die Minen wurden vor Jahrzehnten verlegt, bis zu zehn Zentimeter tief, nur wenige kann man erkennen”, erklärt Mohammed.

Nach Möglichkeit versuchen die Kommandos Minen, Blindgänger und Munition fortzuschaffen, um sie sicher zu entsorgen. Das ist aber nicht immer möglich. “Was wir nicht transportieren können, wird am Ort gesprengt”, erzählt Mohammed. Um Lebensgefahr für Dorfbewohner, besonders Kinder, möglichst zu vermeiden, läuft parallel zur Minenräumung eine intensive Aufklärung über die verborgenen Risiken.

Aufklärung in Schulen und Gotteshäusern

Dabei werden alle Möglichkeiten genutzt, auch am muslimischen Feiertag in der Moschee. “Die Geistlichen machen den Dorfbewohnern beim Freitagsgebet die Gefahren von Minen klar. Für die Schulkinder gibt es ein spezielles Unterrichtsprogramm.” In Schamiran kann ein Gebiet, groß wie 25 Fußballfelder, wieder genutzt werden, dank der Anstrengung kurdischer Minenräumer unter Anleitung internationaler Experten.

Auch Deutschland unterstützt diese Arbeit. Auf der Fläche von Feld 34 sollen ein Mobilfunkmast und dazu eine Wachstation errichtet werden. Doch bis zur Freigabe des Geländes dauert es noch. “Wir gegen langsam, aber systematisch vor. Das hat den Vorteil, dass wir den Leuten letztendlich ein garantiert sicheres Gelände zurückgeben können”, betont Mohammed.

Landminen

Nach Angaben der Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen gibt es weltweit noch in 70 Ländern Minen. Die Sprengsätze sind schnell ausgelegt, ihre Beseitigung nimmt jedoch Jahre in Anspruch.

Im vergangenen Jahrzehnt sind nach Angaben der Organisation Millionen der heimtückischen Sprengsätze sicher beseitigt worden. Seit 1999 sei etwa die zehnfache Fläche der Stadt München von Landminen befreit worden: Auf einer Gesamtfläche von 3200 Quadratkilometern wurden 2,2 Millionen Anti-Personen-Minen, 250.000 Anti-Fahrzeug-Minen und 17 Millionen weitere Sprengsätze beseitigt, teilte die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Organisation in ihrem Jahresbericht 2009 mit.

Die Unterzeichnerstaaten des Vertrags zum Verbot von Landminen aus dem Jahr 1997 sind verpflichtet, Minen auf ihrem Staatsgebiet zu beseitigen.

Von der Royal Air Force zu Mienenräumer

Andi hat 30 Jahre lang bei der britischen Royal Air Force gedient. Seit zwei Jahren hilft er den MAG-Teams mit seinen Kenntnissen beim Aufspüren und Entschärfen explosiver Hinterlassenschaften: “Es braucht  praktische Erfahrung und da lernst du draußen täglich Neues, um den Job besser zu machen.” Und darauf sei er stolz betont Andi.

Ebenso stolz sind die kurdischen Minenräumer. Oft nehmen sie zweistündige An- und Abfahrtszeiten für den nicht besonders gut bezahlten Job auf sich. Geld, versichert Salaam Mahammed, sei auch nicht die Hauptsache für ihre Motivation: “Die Leute lieben ihren Job, wollen ihren Dörfern helfen. Als ich damit anfing, sollten es drei Monate werden. Tatsächlich bin ich jetzt seit Jahren dabei. Wir retten Menschenleben und geben neue Hoffnung. Wenn wir ein Minenfeld geräumt haben, dann ist jeder von uns stolz.”

22. November 2011, 18:01, NZZ Online

Ungenutzte weibliche Wirtschaftskraft

Bericht der Weltbank deckt Folgen der Geschlechterungleichheit auf

Frauen verkaufen in Monrovia, Liberia, getrockneten Fisch. (Bild: Reuters)ZoomFrauen verkaufen in Monrovia, Liberia, getrockneten Fisch. (Bild: Reuters)

Die Gleichstellung der Geschlechter könnte in vielen Ländern zur volkswirtschaftlichen Produktivität und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der nächsten Generation beitragen. Zu diesem Schluss kommt der Weltentwicklungsbericht 2012.

zas. Könnten Frauen in sämtlichen Bereichen arbeiten und alle Berufe ausüben, liesse sich die Produktivität in manchen Ländern um 25 Prozent steigern. So heisst es in einem Bericht der Weltbank, der dem Thema «Gleichstellung der Geschlechter und Entwicklung» gewidmet ist.

In Malawi und Ghana zum Beispiel könnten die Maiserträge um ein Sechstel gesteigert werden, wenn die Bäuerinnen den gleichen Zugang zu Düngemitteln hätten wie die Männer. Das schreibt die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) in einer Mitteilung.

Lebensbedingungen von Frauen haben sich geändert

Laut dem im September in Washington lancierten Entwicklungsbericht haben sich die Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen in den letzten 25 Jahren stark geändert. Fortschritte wurden bei der Schulbildung, der Lebenserwartung und der Teilhabe am Erwerbsleben erzielt.

Weltweit stellen Frauen laut der Deza über 40 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung, 43 Prozent der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte und über 50 Prozent der Studierenden an den Universitäten.

Die Rolle der Weltbank

zas. Die Weltbank wurde im Juli 1944 gleichzeitig mit dem Internationalen Währungsfonds (IMF) in Bretton Woods gegründet. Ihr ursprüngliches Mandat, den Wiederaufbau Europas zu unterstützen, hat sich seither stark ausgeweitet. Die Finanzinstitution übernimmt heute eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Armut. Jährlich fliessen den Entwicklungsländern zwischen 20 – 30 Mrd. Dollar zu. Die Weltbank erntet aber auch Kritik: Nichtstaatliche Organisationen, wie zum Beispiel Greenpeace, werfen ihr vor, die treibende Kraft der Globalisierung zu sein, indem sie die Öffnung der Märkte und die Privatisierungen in Entwicklungsländern seit Jahrzehnten fördert – ohne Rücksicht auf allfällige soziale oder ökologische Folgen. Die Schweiz ist seit 1992 Mitglied der Weltbank.

Diskriminierung von Frauen meistverbreitete Form der Ausgrenzung

Trotzdem bestehen nach wie vor Ungleichheiten: So haben Frauen und Mädchen in vielen Ländern eine deutlich höhere Sterblichkeitsrate. Und bei der Entlöhnung und der Vertretung in höheren Ämtern der Politik und Wirtschaft gibt es sowohl in den Entwicklungsländern als auch in den Industrieländern markante Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Die Deza ist überzeugt, dass die Diskriminierung von Frauen weltweit die am meisten verbreitete Form der Ausgrenzung darstellt und dass ungleiche Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern zu den Ursachen von Armut und politischer Instabilität gehören.

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