Zehntausende protestieren in Spanien bei der ersten nationalen Demonstration gegen die Einschränkung des Menschenrechts auf Bildung

Aus Protest gegen Einschnitte im Bildungsbereich sind am Samstag Zehntausende Lehrer, Eltern und Schüler in Madrid auf die Straße gegangen. „Nein zu Kürzungen bei Bildung und Gesundheit“ oder „Die Bildung ist keine Ausgabe, sie ist eine Investition“, war auf Spruchbändern bei der Demonstration zu lesen, zu der die größten spanischen Gewerkschaften aufgerufen hatten. Die Teilnehmer kamen erstmals aus verschiedenen Landesteilen zu einer nationalen Demonstration zusammen. Sie trugen grüne T-Shirts und ließen grüße Luftballons aufsteigen – die Farbe, die zum Zeichen der Bewegung geworden ist.

Die Demonstranten kritisieren, dass die Einschnitte im öffentlichen Bildungsbereich privaten Schulen zugute komme. Zugleich befürchten sie, dass diese bisher in vielen Regionen von den Konservativen betriebene Politik sich nach den Parlamentswahlen am 20. November auf das gesamte Land ausweiten könnte. Der konservativen Volkspartei (PP) werden für die Wahl große Chancen vorausgesagt.

Die Bildung und der Gesundheitsbereich sind seit dem Sommer besonders hart von Einschnitten in verschiedenen hoch verschuldeten spanischen Regionen betroffen. Im ersten Halbjahr 2011 haben zwölf der 17 autonomen Regionen nicht die von der Regierung vorgegebenen Sparziele erreicht. (APA)

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte,

§ 26 (http://www.un.org/depts/german/grunddok/ar217a3.html)

1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.

2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.

3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

 

 

 

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