USA will China aus Afrika vertreiben: Die Eliten der USA mögen keine anderen Mächte neben sich und setzen immer mehr auf den Krieg

Der Journalist John Pilger erwartet  umfassende amerikanische Militärinterventionen in Afrika. Afrikaner konnten in den vergangenen Jahrzehnten von China profitieren: Es baute Straßen und Krankenhäuser und gab häufig das, was die Afrikaner von den Amerikanern und Europäern vergeblich verlangt hatten. Die aber beherrschten traditionell den so rohstoffreichen afrikanischen Kontinent. Hatten dort das Monopol und konnten die Preise diktieren. China brauchte diese Rohstoffe auch für seine Entwicklung und bot nun häufig mehr und verdarb Amerikanern und Europäern immer mehr das Geschäft.

Das will sich der Westen nicht mehr bieten lassen. Er sucht jetzt Schwachpunkte, wo er in Afrika intervenieren, den Einfluss der Chinesen zurückdrängen und sein Monopol auf die afrikanischen Reichtümer wieder herstellen kann.

In Libyen hat er völkerrechtswidrig den ersten Regimewechsel durchgesetzt. Im strategisch am Horn von Afrika so bedeutend gelegenen Somalia unterstützt die USA derzeit zum zweiten Mal eine Militärintervention und beteiligt sich mit Frankreich auch direkt daran. Ins rohstoffreiche Zentralafrika werden jetzt Truppen geschickt. In den vergangenen Jahrzehnten standen hinter vielen der afrikanischen Kriege Rivalitäten zwischen Frankreich auf der einen und den USA auf der anderen Seite. Heute scheinen sie ein strategisches Bündnis zu schmieden gegen China (wie in Libyen auch gegen Deutschland, das in Libyen mit Gaddafi dick im Geschäft war).

All das wird die Spannungen mit China verschärfen. Eric Hobsbawn, der erfahrene englische Historiker, hält den großen Krieg der USA mit China für unvermeidlich, da die USA trotz des Verlustes des westlichen Monopols auf industrielle Produktion und industrielle Waffenproduktion an seiner Alleinherrschaft festhalten wird.

In Libyen hat dieser Kampf zwischen der absteigenden und aufsteigenden Macht schon vielen Menschen das Leben gekostet, jetzt auch in Somalia und demnächst in vielen anderen Ländern Afrikas.

Es ist wie beim Wettlauf der europäischen Mächte um Afrikas Bodenschätze vor 130 Jahren, als sie Afrika unterwarfen und ihre kolonialen Diktaturen errichteten: Zuerst kostete das vor allem vielen Afrikanern das Leben und ihre Freiheit und Selbstbestimmung, weil sie bei den Eroberungen vor allem litten. Dann aber kam der Kampf um den Platz an der Sonne als Krieg auch zu den Menschen in den Weltmächten: Die zwei Weltkriege waren vor allem ein Krieg der führenden Mächte um die Beherrschung der Welt und der schwächeren Länder und deren Ressourcen.

Wir sollten uns aus unserer selbstverschuldeten Unmündigkeit befreien und uns diesem Kurs widersetzen, der uns am Ende alle treffen wird. Werben wir für friedliche Konfliktlösungen, bekämpfen wir den Aufbau von Feindbildern  und schließen wir uns über alle Grenzen dafür zusammen. Bauen wir die Ordnung gemeinsam auf, die als Vision  schon in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verlangt wird: Durch weltweite Zusammenarbeit Menschenrechte für alle sichern und die nationale Machtpolitik überwinden. Auch die Autoren dieser Menschenrechtserklärung wussten schon, dass das die Staaten von sich aus nicht tun werden, sondern die BürgerInnen diese Ordnung gegen sie und in ihnen dominierenden selbstsüchtigen Eliten durchsetzen müssen, damit die Geißel des Krieges endlich von dieser Erde vertrieben werden kann. Mit dem Internet haben wir dazu heute mehr Möglichkeiten als es die Menschen jemals hatten. Aber wir haben keine Zeit mehr zu verlieren!

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