Occupy auch im Saarland, nächste Aktion am Samstag

Proteste gegen Macht der Banken und für echte Demokratie gehen weiter

Attac fordert, so genannte systemrelevante Großbanken zu zerlegen und unter demokratische Kontrolle zu stellen – Fotos: Irene Himbert

Saarbrücken/Berlin/Frankfurt/Main – Als Erfolg wertet das globalisierungskritische Netzwerk Attac den Aktionstag der Occupy-Bewegung am vergangenen Samstag, an dem sich erneut Tausende beteiligt haben. Im Rahmen der weltweiten Proteste gegen die Macht der Banken hat es am vergangenen Samstag auch eine Demonstration in Saarbrücken gegeben. Vorbild ist “Occupy Wall Street” (“Besetzt die Wall Street”) in den USA. In mehr als 80 Staaten weltweit sind inzwischen Menschen gegen die Macht der Finanzmärkte auf die Straße gegangen. Zu dem Marsch durch Saarbrücken hatte die Gruppe “Occupy Saarbrücken” aufgerufen. Der Protestmarsch führte von der Johanneskirche zum Sankt Johanner Markt. Mit dem Motto “Wir sind das Volk – wir sind die 99 %” startete gegen 14.00 Uhr der Protestmarsch von der Johanniskirche in Richtung Sankt Johanner Markt. 300 Protestler aus Nah und Fern und aus allen Alters- und Berufsgruppen versammelten sich zu einer Abschlusskundgebung am Brunnen des Sankt Johanner Marktes. Klare Worte wurden, ebenso wie die Lieder der Gruppe Liedstöckl mit lautem Beifall bekundet.

Phantasievolle Aktion von Attac untere Saar“ bei „Occupy“ Demonstration in FFM – Fotos: Irene Himbert

“Dass die Menschen weiter auf die Straßen und Plätze gehen zeigt: Der Protest ist keine Eintagsfliege, hier entsteht eine neue Bewegung, die der Empörung über die Macht der Banken endlich Ausdruck verleiht”, sagte Alexis Passadakis vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. “Unser Ziel ist, die Großbanken zu entmachten, damit das Gemeinwesen nicht weiter erpressbar bleibt und echte Demokratie wieder möglich wird.”( + 6000 Menschen in Frankfurt am Main / 1500 in Berlin / 1500 in Köln / 1000 in Düsseldorf). Die Veranstalter der Saarbrücker Demonstration kündigten inzwischen weitere Proteste an.

“Das Agieren der Bundesregierung in der Eurokrise ist eine Kapitulation vor der entscheidenden Machtfrage: Will sie nur die Interessen der Banken und Superreichen vertreten und erneut einer bedingungslosen Bankenrettung zustimmen?”, sagte Max Bank, ebenfalls Mitglied im Koordinierungskreis von Attac. “Oder setzt sie sich endlich für die Mehrheit der Bevölkerung ein und verweist die Banken in ihre Schranken?”

Attac fordert, so genannte systemrelevante Großbanken zu zerlegen und unter demokratische Kontrolle zu stellen sowie Wetten auf Staatspleiten (Credit Default Swaps /CDS) zu verbieten. Zudem müssten Vermögende über eine europäische Vermögenssteuer an der Finanzierung des Gemeinwohls stärker beteiligt werden.

“Unser Protest wird weitergehen”, kündigte Max Bank an. Unter anderem planen Attac und Campact mit weiteren Bündnispartnern für den 12. November größere Proteste in Frankfurt am Main und Berlin. „Wir werden das Frankfurter Bankenzentrum und das Berliner Regulierungsviertel umzingeln, um die Banken in die Schranken zu weisen und ein deutliches Zeichen für echte Demokratie zu setzen.”

Hinweis: Das Saarbrücker Organisations-Komitee beschloss, sich vor der neuen Kundgebung am Samstag, den 29.10.2011 um 11.00 Uhr am Steinbrunnen, St. Johanner Markt zu treffen. Mitstreiter/innern sind herzlich Willkommen.

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