Papst fordert Medien auf, sachlich über Flüchtlinge zu berichten und Christen zur Solidarität und Fürsorge für sie

Die Papst-Botschaft zum Migrantentag 2012 im Wortlaut

http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=531992

Die Flüchtlinge, die um Asyl bitten und vor Verfolgung, Gewalt und lebensbedrohlichen Situationen geflohen sind, brauchen unser Verständnis und unsere Aufnahmebereitschaft, die Achtung ihrer Menschenwürde und ihrer Rechte, und sie müssen sich auch ihrer Pflichten bewußt sein. Ihr Leiden ruft die einzelnen Staaten und die internationale Gemeinschaft auf, eine Haltung gegenseitiger Annahme einzunehmen, Ängste zu überwinden und Diskriminierungen zu vermeiden sowie für eine konkrete Umsetzung der Solidarität zu sorgen, auch durch geeignete Aufnahmestrukturen und Umsiedlungspläne. All das beinhaltet auch die gegenseitige Hilfe zwischen den leidgeplagten Regionen und denen, die schon jahrelang zahlreiche Menschen auf der Flucht aufnehmen, sowie die Übernahme größerer gemeinsamer Verantwortung von seiten der Staaten.
Der Presse und den anderen Kommunikationsmitteln kommt die wichtige Aufgabe zu, korrekt, objektiv und aufrichtig über die Situation derer zu berichten, die gezwungen waren, ihre Heimat und ihre Angehörigen zu verlassen, und beginnen möchten, eine neue Existenz aufzubauen.
Die christlichen Gemeinden sollen den Arbeitsmigranten und ihren Familien besondere Aufmerksamkeit entgegenbringen, durch die Begleitung in Gebet, Solidarität und christlicher Nächstenliebe; durch die Wertschätzung dessen, was der gegenseitigen Bereicherung dient; und durch die Unterstützung neuer politischer, wirtschaftlicher und sozialer Projekte, die die Achtung der Würde jeder menschlichen Person, den Schutz der Familie, den Zugang zu angemessener Unterbringung, zu Arbeit und Hilfeleistungen fördern.
Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen, Laien und vor allem junge Männer und Frauen sollen gegenüber den vielen Schwestern und Brüdern, die vor der Gewalt geflohen sind und neuen Lebensstilen und Integrationsschwierigkeiten gegenüberstehen, Einfühlsamkeit zeigen und ihnen Unterstützung anbieten. Die Verkündigung des Heils in Jesus Christus soll Quelle der Erleichterung, der Hoffnung und der »vollkommenen Freude« sein (vgl. Joh 15,11).

Home > Vatikanische Dokumente  > Artikel von 25/10/2011 12.02.30


Bischof Kalathiparambil: „Medien berichten unsachlich über Flüchtlinge“
Die Berichterstattung der Medien über Flüchtlinge ist unsachlich. Das hat der Sekretär des Päpstlichen Rates für die Seelsorge für Migranten, Bischof Joseph Kalathiparambil, am Dienstag bei der Vorstellung der Botschaft zum Weltflüchtlingstag 2012 kritisiert. Die Medienberichte über Flüchtlinge und Migranten seien sensationsheischend, klagte der indische Bischof:

„In einer Welt, in der sich viele Menschen oft vergeblich für Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden einsetzen, gilt es, sich nicht von einer großen Welle von Stereotypen und der alleinigen Suche nach journalistischen Sensationen forttragen zu lassen. Christen müssen den Flüchtlingen vielmehr Hilfe leisten und deutlich machen, dass die christliche Botschaft allen Menschen gilt.“

In der päpstlichen Botschaft zum Weltflüchtlingstag 2012 ermahnt Benedikt XVI. die Medien zu einer sachlichen Berichterstattung über Migranten und Flüchtlinge. Der Presse und anderen Kommunikationsmitteln komme „die wichtige Aufgabe zu, korrekt, objektiv und aufrichtig über die Situation derer zu berichten, die gezwungen waren, ihre Heimat und ihre Angehörigen zu verlassen und die beginnen möchten, eine neue Existenz aufzubauen“, schreibt der Papst darin.

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