Europäische Petition fordert faire Arbeitsbedingungen für Afrikas Blumenarbeiterinnen: Fair Flowers

Petition an Europäisches Parlament übergeben

Köln. – Heute hat die Kampagne „fair flowers – mit Blumen für Menschenrechte“ ihre Petition zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen an den Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments übergeben. 5.545 Menschen in Europa und Afrika unterstützen die Petition mit ihrer Unterschrift, darunter 34 Abgeordnete des Europäischen Parlaments.

Mit der Petition werden die Forderungen nach menschenwürdigen Arbeitsbedingungen in der Blumenproduktion im Europäischen Parlament auf die Tagesordnung kommen. Die Träger der Kampagne fordern ein Importverbot für Blumen, die hochgefährliche Pestizide enthalten, die verpflichtende Angabe des Herkunftslands von Blumen, verbindlichere Vorgaben der Europäischen Union (EU) für ein faires öffentliches Vergabewesen sowie die Unterstützung der Ratifizierung der Plantage-Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO).

Frau Erminia Mazzoni, Vorsitzende des Petitionsausschusses des Europäischen Parlaments hat die Petition im Namen des Ausschusses entgegengenommen. Der Ausschuss wird sie auf die Tagesordnung setzen und die Kampagnen-Partner über das weiter Verfahren informieren.

„Ein Importverbot für Blumen, die hochgefährliche Pestizidrückstände enthalten wird den Effekt haben, dass die BlumenarbeiterInnen diesen Pestiziden nicht mehr ausgesetzt sein werden“, sagt Gertrud Falk von FIAN Deutschland. „Verbindlichere Regelungen für ein faires Vergabewesen innerhalb der EU wird darüber hinaus für Blumenproduzenten in Entwicklungsländern einen Anreiz darstellen, international anerkannte Arbeitsstandards einzuhalten.“

Die Plantagen-Konvention der IAO stellt ein umfassendes Regelwerk zum Schutz der Rechte von PlantagenarbeiterInnen dar. Sie wurde bisher nur von 10 Staaten ratifiziert.

„Durch die verbindliche Angabe des Herkunftslandes können VerbraucherInnen in Zukunft Blumen im Laden stehen lassen, die aus Ländern kommen, in denen sich die Blumenproduktion durch Landraub und Umweltverschmutzung besonders schädlich auf Kleinbauernfamilien auswirkt“, erläutert Steffi Neumann von Vamos e.V. Münster.

„Bis unsere Forderungen umgesetzt sind sollten VerbraucherInnen, öffentliche Einrichtungen und BlumenhändlerInnen nur fair produzierte Blumen kaufen“, fordert Gertrud Falk. „Faire Blumen werden vom Flower Label Program (FLP) und Fairtrade angeboten.“

„Je mehr Menschen, Unternehmen  und Einrichtungen fair produzierte Blumen kaufen, desto mehr Unternehmen werden die Menschenrechte ihrer BlumenarbeiterInnen respektieren“, fasst Steffi Neumann die Absicht der Kampagne zusammen.

www.flowers-for-human-rights.org

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