Wir sind immer mehr Menschen, jetzt 7 Millliarden, werden immer älter und im 40 Jahren mehr als 9 Milliarden Menschen sein

Heute sind 893 Millionen Menschen älter als 60. In der Mitte des Jahrhunderts wird diese Zahl auf 2,4 Milliarden steigen. Gleichzeitig sind nach Uno-Angaben heute 43 Prozent aller Menschen jünger als 25 Jahre, in einigen Ländern sogar 60 Prozent. Die Säuglingssterblichkeit sank von 133 Todesfällen pro 1000 Lebendgeburten in den 1950er Jahren auf 46 pro 1000 Lebendgeburten im Zeitraum 2005 bis 2010.

26. Oktober 2011, 14:00, NZZ Online

Weltbevölkerung steigt auf sieben Milliarden Menschen an

Uno legt kommenden Montag als Stichtag fest

Überfüllter Swimmingpool in Daying, in der chinesischen Provinz Sichuan. (Bild: Reuters)ZoomÜberfüllter Swimmingpool in Daying, in der chinesischen Provinz Sichuan. (Bild: Reuters)

Sieben Milliarden Menschen werden am kommenden Montag offiziell auf der Erde leben. Die Weltbevölkerung ist somit innerhalb von nur zwölf Jahren um eine Milliarde gewachsen. Und die Spitze des Wachstums ist laut dem Uno-Weltbevölkerungsbericht 2011 damit noch nicht erreicht.

(sda/apa/dpa) «Obwohl Frauen heute im Durchschnitt weniger Kinder haben als in den 1960er Jahren, steigt die Zahl der Menschen auf der Erde weiterhin an», heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.

Die durchschnittliche Lebenserwartung stieg von 48 Jahren Anfang der 1950er Jahre auf rund 68 Jahre im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends. «Heute sind 893 Millionen Menschen älter als 60. In der Mitte des Jahrhunderts wird diese Zahl auf 2,4 Milliarden steigen», sagte der Direktor des Uno-Bevölkerungsfonds UNFPA, Babatunde Osotimehin in New York.

Gleichzeitig sind nach Uno-Angaben heute 43 Prozent aller Menschen jünger als 25 Jahre, in einigen Ländern sogar 60 Prozent. Die Säuglingssterblichkeit sank von 133 Todesfällen pro 1000 Lebendgeburten in den 1950er Jahren auf 46 pro 1000 Lebendgeburten im Zeitraum 2005 bis 2010.

Bilderstrecke: 7 Milliarden Erdenbürger

Die Uno hat berechnet, dass Ende Oktober 7 Milliarden Menschen auf der Erde leben werden. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wächst die Bevölkerung rasant an. Unter anderem dank einer erhöhten Lebenserwartung und reduzierter Kindersterblichkeit. Das hat Auswirkungen auf die Umwelt und die Ressourcen.

Wachstum trotz Geburtenrückgang

Im selben Zeitraum ging die durchschnittliche Kinderanzahl pro Frau um über die Hälfte von 6,0 auf 2,5 zurück. Diese Entwicklung ist einerseits auf das Wirtschaftswachstum und die fortschreitende Entwicklung in vielen Ländern zurückzuführen. Andererseits spielen auch soziale und kulturelle Einflüsse sowie der verbesserte Zugang von Frauen beispielsweise zu Bildung und zu Arbeitsmöglichkeiten eine Rolle.

Dennoch wachse die Weltbevölkerung jährlich nach wie vor um gut 78 Millionen Menschen, heisst es weiter. Dieses anhaltend starke Wachstum geht auf die hohen Geburtenraten der 1950er und 1960er Jahre zurück. Bis 2050 wird ein weiterer Anstieg der Weltbevölkerung auf 9,3 Milliarden und bis Ende des Jahrhunderts auf über zehn Milliarden Menschen vorausgesagt.

Wachstum bringt enorme Herausforderungen

In den Industrieländern liegt die durchschnittliche Fertilitätsrate bei etwa 1,7 Kindern pro Frau, in den am wenigsten entwickelten Ländern bei etwa 4,4. In den Ländern Afrikas südlich der Sahara bekommt eine Frau im Durchschnitt 5,1 Kinder.

Die Geschwindigkeit des Wachstums bringt enorme Herausforderungen für viele der ärmsten Länder mit sich. Hohe Geburtenraten bedeuten hohe finanzielle, gesundheitliche und soziale Kosten. Es mangelt zudem an Ressourcen, um den steigenden Bedarf an Infrastruktur, Gesundheits- und Bildungsleistungen und Arbeitsplätzen zu decken.

In Europa hingegen ist man nicht über das Bevölkerungswachstum, sondern über die niedrigen Geburtenraten alarmiert. Der Mangel an jungen Arbeitskräften lässt die Frage nach der Tragbarkeit von Sozialversicherungen aufkommen. In einigen Ländern wird versucht, die Geburtenrate mit Hilfe finanzieller Anreize zu erhöhen.

Asien ist bevölkerungsreichste Region

Asien wird laut dem Bericht auch während des 21. Jahrhunderts die bevölkerungsreichste Grossregion der Welt bleiben. Dort leben heute 60 Prozent der Weltbevölkerung. Afrika wird aber stark aufholen. Die Bevölkerung dieses Kontinenten werde sich von derzeit einer Milliarde Menschen bis zum Jahr 2100 auf 3,6 Milliarden Menschen mehr als verdreifachen.

Die Bevölkerung der Regionen Nord- und Südamerika, Europa und Ozeanien liegt derzeit bei 1,7 Milliarden Menschen. Sie wird Hochrechnungen zufolge bis 2060 auf knapp zwei Milliarden wachsen und bei einem sehr langsamen Rückgang bis 2100 ungefähr auf diesem Niveau verharren.

Die Bevölkerung in Europa dürfte um 2025 ihren Scheitelpunkt mit 520 Millionen Einwohnern übersch

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