Jedes sichtbares Zeichen des islamischen Glaubens wird inzwischen in Europa als Bedrohung empfunden

Kongress in Wien

Europäische Muslime fordern Richtlinien gegen Islamophobie

28. Oktober 2011 17:43

Redefreiheit in Europa bringe Verantwortung mit sich

Wien – Die Initiative Europäischer Muslime für Sozialen Zusammenhalt fordert Richtlinien gegen Islamophobie im öffentlichen Diskurs. Die Redefreiheit in Europa bringe Verantwortung mit sich, was von politischen Führern und Journalisten oft vergessen werde, sagte Koordinator Bashy Quraishy bei einem Kongress der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Freitag in Wien.

Islamophobie habe sich im öffentlichen Diskurs der westlichen Gesellschaft etabliert, beklagten Teilnehmer des Kongresses gegen Diskriminierung und Intoleranz gegenüber Muslimen. „Wir sind von Vorurteilen zu einem institutionellen Rassismus gelangt, in dem jedes sichtbare Zeichen islamischen Glaubens als Bedrohung empfunden wird“, sagte Emine Bozkurt, sozialistische Abgeordnete im Europäischen Parlament.

Muslime wollen keine Sonderbehandlung, sondern denselben Schutz, den es gegen Homophobie und Antisemitismus längst gebe, so Quraishy.

Früher in diesem Jahr hat sich die OSZE auf zwei Kongressen bereits mit Antisemitismus und mit Verbrechen gegenüber Christen auseinandergesetzt. (jaae, DER STANDARD, Printausgabe, 29.10.2011)

 

http://derstandard.at/1319181531167/Kongress-in-Wien-Europaeische-Muslime-fordern-Richtlinien-gegen-Islamophobie

 

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