Im Hamburg gehen 4.000 Tausend Menschen gegen Wohnungsmangel und hohe Mieten auf die Straße

Protest gegen hohe Mieten und Wohnungsmangel

Demonstranten mit einem Banner, auf dem "Wir bleiben" steht, gehen durch Hamburg. © dpa-Bildfunk Fotograf: Georg Wendt Detailansicht des Bildes Vom Millerntorplatz zogen die Demonstranten Richtung Ottensen, um gegen hohe Mieten und Wohnungsmangel zu protestieren. Die Wohnungssuche in Hamburg ist schwierig und kann Nerven kosten, die Mieten in der Hansestadt sind hoch, viele Bürger deshalb verärgert: Unter dem Motto „Mietenwahnsinn stoppen“ sind deshalb am Sonnabend über 4.000 Tausend Menschen gegen Wohnungsmangel und hohe Mietkosten auf die Straße gegangen.

Die Demonstranten zogen vom Millerntorplatz in St. Pauli nach Ottensen. Der Protest fand damit also in zwei Stadtteilen statt, die von steigenden Mieten besonders betroffen sind. Die Forderung der Demonstranten: eine Mietobergrenze, die weit unter der aktuellen Durchschnittsmiete liegt, und eine Vergesellschaftung von Wohnraum.

Vereinzelt Ausschreitungen

Rund 550 Demonstranten kamen nach Polizeiangaben aus dem sogenannten linksautonomen Lager. Am Rande des Protestzugs sei es vereinzelt zu Ausschreitungen gekommen. Ein Gebäude, in dem sich ein SPD-Parteibüro befindet, sei mit farbgefüllten Flaschen beworfen und die Scheibe eines abgestellten Auto eingeschlagen worden.

Blankau äußert Verständnis für Proteste

Jutta Blankau © NDR Fotograf: Reinhard Postelt Detailansicht des Bildes Senatorin Blankau zeigte Verständnis für den Unmut der Demonstranten: Der Senat habe das Thema aber bereits angepackt. (Archivbild) Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau (SPD) zeigte Verständnis für die ansonsten friedlichen Proteste: „Den Unmut kann ich verstehen. Deswegen haben wir das Thema auch sofort angepackt, nachdem die Vorgängersenate es jahrelang ignoriert haben.“ Der Senat treibe den öffentlich geförderten, insbesondere den sozialen Wohnungsbau voran und habe neue Förderwege aufgebaut.

Der Senat hatte im Juli mit den Bezirken einen Wohnungsbauvertrag unterzeichnet, der vorsieht, dass in Hamburg künftig 6.000 Wohnungen pro Jahr gebaut werden sollen. Im vergangenen Jahr waren es nach Angaben des statistischen Landesamtes nur gut 3.500, noch einmal 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

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