Guardian/Der Standard: England bereitet sich auf einen US-Angriff auf Iran vor: Londons Strategen planen Einsatz von Kriegsschiffen – Israels Bevölkerung gespalten

ZEITUNGSBERICHT Briten bereiten sich auf US-Angriff auf Iran vor 03. November 2011 09:25 Iran im Visier. Guardian: Londons Strategen planen Einsatz von Kriegsschiffen – Israels Bevölkerung gespalten London – Großbritannien bereitet sich nach Darstellung der linksliberalen Zeitung „The Guardian“ auf einen Militärangriff gegen Ziele im Iran vor. Es gehe um die Unterstützung eines möglichen US-Angriffes. Britische Militärstrategen untersuchen demnach, wo Schiffe und U-Boote der Royal Navy stationiert werden könnten, um Tomahawk-Marschflugkörper auf Ziele im Iran abzuschießen. MEHR ZUM THEMA LONDON:Günstig hin & retour: austrian.com Werbung Wenn die USA sich für einen Angriff entschieden, würden sie um militärische Hilfe aus Großbritannien nachsuchen und sie auch erhalten, berichtet der „Guardian“ unter Berufung auf Quellen im Londoner Verteidigungsministerium weiter. Dort gehe man weiter davon aus, dass die Amerikaner unter anderem um die Nutzung der britischen Militärbasis Diego Garcia im Indischen Ozean bitten werden. Mögliche neue Erkenntnisse Grundsätzlich habe US-Präsident Barack Obama kein Interesse, vor den Wahlen im November nächsten Jahres in ein Militärabenteuer hingezogen zu werden. Die Einstellung Washingtons könne sich aber ändern, wenn sich Erkenntnisse westlicher Geheimdienste über neue Nuklearpläne Teherans verdichten sollten. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO bzw. IAEA) wolle nächste Woche einen Bericht vorlegen, der Auskunft über ein mögliches Atomwaffenprogramm des Iran geben könnte. Der Iran habe sich „überraschend widerstandsfähig“ gegen die Sanktionen des Westens gezeigt, zitiert der „Guardian“ eine Quelle aus dem Umfeld der britischen Regierung. Versuche des Westens, das Anreicherungsprogramm des Iran zu unterminieren, seien weniger erfolgreich gewesen, als zunächst gedacht. „Der Iran scheint eine neue Aggressivität an den Tag zu legen, und wir wissen nicht genau warum“, sagte die Quelle der Zeitung. Die USA und Israel hatten im vergangenen Jahr Berichten zufolge versucht, mit dem Computerwurm „Stuxnet“ die Nuklearanlagen des Iran zu manipulieren. Der Schaden sei inzwischen wieder behoben, schreibt der „Guardian“ weiter. Westliche Diplomaten gingen sogar davon aus, dass in der „Atomstadt“ Ghom inzwischen noch leistungsfähigere Anlagen installiert worden sind. Innerhalb der nächsten zwölf Monate könnte das Material zur Herstellung einer Atombombe so gut versteckt sein, dass es mit Flugkörpern nicht mehr erreichbar sei, zitiert die Zeitung eine weitere Quelle. Israelis gespalten Die israelische Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge in der Frage eines möglichen Militärschlages gespalten. Demnach würden 41 Prozent der Befragten einen solchen äußerst riskanten Angriff befürworten, 39 Prozent ihn aber ablehnen, berichtete die Zeitung „Haaretz“ am Donnerstag unter Berufung auf die von ihr in Auftrag gegebene Umfrage. Die übrigen 20 Prozent seien unentschieden. Auf die Frage, ob sie bei dem Thema Iran-Angriff Vertrauen zu Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Ehud Barak hätten, antworteten 52 Prozent mit Ja. Kein Vertrauen bekundeten 37 Prozent, und 11 Prozent äußerten keine Meinung. Beide Politiker gelten Medienberichten zufolge als Befürworter eines Militärschlags. Befragt worden seien sowohl jüdische wie auch arabische Israelis, schrieb die Zeitung. (APA) Link:

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