Insider plaudert aus: Frankreich hat massiv die UN-Resolution zu Libyen gebrochen und die Rebellen im großen Stil mit Waffen beliefert!

Französischer Philosoph erzählt, wie sein Land libysche Rebellen mit Waffen versorgte

Thema: Nationaler Übergangsrat Libyens findet international Anerkennung

Libyen

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© REUTERS/ Esam Al-Fetori

16:55 07/11/2011
PARIS, 07. November (RIA Novosti).

Frankreich soll die Rebellen in Libyen im großen Stil mit Waffen versorgt haben. Die Listen der notwendigen Rüstungen hatten die Aufständischen persönlich mit Präsident Nicolas Sarkozy im Élysée-Palast vereinbart, wie einer der Unterhändler, Bernard-Henri Lévy, behauptet.

In seinem Buch „La guerre sans l’aimer“ („Der ungeliebte Krieg“), das am Mittwoch im Handel erscheinen soll, berichtet Philosoph Lévy darüber, wie er persönlich Sarkozy überzeugt hatte, in den Libyen-Konflikt einzugreifen, zuerst diplomatisch und dann auch militärisch, meldet AFP.

Lévy hatte am 5. März in Bengasi dem damaligen Chef des Rebellenrats, Mustafa Abdul Dschalil, angeboten, eine Delegation der Aufständischen nach Paris zu bringen und ein Treffen mit Sarkozy zu organisieren. Am 10. März erhielten die Libyer im Élysée-Palast eine Audienz, wonach Frankreich den Rebellenrat offiziell anerkannte.

Lévy zufolge hatte Frankreich den Rebellen massiv mit Waffen und Ausbildnern geholfen. Rebellengesandte sollen ab und zu den Élysée-Palast besucht haben.

Bei einem der Treffen sollen die Rebellen Sarkozy ihre Bedarfsliste übergeben haben: 100 gepanzerte und schwer bewaffnete Geländewagen, Funkmittel, 100 Kleinlaster, bis zu 800 Panzerfäuste sowie 100 Kalaschnikows und fünf Panzerabwehrwaffen vom Typ Milan. Der Militärchef der Rebellen, Abdel Fatah Younis, habe den Auftrag mit einem Vertreter des Panzerwagenherstellers Panhard erörtert. Diese und weitere Waffen seien dann durch arabische Staaten nach Libyen gebracht worden.

Frankreich hatte bereits im Juni als erstes Nato-Land eingestanden, die Rebellen in Libyen mit Waffen zu versorgen. Die Waffen würden per Fallschirm im Nafusa-Gebirge südlich von Tripolis geliefert, hatte der französische Generalstab mitgeteilt.

Frankreich und andere Nato-Staaten hatten seit März Bomber gegen Ziele in Libyen geschickt, um nach eigener Darstellung die libysche Bevölkerung zu schützen. Der Einsatz half den Rebellen beim Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi. Gaddafi, der seit August auf der Flucht war, wurde am 20. Oktober in seiner Heimatstadt Sirte von den Rebellen gefasst und unter ungeklärten Umständen getötet. Der Krieg hat Tausende das Leben gekostet und die Wirtschaft des wichtigen Ölstaates ruiniert.

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