Weltgrößter Anbieter von Atomkraft von Pariser Gericht verurteilt wegen versuchten Ausspähens einer geplanten Kampagne in Greenpeace Computern

10. November 2011, 17:40, NZZ Online

Greenpeace siegt gegen Energieriesen EDF

AKW-Unternehmen wegen Spitzelaffäre verurteilt

(sda/dpa) Ein Pariser Gericht hat den französischen Energieriesen EDF zu 1,5 Millionen Euro Schadenersatz verurteilt, weil der Konzern die Umweltorganisation Greenpeace bespitzelt hat.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der weltgrösste Atomkraftanbieter 2006 eine Sicherheitsfirma damit beauftragt hatte, in den Computer des früheren Greenpeace-Kampagnenchefs Yannick Jadot einzudringen.

Der Chef der Sicherheitsfirma, ein Ex-Geheimdienstler, hatte sich in einem Interview zu der Tat bekannt und EDF als seinen Auftraggeber genannt. Ziel der Aktion war es, möglichst früh über geplante Aktionen der Anti-Atombewegung Bescheid zu wissen.

Das Gericht in Nanterre folgte nach Angaben des TV-Sender BFM mit seinem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft. Greenpeace selbst hatte 8,3 Millionen Euro verlangt. EDF hatte bereits nach Einleitung des Ermittlungsverfahrens zwei leitende Mitarbeiter suspendiert, die für die Sicherheit der Atomkraftwerke zuständig waren.

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/greenpeace_siegt_gegen_energieriesen_edf_1.13281654.html

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: