Bestätigung für Erderwärmung: Die neue Temperaturkurve werden Kritiker nicht so leicht beiseiteschieben können. Das Forscherteam aus Kalifornien, Oregon und Georgia geniesst nämlich den Ruf der Unabhängigkeit. Ihm gehören keine führenden Autoren des Uno-Klimarats IPCC an, denen gerade in den USA viel Misstrauen entgegenschlägt.Ihm gehören keine führenden Autoren des Uno-Klimarats IPCC an, denen gerade in den USA viel Misstrauen entgegenschlägt.Ihm gehören keine führenden Autoren des Uno-Klimarats IPCC an, denen gerade in den USA viel Misstrauen entgegenschlägt.Ihm gehören keine führenden Autoren des Uno-Klimarats IPCC an, denen gerade in den USA viel Misstrauen entgegenschlägt. Ihm gehören keine führenden Autoren des Uno-Klimarats IPCC an, denen gerade in den USA viel Misstrauen entgegenschlägt.

Bestätigung für Erderwärmung
Kaum Einfluss durch Wärmeinseln
Städtische Wärmeinseln haben keinen Einfluss auf Temperaturkurven. (Bild: Imago)

Sven Titz

Einer der zahlreichen skeptischen Einwürfe in die Klimadebatte zielt auf die Stärke der globalen Erwärmung: Manche Kritiker stellen die Güte der bisherigen Messungen infrage. Der Einfluss städtischer Wärmeinseln sowie ein unzureichendes Qualitätsmanagement der Wetterstationen hätten in der Vergangenheit zu einer Überschätzung des Temperaturanstiegs geführt, argumentieren sie. Dieser Einwand wird nun durch eine neue Untersuchung entkräftet. Ein Team unter der Leitung von Richard A. Muller von der University of California in Berkeley hat die Messdaten kontinentaler Wetterstationen analysiert und dabei kaum einen verfälschenden Einfluss der Wärmeinseln auf die Temperaturkurven festgestellt.¹
Studien noch nicht begutachtet

Für ihre Untersuchungen haben die Forscher eine neue statistische Methode zur Auswertung von Temperaturdaten entwickelt. Dadurch konnte das Team nach eigenen Angaben die Ungenauigkeit der Analysen verringern. Seit 1950, so ihr Befund, hat sich die Landfläche der Erde um 0,9 Grad Celsius erwärmt. Damit werden frühere Analysen durch Wissenschafter der Nasa, der amerikanischen Klimabehörde Noaa und des britischen Hadley Centre bestätigt.

Nicht übersehen werden sollte, dass die neue Untersuchung (die bis anhin aus vier Studien besteht) fachlich noch nicht begutachtet wurde. Das kann noch Monate dauern. Von der frühzeitigen Veröffentlichung ihrer Arbeit versprechen sich die Autoren Transparenz und wertvolle Korrekturen. Die ersten Reaktionen von Fachkollegen sind jedenfalls positiv. «Diese vorläufigen Befunde sehen ermutigend aus und entsprechen unseren eigenen Resultaten», sagt Phil Jones von der University of East Anglia, der vor zwei Jahren im Mittelpunkt der sogenannten Climategate-Affäre gestanden hatte. Kritiker hatten dem Hauptautor der Temperaturanalysen am Hadley Centre Schludereien mit den Messdaten vorgeworfen – eine Anschuldigung, von der Jones weitgehend entlastet wurde.
Unverdächtige Autoren

Ein Mitautor der Untersuchung ist Saul Perlmutter, der kürzlich den Nobelpreis für Physik zugesprochen bekamDie neue Temperaturkurve werden Kritiker nicht so leicht beiseiteschieben können. Das Forscherteam aus Kalifornien, Oregon und Georgia geniesst nämlich den Ruf der Unabhängigkeit. Ihm gehören keine führenden Autoren des Uno-Klimarats IPCC an, denen gerade in den USA viel Misstrauen entgegenschlägt.. Finanziert wird das Berkeley Earth Surface Temperature Project unter anderem durch Spenden von Stiftungen der Unternehmer Bill Gates und Charles G. Koch, einem Unterstützer der Tea-Party-Bewegung.

Für Diskussionen könnte in Zukunft der vierte Teil der Untersuchung sorgen. Dabei geht es um die alte Frage, in welchem Masse die globale Erwärmung vom Menschen verursacht ist und wie stark natürliche Prozesse beitragen. Wie die Forscher festgestellt haben, schwankt die Landtemperatur auf kurzen Zeitskalen von 2 bis 15 Jahren in ähnlicher Weise wie der Temperaturunterschied zwischen Nord- und Südatlantik. Die Autoren spekulieren, dass auch die langfristigen Veränderungen der Landtemperatur mit der atlantischen Oszillation zusammenhängen könnten. Diese besitzt eine Periodendauer von 65 bis 70 Jahren. Dieser Befund klärt zwar noch nicht, welchen Anteil natürliche und menschengemachte Prozesse an der Erwärmung haben; er ist aber ein Schritt auf dem Weg dorthin.

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/bestaetigung_fuer_erderwaermung_1.13122098.html

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