Junker kritisiert Cameron: Großbritanniens Regierung ist gegen eine europaweite Finanztransaktionssteuer

Während der britische Premierminister Cameron in Berlin weilte, riss die Kritik an seinem Europa-Kurs nicht ab. Wenig Verständnis für die Londoner Einlassungen hatte vor allem der Chef der Eurogruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker.

Dabei wandte er sich zum wiederholten Male gegen Mahnungen Camerons, bei der Bewältigung der Krise endlich voranzukommen – und dabei auf Londons Ratschläge zu hören.

Das Nicht-Euroland Großbritannien habe natürlich das Recht, die Eurostaaten auf ihre Aufgaben hinzuweisen. Zugleich verwies er aber auf das hohe Haushaltsdefizit in Großbritannien. „Die Briten haben einen Schuldenstand, der höher ist als der durchschnittliche Schuldenstand der Eurozone“, betonte Juncker in einem Interview der Deutschen Welle. „Ich bin für Dialog, ich bin gegen ein Diktat von denen, die es weniger gut machen als wir.“

So sträubt sich sich Großbritannien vor allem gegen eine europaweite Steuer auf finanzielle Transaktionen, weil es ein Ausbluten des Finanzplatzes London befürchtet. Cameron hält eine Einführung nur global für möglich.

Die Transaktionssteuer ist aber auch außerhalb Europas zum Zankapfel geworden. Befürworter sehen sie als Mittel, um Spekulationsauswüchse zu stoppen und die Finanzmärkte zu beruhigen.

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