7000 Arbeiter in chinesischer Schuhfabrik (Produktion u.a. für Addidas und Nyke) im Streik: Nach Entlassungen Schließung und Verlagerung der Fabrik befürchtet, Arbeiter verdienen etwa 100 Euro Monatslohn, Bonusszahlungen und Überstunden gestrichen -immer wieder Streik und Demonstrationen für soziale Gerechtigkeit im Süden Chinas: Solidarität üben mit den chinesischen Arbeitern, für menschenwürdige Arbeit weltweit!

19. November 2011, 13:38, NZZ Online

Tausende Arbeiter in chinesischer Schuhfabrik im Streik

Protest gegen Kündigungen und Lohnkürzungen

Aus Protest gegen Kündigungen und Lohnkürzungen sind tausende Arbeiter einer Fabrik im Süden Chinas in einen Streik getreten. Dabei kam es nach Angaben der in New York ansässigen Organisation China Labor Watch zu heftigen Zusammenstössen mit der Polizei.

(sda/afp) Laut der Organisation China Labor Watch sind aus Protest gegen Kündigungen und Lohnkürzungen tausende Arbeiter einer Fabrik im Süden Chinas in einen Streik getreten.

Dutzende Menschen wurden demnach verletzt, als die Polizei versuchte, die Blockade der Fabrik und einer Strasse in der Nähe der Stadt Dongguan in der Provinz Guangdong zu brechen. An dem Streik in der Fabrik, die unter anderem Schuhe für Nike und Adidas herstellt, beteiligten sich mehr als 7000 Menschen.

Der Protest richtete sich gegen die Streichung von Bonuszahlungen und ein Verbot von Überstunden und wurde angeheizt von der Kündigungen von 18 Managern. China Labor Watch zufolge sehen die Arbeiter die Entlassung von Führungspersonal als Vorbereitung für die Verlegung ihrer Fabrik.

Einer der gekündigten Manager sagte der Zeitung «China Business News», seine Entlassung sei Teil eines Plans, die Produktion in die nördliche Provinz Jiangxi zu verlegen.

Verbot von Überstunden

Besonders hart trifft die Arbeiter das Verbot von Überstunden. «Unser monatliches Grundgehalt beträgt nur 1100 Yuan (rund 159 Franken) und wir verdienen unser Taschengeld mit Überstunden», sagte eine Arbeiterin der «Yangcheng Evening News». Dem Bericht zufolge forderten die Behörden die Manager auf, die Streichung der Überstunden wieder aufzuheben.

In der Provinz Guangdong sind in diesem Jahr zahlreiche Proteste gegen soziale Ungerechtigkeit aufgekommen. Im September griffen Demonstranten eine Polizeistation an, nachdem Gerüchten zufolge Polizisten ein Kind getötet hatten.

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/tausende_arbeiter_in_chinesischer_schuhfabrik_in_streik_getreten_1.13360555.html

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