Das Militär, das keinerlei Recht hat, an der Macht zu sein, geht gewaltsam gegen die Menschen vor, die für ihr Menschenrecht eintreten, selbst die Regierung zu wählen, die sie wollen: Heute schon 20 Tote und weit über 1700 Verletzte: Wo bleibt der Appell und Sanktionen der Bundesregierung und der USA, die diesem Militär jährlich Milliarden zahlen!

21. November 2011, 12:59, NZZ Online

Neue Gewalt auf dem Tahrir-Platz

Kairo weiter im Ausnahmezustand

Ein Demonstrant wirft eine Tränengaspetarde zurück. (Bild: Reuters)ZoomEin Demonstrant wirft eine Tränengaspetarde zurück. (Bild: Reuters)

In Zusammenstössen zwischen Polizei und Demonstranten in Kairo sind am Montag um die 20 Personen getötet worden. Rund 1750 Menschen wurden seit Beginn der neuen Unruhen verletzt. Der Kulturminister trat im Protest gegen den Polizeieinsatz zurück.

hoh./(ddp) Kairo kommt nicht zur Ruhe: Auch nach dem blutigen Wochenende geraten Demonstranten und Militärs im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt aneinander. Das Ministerium machte keine Angaben dazu, ob es sich bei den Opfern um Demonstranten handelte oder ob auch Sicherheitskräfte darunter waren.

Am Montagmorgen kam es erneut zu Auseinandersetzungen auf dem Tahrir-Platz in Kairo. Etwa 3000 Aktivisten standen hunderten Polizisten gegenüber, die Tränengas und Gummigeschosse abfeuerten. Zu Zusammenstössen kam es auch vor dem nahegelegenen Innenministerium.

Rücktritt des Militärrats gefordert

Die Demonstranten fordern eine rasche Übergabe der Macht an eine zivile Regierung. Die Streitkräfte haben eine Übergabe der Macht für Ende 2012 oder Anfang 2013 angedeutet. Die Aktivisten fordern jedoch ein genaues Datum. Eine wachsende Zahl verlangt einen umgehenden Rücktritt des regierenden Militärrats zugunsten einer zivilen Übergangsregierung.

Rücktritt des Kulturministers

(afp) Ägyptens Kulturminister ist zurückgetreten. Emad Abu Ghasi habe beim Obersten Militärrat seinen Rücktritt eingereicht, um gegen den «Umgang der Regierung mit den jüngsten Ereignissen auf dem Tahrir-Platz» in Kairo zu protestieren, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Mena am Montag. Er habe sein Gesuch bereits am Sonntagabend eingereicht.

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