Mehr als ein Dutzend CIA-Spione im Iran und Libanon aufgeflogen

„Riskantes Geschäft“
Mehr als ein Dutzend CIA-Spione im Iran und Libanon aufgeflogen
22. November 2011 09:40

Washington befürchtet Hinrichtungen

Washington – Niederlage für den US-Geheimdienst im Nahen Osten: Nach Informationen des amerikanischen Senders ABC sind im Iran und im Libanon mehr als ein Dutzend CIA-Informanten enttarnt und festgenommen worden. Nun befürchte die US-Regierung, dass die Festgenommenen hingerichtet werden könnten, berichtete der Sender am Montag unter Berufung auf anonyme, derzeitige und frühere Regierungsbeamte und Geheimdienstler.
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„Spionage ist ein riskantes Geschäft“, kommentierte ein ebenfalls namentlich nicht genannter Regierungsbeamter. Der Sprecher des Weißes Hauses, Jay Carney, weigerte sich, zu den Berichten Stellung zu nehmen.

„Erheblicher Rückschlag“

Bei den Enttarnten handelt es sich den Informationen zufolge um „ausländische Spione, die für die CIA arbeiten“ – demnach dürften keine US-Staatsbürger betroffen sein. Diese hätten zu zwei Spionageringen gehört, die gegen den Iran und die Hisbollah im Libanon gearbeitet hätten.

„Falls es sich um echte Spione handelte, die gegen die Hisbollah spioniert haben, dann glaube ich nicht, dass wir sie wiedersehen werden“, meinte der ehemalige CIA-Offizier Robert Baer nach Angaben des Senders ABC.

Unklar war allerdings zunächst, wann die CIA-Informanten festgenommen worden seien. Die Hisbollah habe bereits im Juni behauptet, zwei CIA-Spione enttarnt zu haben, die in die Organisation eingedrungen seien.

Nach Angaben des Senders handelt es sich um einen erheblichen Rückschlag für die US-Aufklärung in der Region.

Den Angaben zufolge hätten zwei Hisbollah-Doppelagenten zu der Enttarnung geführt. Diese hätten vorgegeben, für die CIA arbeiten zu wollen. Dabei hätten sie erfahren, in welchem Restaurant in Beirut sich CIA-Agenten mit Informanten trafen. Es solle sich um eine Pizza-Kette gehandelt haben, heißt es. (APA)

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