Armut in Griechenland greift schnell um sich: Obdachlosenzentrum Klimaka in Athen: „Das Profil der Armut ändert sich. Früher hatten wir es mit Süchtigen oder psychisch Kranken zu tun. Jetzt sind es sehr gut ausgebildete Leute, die bis vor ein paar Monaten ein Haus und einen Job hatten, die mit ihren Familien zusammenlebten und die nun auf der Straße landen.”

Griechenland muss sparen – und das macht sich mittlerweile in der Bevölkerung deutlich bemerkbar. Immer mehr Menschen verlieren Job und Wohnung und landen auf der Straße. Die schlechten Wirtschaftsdaten des Landes geben keinen Anlass zur Hoffnung: Die Arbeitslosenquote nähert sich zügig der 20-Prozent-Marke, das Bruttoinlandsprodukt soll 2012 um drei Prozent zurückgehen. Im Obdachlosenzentrum Klimaka in Athen ist man außerordentlich besorgt. “Das Profil der Armut ändert sich”, so Sozialarbeiterin Athensia Tourkou. “Früher hatten wir es mit Süchtigen oder psychisch Kranken zu tun. Jetzt sind es sehr gut ausgebildete Leute, die bis vor ein paar Monaten ein Haus und einen Job hatten, die mit ihren Familien zusammenlebten und die nun auf der Straße landen.”

In den Obdachlosenzentren hilft man, so gut man kann, aber die neue Armut greift in allen Bevölkerungsschichten schnell um sich und treibt die Menschen zu verzweifelten Maßnahmen: Medien berichteten, dass sich manche Griechen sogar absichtlich mit dem HIV-Virus infizieren: Denn HIV-Positive erhalten in Griechenland rund 700 Euro im Monat, gesunde Arbeitslose jedoch nur 460 Euro.

http://de.euronews.net/2011/11/29/armut-in-griechenland-greift-schnell-um-sich/

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