Hinweise auf das treiben und die Netzwerke der NSU-Mörderbande gesucht!

Fahnungsplakat des BKA

BKA hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung

Mit Plakaten auf der Spur der Rechtsterroristen

Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt (BKA) informieren zur Stunde in einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Ermittlungen gegen die Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Generalbundesanwalt Harald Range sagte, die NSU habe in bisher nicht gekannter Brutalität und Kaltblütigkeit zehn Menschen ermordet. Er sprach von „ruchlosen Taten“.

BKA-Präsident Jörg Ziercke stellte eine bundesweite Plakat-Aktion vor. Von der Veröffentlichung der Porträts der bisher bekannten NSU-Mitglieder Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos erhoffen sich die Behörden Hinweise aus der Bevölkerung auf die Aktivitäten der Terrorzelle in den vergangenen Jahren. Gesucht werden Zeugen, die die Verdächtigen auf Park- oder Campingplätzen gesehen haben oder Angaben über ihren Wohnort machen können. Außerdem möchte das BKA wissen, bei wem Fahrzeuge gemietet wurden und ob es weitere Hinweise auf Aufenthaltsorte und Kontaktpersonen gibt.

Ziercke sagte, seit 1998 sei die „Mörderbande“ untergetaucht gewesen, mit wechselnden Namen, Ausweisen und Bahncards. Mindestens drei Wohnungen im Raum Zwickau hätten die drei in dieser Zeit angemietet. Doch noch immer gebe es Lücken bei der Rekonstruktion dieser Jahre. Da es bislang nur etwa 250 Hinweise eingegangen seien, hoffen die Ermittler nun auf weitere Reaktionen.

Hotline des BKA

Das BKA hat eine kostenlose Hotline bei den Ermittlungen zur Mordserie eingerichtet: Unter             0800-0130 110       ist die Behörde erreichbar, ebenso wie über ihre Website bka.de. Hinweise nimmt auch jede andere Polizeidienstelle entgegen.

Da die inhaftierte Zschäpe bisher offenbar schweigt und Böhnhardt und Mundlos tot sind, können sich die Ermittler nur begrenzt auf Aussagen stützen. Zudem legte Zschäpe Feuer in der gemeinsamen Zwickauer Wohnung, so dass Beweismittel zerstört oder beschädigt wurden.

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Vier Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Die Bundesanwaltschaft ermittelt seit 11. November gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der NSU. Derzeit befinden sich vier Beschuldigte in Untersuchungshaft. Dies sind die Hauptbeschuldigte Zschäpe sowie die drei mutmaßlichen Helfer Holger G., Andre E. und Ralf Wohlleben. Der am 29. November festgenommene Wohlleben war jahrelang ein Spitzenfunktionär der NPD. Seine Festnahme hatte die Debatte um ein Verbot der Partei angeheizt.

Dem NSU werden unter anderem zehn Morde an türkisch- und griechischstämmigen Kleinunternehmern sowie einer Polizistin als auch mehrere Sprengstoffanschläge zur Last gelegt.

Fahnungsplakat des BKA Das Plakat soll bundesweit ausgehängt werden.

http://www.tagesschau.de/inland/rechtsextremerterror106.html

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