In der Migrationspolitik global zusammenarbeiten: Damit sie nicht mehr aus Not erfolgt, müssen die Menschen überall Perspektiven in ihren Ländern haben! Migrant-Forum aus Asien übergibt beim Treffen des «Globalen Forums für Migration und Entwicklung» (GFMD) den Regierungsvertretern im Namen von 60 Organisationen der Ziviligesellschaft deren Wünschen, Anregungen und Forderungen

Migration ist global
Bundesrätin Sommaruga auf Partnersuche

Bei der Ausgestaltung der nationalen Migrationspolitik muss international zusammengespannt werden. Dies sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga am Donnerstag an der Eröffnung des «Globalen Forums für Migration und Entwicklung» in Genf.

Richard Bauer, Genf

Wer bei der Ausgestaltung der nationalen Migrationspolitik nicht über die Grenzen hinausschaue, der werde scheitern, sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga anlässlich der Eröffnung des «Globalen Forums für Migration und Entwicklung» (GFMD) im Genfer Palais des Nations. Dies sei eine der Schlussfolgerungen, zu der sie nach ihrem ersten Amtsjahr als für die Migrationspolitik der Schweiz zuständige Ministerin gelangt sei.
Perspektiven in der Heimat als Voraussetzung

Positive Lösungen seien nur möglich, wenn man international zusammenspanne und Partnerschaften mit anderen Länder suche. Zwischenstaatliche Abkommen müssten Migration in einem umfassenden Sinn abdecken und Aspekte wie Reintegration, Bekämpfung des Menschenschmuggels oder Rückübernahmen regeln. Es sei im ausdrücklichen Interesse der Schweiz, dass Migration nicht aus Not geschehe. Und dies sei nur möglich, wenn Migranten in ihrer Heimat eine Perspektive hätten, sagte Sommaruga.
Informeller Erfahrungsaustausch in Migrationsfragen

An der Genfer Veranstaltung diskutieren während zwei Tagen Vertreter aus 160 Ländern Themen der weltweiten Migration. Gegründet wurde das GFMD 2006 auf Initiative des damaligen Generalsekretärs der Uno, Kofi Annan. Seither hat sich das Forum zur wichtigsten globalen Plattform für den informellen Erfahrungsaustausch in Migrationsfragen zwischen Regierungen, internationalen Organisationen und Angehörigen der Zivilgesellschaft entwickelt. Verbindliche Beschlüsse werden keine gefasst, wohl aber gute Praktiken weitergegeben. Im Jahre 2011 führte die Schweiz unter Leitung von Eduard Gnesa, dem früheren Chef des Bundesamtes für Migration, den Vorsitz des von der Uno unabhängigen Forums und organisierte mehr als ein Dutzend regionale Workshops. Im Zentrum standen Fragen der globalen Mobilität von Arbeitskräften sowie die Bekämpfung der illegalen Migration.
Das Wohl und die Rechte der Migranten weltweit verbessern

Menschliche Mobilität finde unentwegt statt, sei nicht zu bremsen und betreffe jedermann, rief William Gois, der Koordinator des Migrant Forum aus Asien, den versammelten Regierungsvertretern in Erinnerung. Er überreichte im Namen von Organisationen der Zivilgesellschaft aus über 60 Ländern einen Katalog von Wünschen, Anregungen und Forderungen, um das Wohl und die Rechte der Migranten auf der ganzen Welt zu verbessern.

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