Frau Merkel will, dass die Taliban am Friedensprozess beteiligt werden, wenn sie der Gewalt abschwören und die Verbingungen zu Al Kaida kappen!Geheimdienstakten: BND: Die Bundeswehr akzeptierte offenbar auch Kriminelle als Verbündete in Nordafghanistan, die «seit einigen Jahren regelmäßig Drogengeschäfte getätigt haben.»! Die pakistanische Regierung rechnet mit einer Invasion der US-Truppen! Nach der ISAF könnte der Bürgerkrieg kommen! :

«Wenn die Isaf-Truppen weggehen, gibt es Bürgerkrieg»

Düstere Prognosen aus nun veröffentlichen Geheimdienstakten vor der Afghanistan-Konferenz

Ein Helikopter der Isaf kreist nach einem verübten Selbstmordattentat über Kabul. (Bild: Reuters)ZoomEin Helikopter der Isaf kreist nach einem verübten Selbstmordattentat über Kabul.(Bild: Reuters)

Die anstehende Afghanistan-Konferenz in Bonn steht unter keinem guten Stern. Nach der Absage Pakistans hat nun eine deutsche Zeitung Geheimdienstdokumente publik gemacht, nach denen die weitere Entwicklung im Land sehr pessimistisch beurteilt wird.

(sda/dpa) Die am kommenden Montag in Bonn beginnende Afghanistan-Konferenz wird nach Informationen der deutschen Tageszeitung «Bild» von massiven Spannungen und düsteren Prognosen überschattet. Wie das Blatt berichtet, geht dies aus vielen Militär- und Geheimdienstdokumenten hervor.

Demnach sieht Präsident Hamid Karzai die Konferenz nicht als Chance, sondern als Bedrohung. Bei der Bundeswehr und dem amerikanischem Militär werde die weitere Entwicklung in Afghanistan nach dem Truppenabzug negativ beurteilt, heisst es.

Merkel will mit gemässigten Taliban verhandeln

(Reuters) Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel will auch Teile der Taliban in die Friedensverhandlungen in Afghanistan einbeziehen. «Nicht jeder, der einmal für die Taliban gekämpft hat, steht für immer einer friedlichen Entwicklung im Wege; viele dieser Menschen können und sollen zu einer stabilen Zukunft Afghanistans beitragen», sagte die Regierungscherfin in einem Interview des Bonner «General-Anzeiger».

«Wir werden sicher nicht alle überzeugen können, aber es gibt innerhalb der Taliban verschiedene Strömungen, auch gemässigte, die zur Zusammenarbeit bereit sind», sagte sie weiter.

Die Taliban müssten jede Verbindung zu al-Kaida kappen und der Gewalt abschwören, sagte die Bundeskanzlerin. «Dieser Versöhnungsprozess bleibt nicht ohne Rückschläge, aber meine Hoffnung ist, dass die übergrosse Mehrheit der afghanischen Bevölkerung nach 30 Jahren Krieg und Bürgerkrieg der Gewalt müde ist», fügte sie hinzu.

«In seinen besonders misstrauischen Momenten glaubt Karsai, man wolle ihn in Bonn isolieren und von der Macht beseitigen», zitiert die Zeitung aus einem amerikanischen Dokument des Combined Joint Intelligence Operations Center – Afghanistan, einer Art Militärgeheimdienst.

Negative Einschätzungen

Weitere Dokumente würden belegen, wie pessimistisch die Bundeswehr die Zukunft Afghanistans nach Abzug der westlichen Kampftruppen sehe. «Nach dem Ende der Besatzung durch Isaf 2014, werden die Führer der Aufständischen», die sich nach Pakistan geflüchtet haben, «nach Afghanistan zurückkehren», heiße es in einem als geheim eingestuften Bundeswehr-Dokument. «Wenn die Isaf-Truppen das Land verlassen, wird es Bürgerkrieg geben», wird aus einem Bericht des amerikanischen Militärs über den Norden Afghanistans zitiert.

Dokumente des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) belegten ausserdem belegen, dass die Bundeswehr offenbar auch Kriminelle als Verbündete in Nordafghanistan akzeptierte, berichtet die Zeitung weiter. So sei bekanntgewesen, dass der nordafghanische Polizeichef Daud Daud, bis zu seiner Ermordung im Mai ein enger Partner der Bundeswehr, in den Drogenhandel verwickelt gewesen sei. Daud, so der BND, solle «seit einigen Jahren regelmäßig Drogengeschäfte getätigt haben.»

Pakistan rechnet angeblich mit Invasion

Aus einem streng geheimen Papier des amerikanischen Militärs in Afghanistan gehe hervor, dass die pakistanische Regierung mit einer Invasion der US-Truppen rechne. Das pakistanische Militär, so die Analysten des Combined Joint Intelligence Operations Center, habe «Defensivstellungen» in der Grenzregion zwischen Afghanistan und Pakistan errichtet, berichtet die Zeitung. «Dies ist eine Reaktion auf erwartete Angriffe von US- oder Koalitionstruppen», heiße es in dem geheimen Dokument. Das pakistanische Militär bereite sich auf einen «nach ihrem Eindruck unmittelbar bevorstehenden Einfall amerikanischer Truppen» vor.

Zwischen amerikanischen und pakistanischen Truppen war es am vergangenen Samstag zu einem schweren Zwischenfall im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet gekommen. Dabei beschossen amerikanische Kampfhubschrauber einen Grenzposten des pakistanischen Militärs und töteten 24 Soldaten. Die Regierung in Islamabad hatte daraufhin ihre Teilnahme an der Bonner Konferenz abgesagt.

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