Regierung verhängt Ausnahmezustand und kann jetzt Armee im Inneren einsetzen: In Peru demonstrieren seit elf Tagen Einwohner gegen befürchtete Verunreinigung ihres Gundwassers durch das Bergbauprojekt von Conga des US-Minenkonzerns Newmont. Mit 4,8 Milliarden Dollar (3,55 Milliarden Euro) bis 2014 ist das Projekt zum Abbau von Gold und Kupfer derzeit die größte Investition im peruanischen Bergbausektor.

Proteste gegen Minenprojekt

Perus Präsident rief Ausnahmezustand in Bergbauregion aus

05. Dezember 2011 09:10

Demonstrationen seit elf Tagen

Lima – Der peruanische Präsident Ollanta Humala hat angesichts heftiger Proteste und Streiks in einer Bergbauregion im Norden des Landes den Ausnahmezustand ausgerufen. Er verhänge einen Ausnahmezustand in den Provinzen Cajamarca, Celendin, Hualgayoc und Contumaza, erklärte der linksgerichtete Politiker am Sonntag. Die Maßnahme werde um Mitternacht in Kraft treten und für 60 Tage gelten. Der Ausnahmezustand erlaubt den Einsatz der Armee zur Sicherung der Ordnung und schränkt das Demonstrationsrecht ein.

In der Provinz von Cajamarca demonstrieren seit elf Tagen Einwohner gegen das Bergbauprojekt von Conga des US-Minenkonzerns Newmont. Mit 4,8 Milliarden Dollar (3,55 Milliarden Euro) bis 2014 ist das Projekt zum Abbau von Gold und Kupfer derzeit die größte Investition im peruanischen Bergbausektor. Örtliche Umweltgruppen befürchten eine Verunreinigung des Grundwassers. Einer Delegation unter Führung von Ministerpräsident Salomon Lerner war es in fünf Tagen nicht gelungen, eine Einigung mit den örtlichen Protestführern zu erzielen. (APA)

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