Chemikalien und Tränengas für das ägyptische Innenministerium – trotz des gewalttätigen Vorgehens der Regierungseinheiten gegen Demonstranten. : Amnesty fordert Ende der US-Waffenlieferungen

Amnesty fordert Ende der US-Waffenlieferungen

07. Dezember 2011 17:06

Chemikalien und Tränengas für das ägyptische Innenministerium

London – US-Unternehmen beliefern Ägyptens Sicherheitskräfte laut Amnesty International weiterhin mit Waffen – trotz des gewalttätigen Vorgehens der Regierungseinheiten gegen Demonstranten. Am 26. November sei eine Lieferung aus den USA für das ägyptische Innenministerium angekommen, in der sich Chemikalien und Tränengas befunden hätten, teilte die Menschenrechtsorganisation am Mittwoch in London mit. Es sei mindestens die dritte Lieferung einer US-Waffenfirma seit Ausbruch der Unruhen Ende Jänner gewesen.

Die Waffenlieferungen müssten gestoppt werden, bis bewiesen sei, dass sie nicht zum Blutvergießen auf Ägyptens Straßen verwendet würden, sagte Brian Wood von AI. Der Organisation liegen nach eigenen Angaben Unterlagen aus der Handelsdatenbank PIERS über die Schiffsladungen vor.

Die Firmen hätten in den USA die Genehmigung für den Export erhalten. „Diese Lizenzen hätten nicht vergeben werden dürfen“, sagte Wood. Die US-Regierung habe um die Situation in Ägypten gewusst. Die ägyptischen Sicherheitskräfte müssten erst reformiert werden, bevor Militärausstattung aus dem Ausland dorthin geliefert werden könne. (APA)

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