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Afghanistan

Proteste gegen Afghanistan-Krieg
Ei-Attacke gegen Ströbele

Der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Hans-Christian Ströbele, spricht bei der Demonstration gegen die Afghanistan-Konferenz.
Foto: dapd
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Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Linken, hat am Samstag auf einer Protestdemonstration der Friedensbewegung im Vorfeld der internationalen Afghanistan-Konferenz den unverzüglichen Abzug aller ausländischen Truppen aus dem Land gefordert. Gysi erklärte, alle bisherigen Begründungen für den Krieg am Hindukusch seien widerlegt. Die Kämpfe hätten weder gegen den Terrorismus geholfen noch hätten sie etwa den afghanischen Frauen ihre Menschenrechte gegeben. Auch den Aufbau des Landes habe der Krieg nicht forciert. Das Gegenteil sei eingetreten. Dies sagten selbst die neuesten UN-Analysen.

Nach Angaben der Veranstalter nahmen rund 5.000 Kriegsgegner aus allen Teilen der Republik an der Kundgebung auf dem Bonner Petersberg teil. Rund 4.000 Polizisten und Sicherheitskräfte waren im Einsatz. Manfred Stenner vom Bündnis aus Organisationen der Friedens- und Antikriegsbewegung nannte den Verlauf durchgehend friedlich. Aufgerufen zu den Protesten unter dem Motto „Sie reden vom Frieden. Sie führen Krieg“ hat ein Bündnis aus politischen Initiativen, der Partei „Die Linke“ sowie der Gewerkschaft ver.di.

Ströbele wird mit Ei beworfen

Krieg sei nie ein Mittel, Probleme zu lösen, erklärte Gysi auf der Abschlusskundgebung. „Alle zivilen Opfer in Afghanistan sind schlimm. Aber auch der Tod deutscher Soldaten“, so Gysi. Jetzt versuche der Westen in der Konferenz auf dem Petersberg erneut den Afghanen zu erklären, wie sie zu leben hätten. „In Afghanistan sind schon die Briten und die Russen gescheitert. Jetzt scheitert die NATO“, so Gysi in Bonn.

Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele konnte seine Rede bei der Abschlusskundgebung nur mit Verzögerung beginnen, weil er aus dem Publikum mit einem Ei beworfen wurde. Der Werfer konnte nach Polizeiangaben nicht ermittelt werden. Während Ströbeles Rede skandierten linke Demonstranten Sprechchöre gegen die Grünen. 2001 hatte die damalige rot-grüne Bundesregierung deutsche Soldaten in den Afghanistan-Einsatz geschickt.

Ströbele: Für einen sofortigen Truppenabzug

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele setzte sich für einen sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen mit allen Afghanen ein, die zu verhandeln bereit seien. Ströbele: „Ich war kürzlich vor Ort. Selbst von den Taliban bedrohte Menschen haben mir gesagt, die Taliban müssten mit an den Verhandlungstisch.“ Deshalb müsse den Taliban, die mit beraten wollten, unbedingt Sicherheit und körperliche Unversehrtheit garantiert werden.

Mit einem sofortigen Truppenabzug könne der Westen ein Zeichen setzen, dass er es mit seinen Friedensbemühungen ernst meine, fügte Ströbele hinzu. „Die Konferenz auf dem Petersberg redet jetzt aber nicht über den Krieg, sondern nur über die Zeit nach 2014. Sie vergisst dabei, dass der Krieg gleichzeitig mit brutaler Härte weitergeführt wird“, kritisierte der Grünen-Politiker. (epd/dadp)

http://mobil.berliner-zeitung.de/cms/politik/proteste-gegen-afghanistan-krieg-ei-attacke-gegen-stroebele,10820332,11257820,view,asFitMl.html

Vor Konferenzbeginn in Bonn

Tausende protestieren vor Afghanistan-Konferenz

Demonstration vor der Beginn der Afghanistan-Konferenz in Bonn (Foto: AFP) Großansicht des Bildes Demonstration vor der Beginn der Afghanistan-Konferenz in Bonn Rund 4500 Menschen haben in Bonn gegen die am Montag beginnende Afghanistan-Konferenz demonstriert. Der Protestzug von Kriegsgegnern zog durch die Bonner Innenstadt. Aufgerufen zu den Protesten hatten das Netzwerk Friedensinitiative, die Linkspartei und Attac. Unter dem Motto „Sie reden von Frieden – sie führen Krieg – Truppen raus aus Afghanistan“ forderten die Demonstranten den sofortigen Abzug der stationierten Soldaten, einen Waffenstillstand und den Dialog mit allen Konfliktpartnern.

Bei der Abschlusskundgebung wurde der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele mit Eiern beworfen. Eine Gruppe der Demonstranten schleuderte Ströbele in Bonn die Worte entgegen, er habe „Blut an den Händen“. Seit Beginn der Afghanistan-Debatte hatte Ströbele immer gegen den Bundeswehreinsatz gestimmt. Sein Vorredner, Linksfraktionschef Gregor Gysi, war mit Applaus empfangen worden.

Rund 4000 Polizisten und Sicherheitskräfte waren bei der Demonstration im Einsatz. Nach Angaben der Polizei verliefen die Proteste bis auf den Zwischenfall bei der Abschlusskundgebung friedlich.

Bundeswehrverband nennt Konferenz ohne Pakistan sinnlos

Im ehemaligen Bundestag in Bonn findet ab Montag die Afghanistan-Konferenz statt. (Foto: dpa) Großansicht des Bildes Im ehemaligen Bundestag in Bonn findet ab Montag die Afghanistan-Konferenz statt. Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, warnte angesichts der Absage Pakistans vor einem Scheitern der internationalen Konferenz. „Wer heute Afghanistan sieht, der muss Pakistan, Indien und Iran, ja der muss den gesamten Raum sehen“, sagte Kirsch der „Mitteldeutschen Zeitung“. „Afghanistan und Pakistan – das ist ein Thema. Insofern macht es kaum Sinn, eine Konferenz durchzuführen, bei der das wichtigste Land, das außerdem noch die Atomwaffe hat, nicht dabei ist.“

Pakistan hatte seine Teilnahme aus Protest gegen einen NATO-Angriff auf pakistanische Militärposten abgesagt.

Drohnenkrieg in Afghanistan

Nato stationiert leise Killer im Bundeswehrgebiet

Von Matthias Gebauer

Drohne "Gray Eagle": Tödlich präzise

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General Atomics

Drohne „Gray Eagle“: Tödlich präzise

Sie sind unbemannt, leise und tödlich präzise: Erstmals stationiert die Nato im Gebiet der Bundeswehr in Afghanistan vier Kampfdrohnen vom Typ „Gray Eagle“. Von Masar-i-Scharif aus sollen sie mit Live-Bildern und „Hellfire“-Raketen bei der Jagd auf Taliban-Kämpfer eingesetzt werden.

Info

Berlin – Zur Unterstützung der meist von US-Spezialeinheiten geführten Jagd auf Taliban und andere Terrorgruppen im Einsatzgebiet der Bundeswehr können in Zukunft verstärkt bewaffnete Drohnen eingesetzt werden. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE werden ab Ende des Jahres vier unbemannte Drohnen vom Typ „Gray Eagle“ auf dem Flughafen des deutschen Camps in Masar-i-Scharif in Nordafghanistan stationiert. Sie sollen nach einer Testphase von einigen Monaten im Jahr 2012 die ersten Missionen fliegen.

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Grundsätzlich sind die unbemannten Drohnen, die mit vier Raketen vom Typ „Hellfire“ oder acht „Stingers“ bestückt werden können, in ganzAfghanistan einsetzbar. Mit rund 250 Kilometern pro Stunde können sie innerhalb von kurzer Zeit jeden Ort im Land am Hindukusch erreichen.

Aus dem Isaf-Hauptquartier war allerdings zu hören, dass die Drohnen vor allem bei den in den letzten Monaten verstärkten Operationen gegen Taliban-Kommandeure und andere Terror-Gruppen wie das Haqqani-Netzwerk im Einsatzgebiet der Bundeswehr verwendet werden sollen.

Die in Nordafghanistan eingesetzten US-Spezialkräfte haben ihre Jagd auf solche Ziele im laufenden Jahr immer mehr intensiviert. Fast jede Nacht gibt es solche Operationen. Dabei wurden in den vergangenen Monaten Dutzende mutmaßliche Taliban-Führer getötet und Hunderte festgenommen. Bei ihren Missionen werden die Special Forces fast immer durch Drohnen oder andere Aufklärungsflugzeuge unterstützt – sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Ausführungen der Operationen sind die „fliegenden Augen“ unerlässlich.

Die „Gray Eagle “ ist eine Weiterentwicklung der für ihre tödliche Präzision bekannten „Predator“-Drohne, mit der die US-Armee militärische Ziele in Häusern oder auch in fahrenden Autos angreift. Insgesamt 36 Stunden kann das unbemannte Flugzeug mit einer Spannweite von 17 Metern in der Luft bleiben. Durch die Flughöhe von bis zu 7600 Metern bleibt die knapp anderthalb Tonnen schwere Drohne am Boden fast immer unbemerkt. Meist hört man dort nur ein leichtes Surren des mit Kerosin angetriebenen Flugkörpers.

Die Hightech-Waffe ist in den letzten Jahren zu einem unersetzlichen Instrument der US-Armee geworden. Mit empfindlichen Sensoren und hochauflösenden Kameras, die Live-Bilder senden, kann sie die Spezialkräfte sowohl bei Operationen mit Luftbildern versorgen als auch direkt Raketen abfeuern. Per Joystick können Piloten am Boden jede Bewegung verfolgen, selbst in der Dunkelheit liefern Nachtsichtlinsen und Wärmesensoren gestochen scharfe Bilder aus dem Operationsgebiet.

Die Bundeswehr selbst hat mehrere Typen von unbemannten Drohnen, diese dienen allerdings nur der Überwachung und sind unbewaffnet. Die „Gray Eagle“, die nun im Camp Marmal in Masar-i-Scharif stationiert werden sollen, werden allerdings von der Kommandozentrale der Nato in Kabul geführt. Die Deutschen können über den Kommandostrang nach Kabul auch Drohnen für laufende Operationen anfordern. Dies ist vor allem bei Operationen im Raum Kunduz in der Vergangenheit mehrmals passiert. Die gezielte Jagd auf die Taliban überlässt die Bundeswehr im Norden jedoch den US-Kräften.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,801336,00.html

«Wenn die Isaf-Truppen weggehen, gibt es Bürgerkrieg»

Düstere Prognosen aus nun veröffentlichen Geheimdienstakten vor der Afghanistan-Konferenz

Ein Helikopter der Isaf kreist nach einem verübten Selbstmordattentat über Kabul. (Bild: Reuters)ZoomEin Helikopter der Isaf kreist nach einem verübten Selbstmordattentat über Kabul.(Bild: Reuters)

Die anstehende Afghanistan-Konferenz in Bonn steht unter keinem guten Stern. Nach der Absage Pakistans hat nun eine deutsche Zeitung Geheimdienstdokumente publik gemacht, nach denen die weitere Entwicklung im Land sehr pessimistisch beurteilt wird.

(sda/dpa) Die am kommenden Montag in Bonn beginnende Afghanistan-Konferenz wird nach Informationen der deutschen Tageszeitung «Bild» von massiven Spannungen und düsteren Prognosen überschattet. Wie das Blatt berichtet, geht dies aus vielen Militär- und Geheimdienstdokumenten hervor.

Demnach sieht Präsident Hamid Karzai die Konferenz nicht als Chance, sondern als Bedrohung. Bei der Bundeswehr und dem amerikanischem Militär werde die weitere Entwicklung in Afghanistan nach dem Truppenabzug negativ beurteilt, heisst es.

Merkel will mit gemässigten Taliban verhandeln

(Reuters) Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel will auch Teile der Taliban in die Friedensverhandlungen in Afghanistan einbeziehen. «Nicht jeder, der einmal für die Taliban gekämpft hat, steht für immer einer friedlichen Entwicklung im Wege; viele dieser Menschen können und sollen zu einer stabilen Zukunft Afghanistans beitragen», sagte die Regierungscherfin in einem Interview des Bonner «General-Anzeiger».

«Wir werden sicher nicht alle überzeugen können, aber es gibt innerhalb der Taliban verschiedene Strömungen, auch gemässigte, die zur Zusammenarbeit bereit sind», sagte sie weiter.

Die Taliban müssten jede Verbindung zu al-Kaida kappen und der Gewalt abschwören, sagte die Bundeskanzlerin. «Dieser Versöhnungsprozess bleibt nicht ohne Rückschläge, aber meine Hoffnung ist, dass die übergrosse Mehrheit der afghanischen Bevölkerung nach 30 Jahren Krieg und Bürgerkrieg der Gewalt müde ist», fügte sie hinzu.

«In seinen besonders misstrauischen Momenten glaubt Karsai, man wolle ihn in Bonn isolieren und von der Macht beseitigen», zitiert die Zeitung aus einem amerikanischen Dokument des Combined Joint Intelligence Operations Center – Afghanistan, einer Art Militärgeheimdienst.

Negative Einschätzungen

Weitere Dokumente würden belegen, wie pessimistisch die Bundeswehr die Zukunft Afghanistans nach Abzug der westlichen Kampftruppen sehe. «Nach dem Ende der Besatzung durch Isaf 2014, werden die Führer der Aufständischen», die sich nach Pakistan geflüchtet haben, «nach Afghanistan zurückkehren», heiße es in einem als geheim eingestuften Bundeswehr-Dokument. «Wenn die Isaf-Truppen das Land verlassen, wird es Bürgerkrieg geben», wird aus einem Bericht des amerikanischen Militärs über den Norden Afghanistans zitiert.

Dokumente des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) belegten ausserdem belegen, dass die Bundeswehr offenbar auch Kriminelle als Verbündete in Nordafghanistan akzeptierte, berichtet die Zeitung weiter. So sei bekanntgewesen, dass der nordafghanische Polizeichef Daud Daud, bis zu seiner Ermordung im Mai ein enger Partner der Bundeswehr, in den Drogenhandel verwickelt gewesen sei. Daud, so der BND, solle «seit einigen Jahren regelmäßig Drogengeschäfte getätigt haben.»

Pakistan rechnet angeblich mit Invasion

Aus einem streng geheimen Papier des amerikanischen Militärs in Afghanistan gehe hervor, dass die pakistanische Regierung mit einer Invasion der US-Truppen rechne. Das pakistanische Militär, so die Analysten des Combined Joint Intelligence Operations Center, habe «Defensivstellungen» in der Grenzregion zwischen Afghanistan und Pakistan errichtet, berichtet die Zeitung. «Dies ist eine Reaktion auf erwartete Angriffe von US- oder Koalitionstruppen», heiße es in dem geheimen Dokument. Das pakistanische Militär bereite sich auf einen «nach ihrem Eindruck unmittelbar bevorstehenden Einfall amerikanischer Truppen» vor.

Zwischen amerikanischen und pakistanischen Truppen war es am vergangenen Samstag zu einem schweren Zwischenfall im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet gekommen. Dabei beschossen amerikanische Kampfhubschrauber einen Grenzposten des pakistanischen Militärs und töteten 24 Soldaten. Die Regierung in Islamabad hatte daraufhin ihre Teilnahme an der Bonner Konferenz abgesagt.

Frauen bei NATO-Luftangriff getötet
29. November 2011 12:00

Internationale Schutztruppe ISAF äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall

Kabul – Bei einem NATO-Luftangriff in der südafghanischen Provinz Kandahar sind nach afghanischen Angaben mindestens drei Dorfbewohnerinnen getötet worden. Zwei Männer, ebenfalls Zivilisten, wurden verletzt, als ein Kampfhubschrauber ein Dorf im Distrikt Zhari unter Beschuss nahm, wie ein Sprecher des Provinzgouverneurs am Dienstag mitteilte. Die Internationale Schutztruppe ISAF äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall, der sich bereits am Montag ereignete.

Erst am vergangenen Mittwoch waren bei einem NATO-Luftangriff in der Provinz Kandahar sechs Kinder getötet worden. Der Kommandant der ISAF, US-General John Allen, hatte danach von einem „bedauerlichen Vorfall“ gesprochen und eine Untersuchung angekündigt.

Die afghanische Regierung teilte am Dienstag unterdessen mit, Präsident Hamid Karzai habe einen Brief von Allen erhalten, in dem dieser die zivilen Opfer bei NATO-Militäraktionen in den vergangenen Tagen bedauere. Zudem habe der General zugesichert, alles zu unternehmen, um derartige Zwischenfälle künftig zu vermeiden. Der aktuelle Angriff in Kandahar wird in der Erklärung nicht erwähnt.

Zivile Opfer sorgen immer wieder für Kritik der afghanischen Regierung an der NATO. Zwar hat die Zahl der bei Kämpfen getöteten Zivilisten in den vergangenen Jahren insgesamt zugenommen, für die meisten Opfer sind aber Aufständische wie die Taliban verantwortlich. (APA)

Wegen des tödlichen NATO-Angriffs auf zwei Militärposten fordert Pakistan, dass die USA einen Luftwaffenstützpunkt im Südwesten des Landes binnen zwei Wochen räumen. Während die Opfer mit allen Ehren beerdigt wurden, drückte die Regierung gegenüber Washington ihre “tiefe Wut” aus. Der Verteidigungsausschuss des Kabinetts beschloss nicht nur, dass die USA ihren Stützpunkt, von dem aus Drohnen starten, räumen sollten, sondern auch, dass alle Kooperationsprogramme mit den USA, der NATO und der ISAF überdacht werden sollten.

Am Samstag waren mehr als zwanzig pakistanische Soldaten bei einem Angriff von NATO-Kampfhubschraubern aus Afghanistan getötet worden. Die Internationale Schutztruppe untersucht den Vorfall.

Pakistan hatte daraufhin die Nachschubrouten für die ISAF-Truppen in Afghanistan blockiert, zahlreiche Lastwagen hängen seitdem dort fest. Pakistan ist ein wichtiges Transitland für die Versorgung der ISAF.

http://de.euronews.net/2011/11/27/nach-nato-angriff-pakistan-will-us-militaers-hinauswerfen/

NATO tötet mindestens 26 Grenzsoldaten

26. November 2011 14:08
  • Artikelbild: Pakistanische paramilitärische Truppen auf Patrouille in Peshawar nahe der Grenze zu Afghanistan. - Foto: Reuters/Parvez

    Pakistanische paramilitärische Truppen auf Patrouille in Peshawar nahe der Grenze zu Afghanistan.

  • Artikelbild: Die Grenze zu Afghanistan wurde nach dem Vorfall geschlossen, zahlreiche Lastwagen, unter anderem mit Nachschub für die Nato-Truppen, wurden aufgehalten. - Foto: Reuters/Shinwari

    Die Grenze zu Afghanistan wurde nach dem Vorfall geschlossen, zahlreiche Lastwagen, unter anderem mit Nachschub für die Nato-Truppen, wurden aufgehalten.

Hubschrauber-Angriff auf Armee-Checkpoint an der Grenze zu Afghanistan – Armee: „Grund- und wahlloser Angriff“

Kabul – Die NATO hat eine eingehende Untersuchung des mutmaßlichen ISAF-Angriffs auf eine Stellung des pakistanischen Militärs an der Grenze zu Afghanistan zugesagt. Der Vorfall habe sein „höchstes persönliches Interesse“, erklärte der US-General und ISAF-Chef John Allen am Samstag in einer kurzen Mitteilung. Er solle „gründlich“ untersucht werden. Den Hinterbliebenen der Opfer sprach Allen sein Mitgefühl aus.

Nach neuen Angaben der pakistanischen Seite kamen bei dem Beschuss in der Stammesregion Khyber im Nordwesten Pakistans mindestens 26 Soldaten ums Leben. Seit dem Beginn des internationalen Militäreinsatzes in Afghanistan vor rund zehn Jahren waren noch nie mehr Menschen bei vergleichbaren Vorfällen getötet worden. Pakistans Regierungschef Yousuf Raza Gilani verurteilte den Angriff laut einer Mitteilung des Außenministeriums „scharf“.

Die pakistanische Armee hatte nach dem Zwischenfall vom frühen Morgen von einem „grund- und wahllosen Angriff“ gesprochen. Die Regierung in Islamabad stoppte nach Angaben lokaler Behördenvertreter die Nachschublieferungen für die NATO nach Afghanistan. Die Stammesregionen im Nordwesten Pakistans gelten als Hochburg und Rückzugsraum militanter Islamisten. Die USA fliegen immer wieder Drohnenangriffe auf Aufständische in der Region. (APA/AFP)

http://derstandard.at/1319183877716/NATO-toetet-mindestens-26-Grenzsoldaten