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Afrika

UNO befürchtet Krieg zwischen Sudan und Südsudan
08. Dezember 2011 19:43

Deutschland fordert Debatte im Sicherheitsrat

New York – Die Vereinten Nationen schließen einen Krieg zwischen dem Sudan und dem seit einem halben Jahr unabhängigen Südsudan nicht mehr aus. Die Lage sei brisant, sagte Hervé Ladsous, Untergeneralsekretär für Friedensmissionen. Die Blauhelmsoldaten könnten ihren Auftrag zur Deeskalation kaum erfüllen, weil sich keine Seite an Abmachungen halten würde.

Im Sudan hatte bisher der arabische Norden den schwarzen, rohstoffreichen, aber kaum erschlossenen Süden dominiert. Im Juli erklärte sich der Südsudan für unabhängig, was international anerkannt wurde. Es bleiben aber viele Konflikte, von denen Abyei der größte ist. Die Region um die gleichnamige Stadt gilt als ölreich und ist zwischen beiden Staaten umstritten. In der Region stehen mehr als 2800 Blauhelmsoldaten.

Beide Seiten hätten sich nicht an den vor sechs Monaten vereinbarten Rückzug der jeweiligen Truppen gehalten, sagte Ladsous. Das Potenzial für eine weitere Eskalation sei sehr hoch. Die Botschafter der beiden Länder bezichtigen sich anschließend gegenseitig, Rebellenbewegungen im jeweils anderen Land zu unterstützen. In den vertraulichen Beratungen warnten mehrere Delegationen vor dem Risiko eines Kriegsausbruchs. Die Spannungen seien enorm.

Der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig forderte nach Angaben von Teilnehmern eine grundsätzliche Debatte über den Konflikt im Sicherheitsrat. Der Rat müsse das gesamte Bild in den Blick nehmen und dürfe sich nicht auf die Betrachtung lokaler Konfliktausbrüche beschränken. Eine solche grundsätzliche Diskussion könne dann auch zu einer neuen, umfassenden Resolution des Rates führen.

 

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5. Dezember 2011, 20:21, NZZ Online

«Neue Welle der Entwaldung»

Das Abholzen der Regenwälder gefährdet den Klimaschutz

Tropischer Regenwald, Mata Atlantica, Brasilien. (Bild: imago)ZoomTropischer Regenwald, Mata Atlantica, Brasilien. (Bild: imago)

Das Abholzen der Regenwälder in Südamerika und Afrika gefährdet nach Ansicht von Umweltschutzexperten den weltweiten Klimaschutz. So warnte die Organisation WWF am Montag in Durban vor der Zerstörung von riesigen Flächen brasilianischer Regenwälder.

(dpa) Die Stiftung «African Wildlife Foundation» hat auf dem 17. Uno-Klimagipfel in Durban berichtet, dass auch Afrika derzeit eine «neue Welle der Entwaldung» erlebe. Ein neues Waldschutzgesetz in Brasilien ermögliche die Vernichtung von 76,5 Millionen Hektar Wald, heisst es der WWF-Mitteilung. Die Fläche hätte die Grösse Deutschlands, Österreichs und Italiens zusammen.

«Ein Albtraum für die Artenvielfalt»

Brasilien stehe vor einem «neuen gewaltigen Kahlschlag, der das Weltklima mit bis zu 28 Milliarden Tonnen CO2 zusätzlich aufheizen würde», sagte WWF-Waldreferent Roberto Maldonado. Das entspräche etwa dem Treibhausgasausstoss von Deutschland in 30 Jahren. Das neue Gesetz sei «ein Albtraum für die Artenvielfalt» und habe enorme Folgen für das Weltklima.

Das Verschwinden von Wäldern und Feuchtgebieten in Afrika schwäche weiter das gesamte Ökosystem, betonte die Präsidentin der «African Wildlife Foundation», Helen Gichohi. Zwischen 1995 und 2005 seien in Afrika südlich der Sahelzone neun Prozent der Wälder vernichtet worden; das bedeute etwa 40’000 Quadratkilometer Wald pro Jahr.

Wachsende Verwüstung müsse aufgehalten werden

«Es ist wichtig, die Wälder Afrikas zu retten, sowohl um den Klimawandel zu bremsen als auch um die wachsende Verwüstung aufzuhalten», meinte der Chef des Zentrums für internationale Forstwissenschaft, Frances Seymour. Davon hänge die Lebensgrundlage von Millionen von Afrikanern ab.

5. Dezember 2011, 20:21, NZZ Online

«Neue Welle der Entwaldung»

Das Abholzen der Regenwälder gefährdet den Klimaschutz

Tropischer Regenwald, Mata Atlantica, Brasilien. (Bild: imago)ZoomTropischer Regenwald, Mata Atlantica, Brasilien. (Bild: imago)

Das Abholzen der Regenwälder in Südamerika und Afrika gefährdet nach Ansicht von Umweltschutzexperten den weltweiten Klimaschutz. So warnte die Organisation WWF am Montag in Durban vor der Zerstörung von riesigen Flächen brasilianischer Regenwälder.

(dpa) Die Stiftung «African Wildlife Foundation» hat auf dem 17. Uno-Klimagipfel in Durban berichtet, dass auch Afrika derzeit eine «neue Welle der Entwaldung» erlebe. Ein neues Waldschutzgesetz in Brasilien ermögliche die Vernichtung von 76,5 Millionen Hektar Wald, heisst es der WWF-Mitteilung. Die Fläche hätte die Grösse Deutschlands, Österreichs und Italiens zusammen.

«Ein Albtraum für die Artenvielfalt»

Brasilien stehe vor einem «neuen gewaltigen Kahlschlag, der das Weltklima mit bis zu 28 Milliarden Tonnen CO2 zusätzlich aufheizen würde», sagte WWF-Waldreferent Roberto Maldonado. Das entspräche etwa dem Treibhausgasausstoss von Deutschland in 30 Jahren. Das neue Gesetz sei «ein Albtraum für die Artenvielfalt» und habe enorme Folgen für das Weltklima.

Das Verschwinden von Wäldern und Feuchtgebieten in Afrika schwäche weiter das gesamte Ökosystem, betonte die Präsidentin der «African Wildlife Foundation», Helen Gichohi. Zwischen 1995 und 2005 seien in Afrika südlich der Sahelzone neun Prozent der Wälder vernichtet worden; das bedeute etwa 40’000 Quadratkilometer Wald pro Jahr.

Wachsende Verwüstung müsse aufgehalten werden

«Es ist wichtig, die Wälder Afrikas zu retten, sowohl um den Klimawandel zu bremsen als auch um die wachsende Verwüstung aufzuhalten», meinte der Chef des Zentrums für internationale Forstwissenschaft, Frances Seymour. Davon hänge die Lebensgrundlage von Millionen von Afrikanern ab.

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/durban_1.13527082.html

 

Greenpeace Director Kumi Naidoo, from Anti-Apartheid Activist to Leading Voice for Climate Justice

The U.N. Climate Change Conference in Durban marks a homecoming for Greenpeace International Executive Director Kumi Naidoo. At the age of 14, Naidoo joined the anti-apartheid movement and was soon forced to go underground after he was arrested for violating the apartheid government’s state of emergency regulations. After nearly a year underground, he moved out of South Africa, not to return until after the release from prison of Nelson Mandela in 1990. We speak to Naidoo about the climate summit and the link between his anti-apartheid activism in the 1980s and his environmental work today. „The problem is, the level of ambition and the level of urgency being exhibited in these talks do not match what the science is telling us to do,“ says Naidoo. „We are seeing in Africa—in the Horn of Africa with the drought, the conflict in Darfur, the devastation that African women farmers are facing all over our continent—that climate change impacts are taking lives right now. So in that context, we feel that there has to be a much greater sense of urgency to move the agenda forward.“ [includes rush transcript]

http://www.democracynow.org/2011/12/5/greenpeace_head_kumi_naidoo_from_anti

For more on the impact of climate change on the African continent and an update on the U.N. Climate Change Conference COP17 talks, we’re joined in Durban by John Vidal, environment editor for The Guardian. Vidal has just returned from a journey between Africa’s two most industrialized countries, Egypt and South Africa. His route included one of Africa’s poorest nations, Malawi; its newest, Southern Sudan; and its hungriest, Ethiopia. He visited some of the continent’s most remote tribes in Uganda and Kenya, and coastal areas here in South Africa. For all of these countries, the stakes of what comes out of COP17 are high. „It was a terrifying journey of reality,“ says Vidal. „Very little science has been done… But there’s absolutely no doubt about the consequences, which are going to be very much much hotter temperatures, making it almost impossible to live in many areas, huge effects on the poor people.“ [includes rush transcript]

http://www.democracynow.org/2011/12/5/the_road_to_durban_tracking_global

Aufgrund dieser Videoaufnahme ist es möglich, die Fälschung des Zitats durch die Neue Züricher Zeitung, eine der wesentlichen Stimme der internationalen Finanzaristokratie nachzuweisen.

Er sei unter französischem Bombardement festgenommen worden, beschwerte sich der  frühere Präsident der Elfenbeinküste, Laurent
Gbagbo. Es war sein erster Auftritt vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) nach seiner Festnahme vor knapp acht Monaten – der erste eines ehemaligen Staatschefs überhaupt.
http://de.euronews.net/2011/12/05/vor-strafrichtern—gbagbo-schimpft-auf-franzosen-/

interessant, dass etwa die Neue Züricher Zeitung, Gagbo falsch zitiert:“Ausserdem beklagte sich Gbagbo über seine Festnahme durch von französischen Soldaten unterstütze Kämpfer Ouattaras.“  Er hat nämlich nicht von einer Festnahme duch die Kämpfer Ouattaras gesprochen mit Hilfe der französischen Armee, sondern gemau umgekehrt, dass die Franzosen seinen Regieungssitz erobert und ihn verhaftet haben und ihn erst dann an die Kämpfer Ouattaras übergeben haben: Hier kann jeder sehen, wie Journalismus fälschen kann, um dieses imperiale Gehabe Frankreichs gegenüber seiner ehemaligen Kolonie zu vertuschen. Bis heute stehen noch französische Truppen in dem Land und beherrscht Frankreich immer noch die Wirtschaft der Elfenbeinküste, des . größten Kakauproduzenten der Welt.

„Der Ex-Präsiden  sagte, er wolle die Beweise gegen ihn sehen und sich gegen diese zur Wehr setzen. Ausserdem beklagte sich Gbagbo über seine Festnahme durch von französischen Soldaten unterstütze Kämpfer Ouattaras im April. Sein Sohn sei geschlagen und sein Innenminister getötet worden, sagte er. «Ich war der Präsident der Republik und der Amtssitz des Präsidenten der Republik wurde beschossen», sagte er.“

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/gbagbo_1.13526170.html

Gbagbo à la CPI : „J’ai été arrêté sous les bombes françaises“ (05/12/2011 23:41)

LA HAYE (AFP)

L’ancien président ivoirien Laurent Gbagbo, soupçonné de crimes contre l’humanité, a accusé l’armée française d’avoir orchestré son arrestation lors de sa première comparution lundi devant la Cour pénale internationale.
„J’ai été arrêté le 11 avril 2011 sous les bombes françaises“, a dit M. Gbagbo, 66 ans, premier ex-chef d’Etat remis à la Cour, soupçonné de crimes commis à la suite de l’élection présidentielle de novembre 2010.
„C’est l’armée française qui a fait le travail“, a-t-il assuré, relatant pour la première fois son arrestation, lors de sa première comparution devant la CPI, entrée en fonction à La Haye en 2002.
Laurent Gbagbo est soupçonné d’être „coauteur indirect“ de crimes contre l’humanité lors des violences post-électorales de 2010-2011, à savoir meurtre, viol, actes inhumains et persécution commis par ses forces entre le 16 décembre 2010 et le 12 avril 2011.
Son refus de céder le pouvoir à son rival et actuel président Alassane Ouattara à la suite de la présidentielle de novembre 2010 avait plongé le pays dans une crise meurtrière qui avait fait 3.000 morts.
Interrogé par la présidente Silvia Fernandez de Gurmendi sur ses conditions de détention, l’ancien président ivoirien a assuré que celles-ci étaient „correctes“, mais, a-t-il ajouté, „ce sont les conditions de mon arrestation qui le sont moins“.
„Une cinquantaine de chars français encerclaient la résidence (présidentielle, ndlr) pendant que les hélicoptères la bombardaient“, a assuré M. Gbagbo, vêtu d’un costume sombre, d’une chemise blanche et portant une cravate bleue marine.
„J’ai vu devant moi mourir mon ministre de l’Intérieur“, a-t-il poursuivi : „mon fils aîné est encore détenu en Côte d’Ivoire, je sais pas pourquoi on l’a arrêté, peut-être parce qu’il est mon fils, je l’ai vu battu“.
Lors de l’audience, qui a duré moins d’une trentaine de minutes, les juges ont vérifié l’identité du suspect et se sont assurés qu?il avait été informé clairement des charges portées contre lui et des droits que lui reconnaît le Statut de Rome, traité fondateur de la Cour.
Laurent Gbagbo, détenu jusque-là en Côte d’Ivoire, avait été écroué mercredi dernier au centre de détention de la CPI, qui siège à La Haye.
„Je suis venu sans rien, sauf avec ma chemise et mon pantalon, sans rien du tout“, a raconté l’ex-chef d’Etat, assurant ne pas avoir été prévenu de son transfert aux Pays-Bas.
Le procureur sortant de la CPI Luis Moreno-Ocampo a assuré, dans un entretien téléphonique à l’AFP à l’issue de l’audience, que le transfert de M. Gbagbo était „la responsabilité du gouvernement ivoirien“.
Sur ses conditions de détention en Côte d’Ivoire, l’ancien président a dit : „je ne savais ce qu’il se passait dans le ciel que quand il pleuvait sur le toit.“
„Maître Altit (son avocat, ndlr) est venu jusqu’à Korhogo pour me voir et on l’a empêché de me rencontrer. Ca a été tout le temps comme ça : une bataille entre mes avocats et mes geôliers“, a-t-il soutenu.
„Si on m’accuse, c’est qu’il y a des éléments de preuve“, a en outre déclaré M. Gbagbo, qui était sous le coup d’un mandat sous scellés émis le 23 novembre et rendu public le 30 novembre : „je veux voir ces éléments de preuve et les confronter à ma vérité à moi“.
L’audience de confirmation des charges aura lieu le 18 juin 2012, a anné la présidente.
A l’issue de celle-ci, les juges devront déterminer si les preuves rassemblées par l’accusation sont suffisamment solides pour la tenue d’un procès.
„Nous sommes d’accord sur le fait que des crimes ont été commis de tous les côtés (et donc également par le camp Ouattara, ndlr) et doivent donc être poursuivis“, a précisé le procureur, qui avait été autorisé début octobre à enquêter en Côte d’Ivoire : „nous avons également dit que nous enquêtons sur plus de dossiers“.

http://www.dhnet.be/breaking_news.phtml?id=352037&source=afp&status=3

Amnesty urges African nations to arrest George Bush

  • Former US president George W. Bush speaks at a summit in Washington in September 2011. Bush received a warm welcome in Tanzania Thursday on the first stop on an African philanthropic tour, despite a rights group's call for the former US president's arrest on torture charges. (AFP Photo/Brendan Hoffman)Former US president George W. Bush speaks at a summit in Washington in September …

Amnesty International on Thursday urged Ethiopia, Tanzania and Zambia to arrest former US president George W. Bush for violating international torture laws, during his African tour this week.

Bush is touring the countries through to Monday to promote efforts to fight cervical and breast cancers, and Amnesty said the three nations have an obligation to arrest him under international law.

„All countries to which George W. Bush travels have an obligation to bring him to justice for his role in torture,“ said Amnesty’s senior legal adviser Matt Pollard.

„International law requires that there be no safe haven for those responsible for torture; Ethiopia, Tanzania and Zambia must seize this opportunity to fulfil their obligations and end the impunity George W. Bush has so far enjoyed.“

„Amnesty International recognizes the value of raising awareness about cervical and breast cancer in Africa, the stated aim of the visit, but this cannot lessen the damage to the fight against torture caused by allowing someone who has admitted to authorising water-boarding to travel without facing the consequences prescribed by law,“ the group said in a statement.

Amnesty made a similar appeal to Canada in October when Bush visited British Columbia for an economic summit.

The group claimed Bush authorised the use of „enhanced interrogation techniques“ and „waterboarding“ on detainees held in secret by the Central Intelligence Agency between 2002 and 2009.

Amnesty’s case relies on the public record, US documents obtained through access to information requests, Bush’s own memoir and a Red Cross report critical of the US’s war on terror policies.

Amnesty cites several instances of alleged torture of detainees at the Guantanamo Bay, Cuba, naval facility, in Afghanistan and in Iraq, by the US military.

The cases include that of Zayn al Abidin Muhammed Husayn (known as Abu Zubaydah) and 9/11 mastermind Khalid Sheikh Mohammed, both arrested in Pakistan. The two men were waterboarded a total of 266 times from 2002 to 2003, according to the CIA inspector general, cited by Amnesty.

http://news.yahoo.com/amnesty-urges-african-nations-arrest-george-bush-161628253.html

Mit dem Völkermord in Ruanda 1994, dem rund eine Million Menschen zum Opfer fiel, befasst sich der Film “Kinyarwanda” von Alrick Brown. Vor dem Hintergrund der Massaker an der Tutsi Minderheit, verwebt der Film mehrere Einzelschiksale und konzentriert sich dabei auf das persönliche Erleben der Gewalt. Der episodenartig zusammengesetzte Film erzählt von den Gräueltaten, aber auch von Mut, Hoffnung und Liebe.

 

http://de.euronews.net/2011/12/01/kinyarwanda-erzaehlt-von-mut-hoffnung-und-liebe-in-ruanda/