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Indien

Minister und prominente Abgeordnete aus Indien fordern ein UNO-Parlament

Indische Regierung sollte Vorschlag unterstützen, sagt ehemaliger Außenminister

Rund vierzig Abgeordnete beider Parlamentskammern von Indien, der Lok Sabha und Rajya Sabha, unterstützen parteiübergreifend einen Aufruf an die UNO und die Regierungen ihrer Mitgliedsstaaten, „eine Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen einzurichten“. In dem Aufruf wird gefordert, “demokratische

Minister Vilasrao Deshmukh
Wikipedia

Mitwirkung und Repräsentation schrittweise auch auf der globalen Ebene umzusetzen”.

Zu den indischen Parlamentariern, die den Vorschlag unterstützt haben, zählen insbesondere der gegenwärtige MinisterVilasrao Deshmukh, die StaatssekretäreSaugata Roy und Dinsha Patel sowie die ehemaligen Regierungsmitglieder Mani Shankar AiyarSaifuddin Soz und Shashi Tharoor. Letzterer war im Kabinett von Manmohan Singh von 2009 bis 2010 Außenminister.

Deshmukh, Minister für Wissenschaft und Technologie, kommentierte: “Ja, ich unterstütze die Einrichtung einer Parlamentarischen Versammlung bei der UNO und es wäre gut, wenn der Vorschlag von den Vereinten Nationen ernsthaft in Erwägung gezogen würde.”

“Selbstverständlich müssen viele Einzelheiten untersucht werden. Trotzdem könnte die Regierung Indiens bei der UNO-Generalversammlung zum

Sashi Tharoor
Wikimedia, by WEF

Ausdruck bringen, dass sie den Vorschlag einer Parlamentarischen Versammlung bei der UNO im Prinzip gutheißt”, sagte Tharoor bei einem Treffen mit Vertretern der Kampagne für ein Parlament bei der UNO in Delhi am Donnerstag, den 8. Dezember.

Erfahrung Indiens ist lehrreich

Shyam Benegal, preisgekrönter Filmregisseur und Drehbuchautor sowie Mitglied der Rajya Sabha, erkärte vor kurzem seine Unterstützung eines UNO-Parlaments. “Als Indien in die Unabhängigkeit ging, haben skeptische Beobachter gesagt, dass ein im Hinblick auf Religion, Sprache und Kultur so überaus vielfältiges Land keine repräsentative Demokratie aufrechterhalten kann.

Regisseur Shyam Benegal
Wikimedia, by S.K. Bordoloi

Doch trotz dieser Zweifel ist Indien genau das gelungen. Heute werden oft ähnliche Zweifel geäußert, wenn es um globale Demokratie geht. Auf der Basis unserer Erfahrung glaube ich, dass Hürden überwunden werden können und dass erste kleine Schritte zur Verwirklichung von Demokratie auf der globalen Ebene jetzt möglich und notwendig sind”, so Benegal.

Das ehemalige Regierungsmitglied Mani Shankar Aiyar fügte hinzu: “Bei der Unabhängigkeit hat Jawaharlal Nehru gesagt ‚Wir betrachten die Welt mit klaren und freundlichen Augen‘. Ein Beweis dafür wäre es, wenn Indien ein Weltparlament unterstützen würde.”

Unter den Unterstützern des Aufrufs für ein Parlament bei den Vereinten Nationen aus Indien ist auch die Vizepräsidentin der Partei BJP, Najma Heptullah, die der Rajya Sabha vier Legislaturperioden lang angehörte und von 1999 bis 2002 Präsidentin der Inter-Parlamentarischen Union war, der weltweiten Dachorganisation nationaler Parlamente. Ebenfalls finden sich Persönlichkeiten wie Professor M.S. Swaminathan, den das Time-Magazin als “einen der einflussreichsten Menschen Asiens im 20. Jahrhundert” einstufte oderEla Bhatt, die weltbekannte Frauen- und Arbeiteraktivistin, die der von Nelson Mandela mit initiierten Gruppe The Elders angehört.

Indische Abgeordnete, die die Kampagne unterstützen

http://de.unpacampaign.org/news/601.php

Indian government enters row over Dow Chemical’s Olympic sponsorship

• Ministers ask IOA to take up matter with London organisers
• Concerns over chemical company’s links to Bhopal disaster

Olympic stadium wrap

Dow Chemical is paying £7m for a wrap which will cover the Olympic Stadium during the Games. Photograph: Dow Chemical/AP

The Indian government has asked its Olympic association to raise the issue of the London Games‘ sponsorship deal with Dow Chemical, the latest sign of pressure on organisers to reconsider involvement of a company linked to the Bhopal gas disaster.

„We have written a letter to the IOA [Indian Olympic Association], asking them to take up the matter with the organisers of the London Olympics,“ a spokesman for the sports ministry said.

Many Bhopal victims and activists hold Dow responsible for failing to give enough compensation to victims of the 1984 gas leak which killed thousands and injured hundreds of thousands more. The pesticide plant was owned by Union Carbide, which settled its liabilities with the Indian government in 1989 by paying $470m (£300.3m) for Bhopal victims.

Dow bought Union Carbide a decade after the company had settled with the Indian government and now finds itself in the firing line for its sponsorship of a temporary decorative wrap around the 2012 stadium.

The sponsorship has caused anger across India, but nowhere more so than the central state of Madhya Pradesh, where the chief minister, Shivraj Singh Chauhan, is urging the Indian government to boycott the Olympics. Bhopal is the provincial capital.

Chauhan says that instead of sponsoring the Games, the company should spend that money on Bhopal survivors. The Indian government last year demanded more than $1.7bn (£1.1bn) additional compensation for the victims of the gas leak.

Activists say 25,000 people died in the immediate aftermath of the accident and in ensuing years, and about 100,000 people who were exposed to the gas continue to suffer today from ailments that range from cancer and blindness to birth defects.

Every year, victims and their families stage demonstrations and Chauhan led protests last week with a letter to the sports minister, Ajay Maken, requesting him to boycott the Games.

„There is no question of boycotting the Games of course,“ the spokesman added.