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Klimaopfer

Greenpeace Director Kumi Naidoo, from Anti-Apartheid Activist to Leading Voice for Climate Justice

The U.N. Climate Change Conference in Durban marks a homecoming for Greenpeace International Executive Director Kumi Naidoo. At the age of 14, Naidoo joined the anti-apartheid movement and was soon forced to go underground after he was arrested for violating the apartheid government’s state of emergency regulations. After nearly a year underground, he moved out of South Africa, not to return until after the release from prison of Nelson Mandela in 1990. We speak to Naidoo about the climate summit and the link between his anti-apartheid activism in the 1980s and his environmental work today. „The problem is, the level of ambition and the level of urgency being exhibited in these talks do not match what the science is telling us to do,“ says Naidoo. „We are seeing in Africa—in the Horn of Africa with the drought, the conflict in Darfur, the devastation that African women farmers are facing all over our continent—that climate change impacts are taking lives right now. So in that context, we feel that there has to be a much greater sense of urgency to move the agenda forward.“ [includes rush transcript]

http://www.democracynow.org/2011/12/5/greenpeace_head_kumi_naidoo_from_anti

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For more on the impact of climate change on the African continent and an update on the U.N. Climate Change Conference COP17 talks, we’re joined in Durban by John Vidal, environment editor for The Guardian. Vidal has just returned from a journey between Africa’s two most industrialized countries, Egypt and South Africa. His route included one of Africa’s poorest nations, Malawi; its newest, Southern Sudan; and its hungriest, Ethiopia. He visited some of the continent’s most remote tribes in Uganda and Kenya, and coastal areas here in South Africa. For all of these countries, the stakes of what comes out of COP17 are high. „It was a terrifying journey of reality,“ says Vidal. „Very little science has been done… But there’s absolutely no doubt about the consequences, which are going to be very much much hotter temperatures, making it almost impossible to live in many areas, huge effects on the poor people.“ [includes rush transcript]

http://www.democracynow.org/2011/12/5/the_road_to_durban_tracking_global

http://www.democracynow.org/

Klimakonferenz in Durban

Merkel glaubt nicht mehr an Durchbruch

"Löst die Klima-Krise!": Umwelt-Aktivisten demonstrieren bei der Uno-Konferenz in Durban

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AFP

„Löst die Klima-Krise!“: Umwelt-Aktivisten demonstrieren bei der Uno-Konferenz in Durban

Das Kyoto-Protokoll läuft 2012 ab, ein neues Klimaschutzabkommen muss her. Doch eine Woche nach Beginn des Uno-Gipfels in Durban herrscht Pessimismus: Europa könne die Erderwärmung nicht allein aufhalten, sagt Angela Merkel – und ein weltweiter Konsens ist derzeit unwahrscheinlich.

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Durban/Berlin – Seit Montag beraten Politiker und Experten aus aller Welt darüber, welche Richtlinien gelten sollen, wenn die Klimaschutzvereinbarungen von Kyoto Ende 2012 auslaufen. Und die Skepsis gegenüber dem 17. UN-Klimagipfel in Durban wächst. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dämpfte am Samstag erneut die Erwartungen an die Konferenz, zu der etwa 20.000 Delegierte, Experten und Gäste aus 191 Ländern gekommen sind.

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„Wir wissen, dass die Schwellenländer zurzeit nicht bereit sind, bindende Reduktionsverpflichtungen im Bereich der CO2-Emission einzugehen“, sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft im Internet. Europa werde weiter bindende Verpflichtungen haben, könne aber das Klimaproblem der Welt nicht alleine lösen. Deshalb gehe es jetzt in Durban vor allem darum, „den Ländern, die am stärksten betroffen sind, die mehr für Klimaschutz machen müssen, eine schnelle Finanzierung bestimmter Projekte zu ermöglichen“.

Die Umweltorganisation Greenpeace kritisierte Merkel scharf und warf ihr vor, sich nicht entschieden genug für eine härtere Gangart Europas bei den Konferenzverhandlungen einzusetzen. Die Kanzlerin müsse sich „gegen die kurzsichtigen Interessen“ der Öl-, Auto- und Kohleindustrie stellen, forderte Greenpeace-Klimaexperte Martin Kaiser in Durban. Merkel dürfe sich nicht hinter der Verweigerungshaltung der USA verstecken.

„Es ist falsch, dass Deutschland vor dem Start der eigentlichen Verhandlungen schon die Arena räumen will“, kritisierte auch die WWF-Klimaexpertin Regine Guenther. Es helfe niemandem, die möglichen Fortschritte von vornherein niederzureden. „Mit dieser Haltung wird man die festgefahrenen Verhandlungen kaum wieder flottbekommen.“

Klimapolitik in Trümmern

Auch die meisten anderen Umweltverbände zogen zur Halbzeit der UN-Konferenz eine skeptische Bilanz. „Wesentliche Elemente der internationale Klimapolitik drohen hier zertrümmert zu werden“, warnte Germanwatch-Chef Christoph Bais. Wenn sich das Blatt nicht noch wende, werde es kein Mandat für ein neues, international rechtlich verbindliches Klimaabkommen geben. Zudem könne auch das Ziel, die Erderwärmung bis 2100 auf zwei Grad zu begrenzen, kaum noch erreicht werden. Der europäischen Ratspräsidentschaft (Polen) scheine der Wille zu fehlen, den Klimaschutz entscheidend voranzubringen. Dabei wäre das auch eine Antwort auf die Wirtschaftskrise weltweit.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht keine substantiellen Fortschritte in Durban. Die vorliegenden Vorschläge sähen keine konkreten Zahlen zur Minderung der CO2-Emissionen in den Industriestaaten vor. Deutschland und die EU müssten sich für die Fortführung des Kyoto-Abkommens nach 2012 einsetzen, forderte der Verband.

Die Wirtschaftskrise und halbherzige politische Entscheidungen erschweren nach Ansicht des Karlsruher Klimaforschers Hans Schipper den Fortschritt im Klimaschutz. „Im Mittelpunkt der Debatte steht zurzeit der Satz ‚Die Wirtschaft darf nicht leiden'“. Da ist es schwer, die Bevölkerung für den Klimaschutz zu begeistern“, sagte Schipper vom Süddeutschen Klimabüro am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Deshalb hofft er auf ein klares Signal der Europäer in Durban für den Klimaschutz. Schipper warnte aber davor, die Menschen mit Horror-Szenarien von der Notwendigkeit des Klimaschutzes überzeugen zu wollen.

„Alte Taktiken und Schachzüge“

Der Präsident des Umweltbundesamts, Jochen Flasbarth, kritisierte den Verhandlungsstil der Europäer auf Klimakonferenzen. Länder wie China würden die Europäer mit ihren „alten Taktiken und Schachzügen“ nicht mehr ernst nehmen, sagte Flasbarth der „Welt“. Für Europäer seien Verhandlungen nur erfolgreich, wenn sie mit einer Unterzeichnung endeten, meinte er. „Die Chinesen denken da ganz anders.“

Aber auch bei den Verhandlungen mit den USA müssten die Europäer weniger auf die moralischen Aspekte als vielmehr auf den wirtschaftlichen Nutzen des Kampfes gegen die Klimaerwärmung setzen. „Moralische Appelle beeindrucken die Amerikaner wenig.“

Dass in den kommenden Tagen ein neues Klimaschutzprogramm ausgehandelt werden könnte, daran glauben inzwischen offenbar nur noch die wenigsten. Trotz der Kritik von allen Seiten gab sich Christiana Figueres, die Chefin des UN-Klimasekretariats, am Samstag zuversichtlich. Die Verhandlungen konzentrierten sich derzeit auf die Gestaltung der Verpflichtungen nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls, so Figueres. Es gehe in dieser Woche nicht um das Ob sondern um das Wie.

Bundeskanzlerin Merkel ist da anderer Meinung: Bei der wichtigen Frage der Verlängerung des Kyoto-Protokolls seien leider keine Fortschritte zu erwarten, sagte sie in ihrer Videobotschaft. Vorankommen könne man in Durban aber bei der Finanzierung bestimmter Umweltschutzprojekte. „Es geht darum, dass das Waldmanagement auf der Welt verbessert wird“, sagte sie. Denn Wälder seien wichtige Speicher für Kohlendioxid.

Die Konferenz tagt seit Montag in Durban und endet am 9. Dezember.

jus/dpa/dapd/AFP/Reuters

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,801532,00.html

Climate deal pushed by poorest nations

Some of the LDCs are at risk of inundation if sea levels rise as forecast

The world’s poorest countries have asked that talks on a new climate deal covering all nations begin immediately.

At the UN climate summit, the Least Developed Countries bloc and small island states tabled papers saying the deal should be finalised within a year.

Many of them are vulnerable to climate impacts such as drought or inundation.

The move puts the blocs on a collision course not only with many rich nations, but also with developing world partners such as China, India and Brazil.

These three developing world giants believe talks on a new mandate should not begin now because developed nations have yet to fulfil existing commitments.

But their smaller peers believe there is no time to lose.

„We put forward our mandate for a new legal agreement today to get things moving quickly in an effort to respond to the urgency of our challenge,“ said Selwin Hart, lead negotiator for Barbados, speaking for the Alliance of Small Island States (Aosis).

„We can no longer afford to wait. We need to conclude the new deal in the next 12 months.“
Water woes

India and The Maldives have a common agenda on many things – but maybe not on climate

The 48-country Least Developed Countries bloc (LDCs) includes drought-prone states such as Ethiopia and Mali, those with long flat coastal zones such as Bangladesh and Tanzania, and Himalayan mountain states including Bhutan and Nepal for whom melting glaciers pose serious dangers.

The 39-strong Aosis includes a plethora of Pacific and Caribbean islands, some of which are very low-lying and vulnerable to sea level rise.

The draft mandate that the LDCs launched into the current UN summit in Durban, South Africa, says that talks „shall begin immediately after 1 January 2012 and shall conclude… by COP18 (next year’s summit)“.

„All Parties must take urgent action to reduce global greenhouse gas emissions and set a long term goal so as to hold the increase in global average temperature below 1.5C above pre-industrial levels and stabilise greenhouse gas concentrations in the atmosphere below 350 parts per million of carbon dioxide equivalent (350ppm CO2e),“ it continues.
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Climate change glossary
Select a term to learn more:
Adaptation
Adaptation
Action that helps cope with the effects of climate change – for example construction of barriers to protect against rising sea levels, or conversion to crops capable of surviving high temperatures and drought.
Glossary in full

The 1.5C goal is tougher than the 2C goal originally tabled by the European Union and subsequently adopted at last year’s UN conference in Mexico.

But 1.5C is supported by more than half of the world’s governments, including members of the LDCs and Aosis.

However, stabilising at 350ppm CO2e is a very demanding target, given that the current concentration is more than 450ppm.

The LDC draft mandate continues: „The negotiations shall also be guided by the fact that in order to achieve the long term goal, global emissions should peak by no later than 2015 and will need to be reduced by at least 85% below 1990 levels by 2050.“

Measures stemming from the new mandate should „operate alongside“ emission cuts made under the Kyoto Protocol.

The Aosis draft is much shorter but makes the same essential point – that negotiators should „develop and finalise a Protocol or other legally binding and ratifiable instrument(s) under the Convention to be presented for adoption by the COP at its 18th session“.
Degrees of separation

Brazil and India have argued that no new process should begin before 2015; and China is also known to be resistant.
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Durban climate conference
Summit will attempt to agree the road map for a future global deal on reducing carbon emissions
Developing countries are insisting rich nations pledge further emission cuts under the Kyoto Protocol
Delegates also aim to finalise some deals struck at last year’s summit
These include speeding up the roll-out of clean technology to developing nations…
… and a system for managing the Green Climate Fund, scheduled to gather and distribute billions of dollars per year to developing countries
Progress may also be made on funding forest protection

Along with Canada, the US, Japan and Russia, they have also argued that the current pledges on curbing emissions, which most countries tabled around the time of the Copenhagen summit two years ago and which run until 2020, should not be adjusted before that date.

But the UNFCCC is obliged to review those pledges in 2015; and the LDCs believe the 1.5C target will be very difficult if not impossible to achieve without strengthening the existing pledges.

In the past, the developing world has resisted endorsing a global target for emissions in 2050, as it implies that developing countries will have to accept binding cuts.

The LDCs and Aosis are used to finding themselves in the opposite corner to the US and other developed nations.

But going up against the might of fellow developing countries is a relatively new experience, and has been taken only because they did not see their interests as compatible with the waiting strategy of India, Brazil and China.

„Delaying a new agreement or deeper targets until 2020, as some of the big emitters have proposed, is not an option,“ Mr Hart told BBC News.

„It is quite frankly a dereliction of our collective responsibility to present and future generations.“

The proposals are likely to gain support from the EU and some Latin American nations.

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http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-15992519

Wo steht Deutschland in Durban?

von 1. Dezember 2011 9:12 Uhr

Deutschland hat Krise. Das mag ja sein, sagt Martin Kaiser von Greenpeace, aber es ist keine Entschuldigung für Stillstand auf anderen Feldern:

“Wir erwarten, dass die Klimakrise ähnlich ernst genommen wird, denn es geht hier tatsächlich um das Überleben von Menschen weltweit.”

Durban ist Durban und Deutschland ist nicht richtig da. Still und leise agiert die deutsche Delegation, aber still und leise verhält sich auch die Regierung, sagt Kaiser weiter:

“Deutschland ist hier nach Durban gekommen, ohne die Hausaufgaben gemacht zu haben und es ist klar, dass sich die Bundeskanzlerin nicht erneut mit den ernergieintensiven Industrien in Deutschland verkämpfen möchte.”

Kanada will mittendrin aus dem laufenden Vertrag namens Kyoto-Protokoll aussteigen, Japan kein zweites Mal mitmachen, die USA wollen den geregelten Klimaschutz unter dem UN-Dach komplett knacken. Und niemand hält dagegen. Christoph Bals, langjähriger Analyst der Klimakonferenzen, macht die Dramatik der Lage deutlich. In Durban stehe alles auf dem Spiel.

Vor allem wenn die Konferenz scheitert, dann wird sie ein Markstein, denn dann wird der Versuch, rechtlich verbindlichen Klimaschutz weltweit zu organisieren, hier begraben werden.

Jeder hat drei Wurf – das wäre dann der dritte gewesen. Bundesumweltminister Röttgen ist sich schheit dessen bewusst. Er setzt auf eine Koalition der Willigen, auf ein Bündnis mit den aufstrebenden Schwellenländern. Aber das muss einer einfädeln, sagt Greenpeace-Mann Kaiser:

“Was wir hören, ist, dass Deutschland die Führungsrolle innerhalb der EU aber auch bei den Verhandlungen abgegeben hat. Deutschland ist nicht mehr die Lokomotive des Klimaschutzes.”

Und statt Signale zu setzen, dämpfe Röttgen nur die Erwartungen. Zu wenig. Sein einziger Vorschlag zum Auftakt der Konferenz, in der Presse lanciert: Man solle doch mal darüber reden, ob nicht ein ganz anderer Ansatz verfolgt werden müsse: Klimagerechtigkeit – allen Menschen das gleiche Recht zuzuteilen, die Atmosphäre zu belasten. Klingt gut, sagen die Beobachter in Durban, ist es aber nicht.

“Der Bundesumweltminister wollte hier Nebel streuen mit dem Vorschlag, Klimagerechtigkeit in die Verhandlung zu bringen. Denn im Vorfeld hat seine Delegation immer gesagt, dass dieses Konzept keinen Eingang in die Verhandlungen finden wird, begründet Kaiser.”

Und Bals meint dazu: “Es wäre etwas ganz anderes gewesen, wenn es vorher bilaterale Gespräche zum Beispiel mit Indien gegeben hätte. Und man würde hier strategisch einen gemeinsamen Vorstoß in diese Richtung vorbereiten. Wir haben uns aber genau informiert: Das ist nicht der Fall. Insofern ist das einfach nur etwas für die Öffentlichkeit, was so dahin gesagt wird.”

Erst in der nächsten Woche wird der Bundesumweltminister hier erwartet. Und da wird sich dann zeigen, ob er doch noch etwas im Gepäck hat.

http://blog.tagesschau.de/2011/12/01/wo-steht-deutschland-in-durban/

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Wetterextreme trafen 2010 besonders Pakistan und Guatemala PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion
Dienstag, den 29. November 2011 um 12:05 Uhr
germanwatch_150Durban. – Pakistan und Guatemala sind die beiden Länder, die im vergangenen Jahr am stärksten von Wetterextremen betroffen waren. Das geht aus dem Globalen Klima-Risiko-Index hervor, den die Umwelt- und Entwicklungs-Organisation Germanwatch am Dienstag zum siebten Mal veröffentlicht hat. Germanwatch stellte den Index zum Auftakt des UN-Klimagipfels in Südafrika vor, wo starke Unwetter tobten.Der Klima-Risiko-Index 2012 untersucht sowohl für das Jahr 2010 als auch für die letzten zwanzig Jahre, welche Länder besonders stark von Wetterextremen wie Überschwemmungen und Stürmen betroffen waren. Der Index basiert auf Daten der weltweit anerkannten Datenbank der Münchener Rück.

„Die beiden außergewöhnlichsten Wetterkatastrophen im Jahr 2010 haben ihren Fußabdruck im Klima-Risiko-Index hinterlassen“, sagte Sven Harmeling, Teamleiter Internationale Klimapolitik bei Germanwatch und Autor der Studie. „Die Überschwemmungen, die weite Teile Pakistans unter Wasser gesetzt, mehr als 1500 Tote und Milliardenschäden verursacht haben, begründen den ersten Platz von Pakistan als meist betroffenem Land. Die Hitzewelle in Russland hat nach den Erhebungen zu mehr als 50.000 Toten geführt. Große Teile des Landes standen in Flammen. Das Land steht auf Platz vier des Klima-Risiko-Index.“ Nach Studien des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) gebe es mit 80prozentiger Wahrscheinlichkeit einen signifikanten Einfluss des menschgemachten Klimawandels auf die Entstehung der Hitzewelle.

Guatemala und Kolumbien waren infolge von Stürmen beziehungsweise Überschwemmungen im Jahr 2010 am zweit- und drittstärksten betroffen, so Germanwatch. Wenngleich die Auswertungen über die Schäden und Todesopfer keine Aussage darüber erlaubten, welchen Einfluss der Klimawandel bereits bei diesen Ereignissen hatte, so lasse sich doch ein Bild der Verwundbarkeit der Staaten zeichnen.

„Dies kann als ein Warnsignal verstanden werden, sich auf zukünftig möglicherweise vermehrte und stärkere Extremereignisse durch Katastrophenvorsorge und Anpassung an den Klimawandel besser vorzubereiten“, erklärte Harmeling. „Sich auf die Zukunft vorzubereiten, heißt hier aus der Vergangenheit zu lernen. Doch bleibt es bei den bisher vollkommen unzureichenden Klimaschutzversprechen der Regierungen weltweit, werden wir immer öfter die Grenzen von Katastrophenvorsorge und Anpassung sehen. Der Klimagipfel von Durban wird darüber mit entscheiden, ob das Klimaregime die notwendige Verbindlichkeit bekommen kann, um den globalen Emissionstrend umzukehren.“

Insgesamt seien im Zeitraum 1991 bis 2010 circa 710.000 Menschen direkt durch Wetterextreme ums Leben gekommen, und es seien Schäden von mehr als 2,3 Billionen US-Dollar (in Kaufkraftparitäten) verursacht worden, berichtete Germanwatch. Unter den zehn Ländern, die im Durchschnitt der letzten 20 Jahren am stärksten von Wetterextremen betroffen waren, befinden sich ausnahmslos Entwicklungsländer. Hierzu zählen unter anderem Bangladesch, Myanmar und Honduras. Deutschland landete bei der Auswertung für das Jahr 2010 auf Platz 46, im langjährigen Vergleich (1990-2010) auf Platz 32.

Der Globale Klima-Risiko-Index 2012 ist in englischer Sprache sowie als deutsche Kurzfassung abrufbar unter www.germanwatch.org/kri

http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=7883:wetterextreme-trafen-2010-besonders-pakistan-und-guatemala&catid=99:topnews