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Kriegsvorbereitung

Der Westen strebt eine Aufspaltung von Syrien an und die Kappung der Zusammenarbeit mit Iran. Wenn die Nato eingreift, wird es wie in Libyen zu mehr Kriegstoten führen als durch die Intervention geschützt werden sollen. Wenn es dazu kommt, wird die Nato kurzfristig den Krieg gewinnen – und dann wird der Krieg erst richtig losgehen – wie wahrscheinlich auch in Libyen

Syrien ist ein typisches Produkt des europischen Kolonialismus mit vielen Spaltungen

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=pjGiwO_P554#!

Die Gestapo – Die deutsche Polizei im Weltanschauungskrieg (1/3)

Hitlers schärfste Waffe

Film von Wolfgang Schoen und Holger Hillesheim

Am 30. Januar 1933 übernimmt Hitler in Deutschland die Macht, und sofort beginnt die Einschüchterung und Ausschaltung jeglicher Opposition. Da die Polizei dafür noch nicht voll in Anspruch genommen werden kann, bringt Hitler seine paramilitärischen Truppen zum Einsatz. Unter dem Befehl von Ernst Röhm überzieht die „Sturmabteilung“ (SA) der NSDAP das Land mit brutalem, „wilden“ Terror. Im Visier der als „Hilfspolizei“ eingesetzten Schläger sind vor allem Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschafter; aber auch die deutschen Juden trifft von Anfang ihr Terror.

Aber der offene Terror der SA verschreckt auch manche Anhänger des neuen Regimes. Hitler befiehlt die Einstellung der „wilden“ SA-Aktionen. Die reguläre Polizei soll wieder für Ruhe und Ordnung sorgen – nun allerdings unter nationalsozialistischer Führung. Die Polizei soll zum Machtinstrument des NS-Regimes werden. Das gilt vor allem für die politische Polizei des „Dritten Reiches“: die Gestapo.

Die Gestapo Teil 1

Reinhard Heydrich (Quelle: PHOENIX/SWR/tvschoenfilm)

Im Mai 1933 bezieht die Gestapo ihr Dienstgebäude in der Prinz- Albrecht-Straße 8 in Berlin. Noch ist sie nur für Preußen zuständig, noch ist sie Objekt im Machtkampf der Nazi-Größen. Heinrich Himmler, Reichsführer SS, setzt sich schließlich durch. Im Frühjahr 1934 übernimmt er zusammen mit Reinhard Heydrich die Gestapo im gesamten Reich. Die erste Bewährungsprobe der neuen Formation: Die Ermordung von SA-Chef Ernst Röhm – auf Geheiß Hitlers. Röhm, der aus der SA eine „Volksmiliz“ machen will, steht Hitler im Weg. Der von Gestapo und SS geplanten Mordaktion fallen Ende Juni 1934 etwa 90 Menschen zum Opfer.

Mit der Erstellung eines reichsweiten Karteisystems zur Erfassung von „Gegnern“, der Ernennung Himmlers zum Chef der gesamten deutschen Polizei (1936) und der unaufhaltsamen Kompetenzerweiterung wird die Gestapo zur schärfsten Waffe Hitlers. Die Gestapo verhaftet willkürlich und exzessiv. Die in „Schutzhaft“ genommenen Opfer werden in Konzentrationslager verschleppt. Ihnen wird jeder Rechtsbeistand verweigert.

Zeitzeugen schildern eindringlich die mitleidslosen Methoden der Gestapoarbeit. So zum Beispiel Johann Schwert aus Frankfurt/Main, damals im kommunistischen Widerstand. Er wird verhaftet, gefoltert und muss viele Jahre in Einzelhaft verbringen. Erst 1945 kommt er frei. Nach 1935 überwacht die Geheime Staatspolizei auch die Einhaltung der „Nürnberger Rassegesetze“, und sie ist im Verlauf des mörderischen Pogroms von 1938 auch dafür verantwortlich, dass tausende männliche Juden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt werden.

Die Gestapo Teil 1

Heinrich Himmler (Quelle: PHOENIX/SWR/tvschoenfilm)

Die wachsende Bereitschaft der Bevölkerung zur Denunziation erleichtert der Gestapo den Terror. Josef Niklasch, damals bei den Zeugen Jehovas, und Marie-Luise Schulze-Jahn, damals im studentischen Widerstand, berichten von konkreten Fällen, in denen Hinweise aus der Bevölkerung zur Verhaftung durch die Gestapo führten. Auch bei der Durchsetzung von Hitlers Expansionspolitik spielt die Gestapo eine wichtige Rolle. Ihre Aufgabe ist es, die polizeiliche Macht in den besetzten Gebieten zu übernehmen und jeden Widerstand zu unterdrücken. Sie wird sich aber auch maßgeblich am Völkermord an den europäischen Juden beteiligen.

http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/dokumentationen/die_gestapo_die_deutsche_polizei_im_weltanschauungskrieg_(1_3)/243527?datum=2010-02-14

1939 sorgt die Gestapo für einen Vorwand zum Angriff auf Polen. Heinrich Müller, ein erfahrener Kriminalbeamter, inszeniert einen angeblichen Überfall polnischer Soldaten auf den deutschen Rundfunksender Gleiwitz. Wenig später wird aus Heinrich Müller „Gestapo-Müller“, der neue Chef der Gestapo.

Gestapo, Teil 2

Kurt Lischka spielt eine entscheidende Rolle bei Vergeltungsmaßnahmen und Geiselerschießungen. Er ist einer der Hauptverantwortlichen für die „Endlösung“ in Frankreich. (Quelle: PHOENIX/ SWR/ tvschoenfilm)

Die Gestapo gehört nun zum „Reichssicherheitshauptamt“ (RSHA, seit 1939), in dem unter Leitung von Reinhard Heydrich die Kriminalpolizei, der Sicherheitsdienst der SS (SD) und die Gestapo zusammengefasst werden. Das RSHA wird zur Zentrale des Terrors.

Mit Hitlers Angriffskriegen weitet die Gestapo ihren Machtanspruch auf ganz Europa aus. Ob in Prag, Kopenhagen, Amsterdam, Paris oder in den polnischen Ghettos – überall entwickelt die Gestapo mörderische Aktivitäten. Es wird erfasst, gefoltert, getötet. Auch die so genannten „Einsatzgruppen“ – Mordkommandos, die im Osten wüten – werden in großem Umfang aus Kräften der Polizei rekrutiert.

SENDETERMIN

Fr, 09.12.11, 01.30 Uhr

Das Reichssicherheitshauptamt übernimmt auch die organisatorische Federführung bei der Deportation und Ermordung der europäischen Juden. Zuständig ist eine eigene Abteilung, unter der Leitung von Adolf Eichmann – mit direktem Draht zu Gestapochef Heinrich Müller. Am Beispiel der Stadt Würzburg dokumentiert der Film, wie sich die Gestapo am Völkermord beteiligte. In Würzburg ist neben schriftlichen Dokumenten eine einzigartige Fotosammlung überliefert, die in erschütternden Bildern der Abtransport von 852 mainfränkischen Juden in die Vernichtungslager zeigt. Ein Mitarbeiter der Gestapostelle Würzburg, der Kriminaloberassistent Oswald Gundelach, begleitet den Transport bis nach Lublin. Nach dem Krieg behauptet Gundelach, er habe lediglich „Arbeiten verrichtet, die vor 1933 und nach 1945 zu den dienstlichen Obliegenheiten der Polizei gehörten.“

In Frankreich bereitet der ehemaligen Leiter der Gestapostelle Köln, Kurt Lischka, die Deportation tausender Juden vor. Dabei helfen lokale Behörden und Informanten. Vom Sammellager Drancy aus werden mehr als 65.000 Juden deportiert, die meisten nach Auschwitz. Kurt Lischka baut die Gestapozentrale in Paris zu einer effektiven Terrorbehörde aus, die auch alle Widerstandsgruppen gnadenlos verfolgt. Peter Gingold, damals als Deutscher Mitglied der Résistance, erzählt, wie er in die Fänge der Gestapo geriet und nur mit knapper Not entkommen konnte. Nach dem Krieg taucht Kurt Lischka unter. Erst als sich Serge und Beate Klarsfeld an seine Spur heften, wird er enttarnt und später zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Im Osten beginnt im März 1942 die so genannte „Aktion Reinhard“ – Kennwort für die Ermordung von über 2 Millionen Juden in Polen. Ein Spezialauftrag von Heinrich Himmler. Angehörige der Gestapo, des SD, der Kriminal- und Ordnungspolizei töten zehntausende unschuldiger Menschen. Zitate aus Briefen und Tagebuchaufzeichnungen von beteiligten Polizisten dokumentieren die völlige Mitleidlosigkeit der Täter: Polizisten sind zu Massenmörder geworden.

http://www.phoenix.de/247425.htm

In den letzten Kriegsmonaten ist der Gewaltapparat der Gestapo weitgehend auf das „Altreich“ zurückgedrängt. Die Gestapo bekommt eine neue Aufgabe: Sie soll dafür sorgen, dass die Heimatfront hält – um jeden Preis. „Abweichler“, Kritiker und Gegner des Regimes sollen „ausgeschaltet“ werden. Schon kleinste Vergehen werden hart bestraft.

Als Zeitzeugin berichtet Eva Rössner wie ihr Großvater wegen Hören eines „Feindsenders“ mit zweieinhalb Jahren Zuchthaus bestraft wurde. Der Jazzmusiker Emil Mangelsdorff und die Zeitzeugen Wolfgang Lauinger und Franz Kremer erzählen, wie sie als so genannte Swingjugend von der Gestapo verfolgt, verhaftet und gefoltert wurden. Ihr Vergehen: Sie hatten verbotene Jazz-Musik gehört.

Die Gestapo (3/3)

Heinrich Baab, der in der Zeit von September 1942 bis Mai 1943 viele Deportationen sogenannter „Mischehen“ veranlasste. (Quelle: PHOENIX/SWR/tvschoenfilm)

Ins Visier der Gestapo geraten jetzt auch noch jene wenigen Juden, die mit einem nichtjüdischen Partner in so genannter Mischehe leben. Zum Beispiel Clara Greding aus Frankfurt. Ihre Töchter erzählen, wie ihre Mutter in die Lindenstraße 27 bestellt wurde, Sitz der Gestapozentrale in Frankfurt. Hier herrscht Heinrich Baab. Laut späterer Zeugenaussagen soll er sich damit gebrüstet haben, 387 Frauen „vernichtet und ausgelöscht“ zu haben. Baab lässt Clara Greding im Januar 1944 nach Auschwitz deportieren. Dort wird sie ermordet. Heinrich Baab wird nach dem Krieg zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt – eine Ausnahme, viele seiner Gestapokollegen kommen straffrei davon.

In den Millionen im Reich lebenden Zwangsarbeitern sieht die Gestapo seit 1943 ein wachsendes Sicherheitsproblem. Deshalb werden sie misstrauisch überwacht und beim kleinsten Verdacht mit äußerster Härte bestraft. In den letzten Kriegswochen macht sich bei den Verantwortlichen des Terrorsystems Untergangsstimmung breit. Die Organisationsstrukturen zerfallen, die Maschinerie des Terrors gerät außer Kontrolle.

Nicht wenige, die dem Regime bis zuletzt treu und schrecklich dienen, bereiten sich insgeheim auf die Nachkriegszeit vor. In großem Umfang werden belastende Akten vernichtet. Von den Gestapounterlagen bleibt nur ein verschwindend kleiner Teil erhalten. Mit gefälschten Papieren verschaffen sich viele Gestapomänner eine neue Identität. Man hilft sich gegenseitig: Fluchtwege, so genannte „Rattenlinien“ in sichere Zufluchtsländer – meist nach Südamerika – werden eingerichtet. Wenige Jahre nach dem Krieg tun viele wieder Dienst. Nicht selten in leitender Funktion.

War on Iran has already begun. Act before it threatens all of us | Seumas Milne
Escalation of the covert US-Israeli campaign against Tehran risks a global storm. Opposition has to get more serious

They don’t give up. After a decade of blood-drenched failure in Afghanistan and Iraq, violent destabilisation of Pakistan and Yemen, the devastation of Lebanon and slaughter in Libya, you might hope the US and its friends had had their fill of invasion and intervention in the Muslim world.

It seems not. For months the evidence has been growing that a US-Israeli stealth war against Iran has already begun, backed by Britain and France. Covert support for armed opposition groups has spread into a campaign of assassinations of Iranian scientists, cyber warfare, attacks on military and missile installations, and the killing of an Iranian general, among others.

The attacks are not directly acknowledged, but accompanied by intelligence-steered nods and winks as the media are fed a stream of hostile tales – the most outlandish so far being an alleged Iranian plot to kill the Saudi ambassador to the US – and the western powers ratchet up pressure for yet more sanctions over Iran’s nuclear programme.

The British government’s decision to take the lead in imposing sanctions on all Iranian banks and pressing for an EU boycott of Iranian oil triggered the trashing of its embassy in Tehran by demonstrators last week and subsequent expulsion of Iranian diplomats from London.

It’s a taste of how the conflict can quickly escalate, as was the downing of a US spyplane over Iranian territory at the weekend. What one Israeli official has called a „new kind of war“ has the potential to become a much more old-fashioned one that would threaten us all.

Last month the Guardian was told by British defence ministry officials that if the US brought forward plans to attack Iran (as they believed it might), it would „seek, and receive, UK military help“, including sea and air support and permission to use the ethnically cleansed British island colony of Diego Garcia.

Whether the officials‘ motive was to soften up public opinion for war or warn against it, this was an extraordinary admission: the Britain military establishment fully expects to take part in an unprovoked US attack on Iran – just as it did against Iraq eight years ago.

What was dismissed by the former foreign secretary Jack Straw as „unthinkable“, and for David Cameron became an option not to be taken „off the table“, now turns out to be as good as a done deal if the US decides to launch a war that no one can seriously doubt would have disastrous consequences. But there has been no debate in parliament and no mainstream political challenge to what Straw’s successor, David Miliband, this week called the danger of „sleepwalking into a war with Iran“. That’s all the more shocking because the case against Iran is so spectacularly flimsy.

There is in fact no reliable evidence that Iran is engaged in a nuclear weapons programme. The latest International Atomic Energy Agency report once again failed to produce a smoking gun, despite the best efforts of its new director general, Yukiya Amano – described in a WikiLeaks cable as „solidly in the US court on every strategic decision“.

As in the runup to the invasion of Iraq, the strongest allegations are based on „secret intelligence“ from western governments. But even the US national intelligence director, James Clapper, has accepted that the evidence suggests Iran suspended any weapons programme in 2003 and has not reactivated it.

The whole campaign has an Alice in Wonderland quality about it. Iran, which says it doesn’t want nuclear weapons, is surrounded by nuclear-weapon states: the US – which also has forces in neighbouring Afghanistan and Iraq, as well as military bases across the region – Israel, Russia, Pakistan and India.

Iran is of course an authoritarian state, though not as repressive as western allies such as Saudi Arabia. But it has invaded no one in 200 years. It was itself invaded by Iraq with western support in the 1980s, while the US and Israel have attacked 10 countries or territories between them in the past decade. Britain exploited, occupied and overthrew governments in Iran for over a century. So who threatens who exactly?

As Israel’s defence minister, Ehud Barak, said recently, if he were an Iranian leader he would „probably“ want nuclear weapons. Claims that Iran poses an „existential threat“ to Israel because President Ahmadinejad said the state „must vanish from the page of time“ bear no relation to reality. Even if Iran were to achieve a nuclear threshold, as some suspect is its real ambition, it would be in no position to attack a state with upwards of 300 nuclear warheads, backed to the hilt by the world’s most powerful military force.

The real challenge posed by Iran to the US and Israel has been as an independent regional power, allied to Syria and the Lebanese Hezbollah and Palestinian Hamas movements. As US troops withdraw from Iraq, Saudi Arabia fans sectarianism, and Syrian opposition leaders promise a break with Iran, Hezbollah and Hamas, the threat of proxy wars is growing across the region.

A US or Israeli attack on Iran would turn that regional maelstrom into a global firestorm. Iran would certainly retaliate directly and through allies against Israel, the US and US Gulf client states, and block the 20% of global oil supplies shipped through the Strait of Hormuz. Quite apart from death and destruction, the global economic impact would be incalculable.

All reason and common sense militate against such an act of aggression. Meir Dagan, the former head of Israel’s Mossad, said last week it would be a „catastrophe“. Leon Panetta, the US defence secretary, warned that it could „consume the Middle East in confrontation and conflict that we would regret“.

There seems little doubt that the US administration is deeply wary of a direct attack on Iran. But in Israel, Barak has spoken of having less than a year to act; Binyamin Netanyahu, the prime minister, has talked about making the „right decision at the right moment“; and the prospects of drawing the US in behind an Israeli attack have been widely debated in the media.

Maybe it won’t happen. Maybe the war talk is more about destabilisation than a full-scale attack. But there are undoubtedly those in the US, Israel and Britain who think otherwise. And the threat of miscalculation and the logic of escalation could tip the balance decisively. Unless opposition to an attack on Iran gets serious, this could become the most devastating Middle East war of all.

Ken Jebsen über den bereits beschlossenen Krieg gegen den Iran: Der Krieg gegen den Iran ist seit langem beschlossen. Während wir in der Presse erleben, wir die Propaganda gegen das Land hochgefahren wird, kommt es an den Grenzen des Iran bereits zu militärischen Provokationen. Die Lunte brennt, nur dass das Pulverfass Nahe Osten diesmal mit einem Atomschlag detonieren könnte.

http://www.youtube.com/watch?v=v0icnsJVv5Y&feature=share

“Occupy”-Erklärung gegen Krieg #1

6. Dezember 2011 in 15oAllgemeinBlogstatus und -updatesDebattenInitiativen

Schluss mit den Kriegsvorbereitungen gegen den Iran und gegen Syrien! 

Ausgehend von Tunesien und Ägypten und sich ausdehnend über Spanien, Griechenland und andere europäische Länder bis in die USA sind 2011 Protestbewegungen entstanden, die auf einen tiefgreifenden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systemwechsel hinarbeiten.

Wir sind weltweit vernetzte Menschen, die sich durch die internationalen Ereignisse inspiriert und motiviert fühlen, sich zusammenzuschließen, um politisch aktiv zu sein.

Unsere Hauptziele sind ‘echte Demokratie’ – also echte Mitbestimmung – und damit auch soziale Gerechtigkeit und weltweiter Frieden!

Dies beinhaltet die Auflösung international operierender, privater Banken, die Entmachtung von global agierenden Großkonzernen sowie der Militärindustrie, deren Einflussnahmen im bestehenden System weitestgehend die politischen Entscheidungen bestimmen.

Eine ungebremste neoliberale Wirtschaftspolitik, die Überschuldung der öffentlichen Haushalte, aber auch vieler Privatpersonen, sowie massive Kürzungen im Sozialwesen haben zu einer immer größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich geführt. Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und massenhafte Armut sind die Konsequenzen dieser Politik.

Außenpolitisch sind wir Zeugen kontinuierlich eskalierender militärischer Konflikte und Interventionen im Namen der “westlichen Demokratie”, während wir innenpolitisch mit einer allumfassenden Überwachung aller Lebensbereiche und zunehmender Polizeigewalt konfrontiert sind. Politische Entscheidungsprozesse werden immer intransparenter und entziehen sich demokratischer Kontrolle.

Die Lage ist ernst. Deshalb rufen wir auf: Schließt euch uns an! 

In weltweit über 1000 Städten sind in diesem Jahr Protestbewegungen und Camps entstanden – gegen die bestehende Herrschaftsordnung und für einen echten Wandel.

Wir fordern Veränderung! 

Wir sind die Veränderung! 

Doch diese weltweiten friedlichen Bestrebungen werden zunehmend durch Kriegstreiberei gefährdet:

Es ist ein altbewährtes Mittel von inneren Schwierigkeiten durch geschürte Konflikte abzulenken.

Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung um das mutmaßliche iranische Atomwaffenprogramm werden Drohungen eines möglichen militärischen Angriffes gegen den Iran vor allem in den US-Medien und in Europa immer offener ausgesprochen. Dies gilt insbesondere für die republikanischen Anwärter der US-Präsidentschaftswahl 2012.

Die Sanktionen der britischen Regierung gegen den Iran und der Abzug des britischen Botschafters aus Teheran sind weitere Indizien dafür, dass an einer diplomatischen Lösung des Konfliktes immer weniger Interesse besteht. Auch gilt es zu beachten, dass Russland und China sehr enge Handelsbeziehungen zum Iran unterhalten und diese Machtblöcke offen signalisieren, bei zunehmender Eskalation in den Konflikt einzugreifen.

Zeitgleich werden gegen Syrien wirtschaftliche Sanktionen verschärft und die Bewaffnung von rebellierenden Kräften unterstützt. Auch hier gibt es schwer wiegende Interessenskonflikte mit Russland und China.

Darüber hinaus arbeitet inzwischen auch der libysche “Übergangssrat” – eine von westlichen Regierungen unterstützte Verwaltungsinstanz – mit bewaffneten Gruppierungen in Syrien zusammen. Immer deutlicher wird, dass in Syrien, wie schon zuvor in Libyen, bewaffnete Regimegegner massiv aus dem Ausland unterstützt werden. Wir unterstützen ausdrücklich unsere Brüder und Schwestern der friedlichen Protestbewegungen im Nahen Osten und verurteilen daher die Bestrebungen westlicher Regierungen, die dortigen Prozesse des sozialen Wandels zu stören, um anschließend eine Legitimation für das eigene militärische Eingreifen zu haben.

Ziel der NATO ist es offensichtlich, nach der Besetzung Afghanistans, des Iraks und Libyens nun auch im Iran und in Syrien einen gewaltsamen Regimewechsel voranzutreiben. Internationale Bemühungen um eine friedliche Lösung am Verhandlungstisch werden schon im Keim erstickt. Aus dieser Politik resultieren bereits heute zahllose Kriegsopfer in Afghanistan, Irak und Libyen sowie eine maßlose Zerstörung der Infrastruktur und Ökosysteme dieser Länder.

Vom anschließenden Wiederaufbau und der Neuverteilung der Ressourcen profitieren vorwiegend westliche Großkonzerne – während die Kosten für Waffen, Militärbasen und Kriegsführung von den Steuergeldern der Bürger in den NATO-Mitgliedsländern getragen werden. Dies trägt zur weiteren gigantischen Überschuldung der Staatshaushalte bei.

Führende Mitglieder der Regierungskoaltion in Berlin haben in den vergangenen Tagen und Wochen mehrfach ihre Unterstützung für ein militärisches Eingreifen gegen den Iran im Zusammenhang mit dessen mutmaßlichem Atomwaffenprogramm signalisiert.

Zusätzlich werden in den etablierten Massenmedien immer wieder Stimmen laut, die mit der “militärischen Option” sympathisieren.

Die Charta der Vereinten Nationen verbietet allerdings die Anwendung und die Androhung von Gewalt in den internationalen Beziehungen. Die beiden einzigen Ausnahmen vom Gewaltverbot sind das Recht auf individuelle und kollektive Selbstverteidigung nach Artikel 51 und friedenserzwingende Maßnahmen nach Kapitel VII der Charta.

Artikel 25 des Grundgesetzes bestimmt, dass die allgemeinen Regeln des Völkerrechts Bestandteil des Bundesrechts sind, den Gesetzen vorangehen und Rechte und Pflichten unmittelbar für die Bewohner des Bundesgebietes erzeugen.

Wir sagen: Schluss mit den Kriegsvorbereitungen gegen den Iran und Syrien! Schluss mit den Kriegen weltweit! 

Wir verlangen sofortige deeskalierende Maßnahmen, um diese Konflikte zu entschärfen!

Wir achten dabei sehr genau darauf, was wirklich der Deeskalation dient und hinter welchen Aktionen und Worten verborgene Provokationen und Eskalationsabsichten stecken!

Gegen alle weiteren Eskalationsschritte von Seiten “unserer” Regierungen und “unserer” Konzernmedien bzw. öffentlich-rechtlichen Anstalten kündigen wir unseren entschlossenen Widerstand an.

Wir sind viele. Wir sind die 99%. Erwartet uns!

– “Occupy”, 6. Dezember 2011

http://www.alex11.org/2011/12/occupy-erklarung-gegen-krieg-1/

http://www.youtube.com/watch?v=agdcEmwunpA&feature=related Begin-Doktrin

Eine interne Untersuchung der US-Armee: Die Soldaten haben sie damals richtig verhalten!

Wie wollen die Menschen sic h eine Meinung bilden über den Krieg, wenn sie gar nicht erfahren, was das wirklich vor sich geht!Vor allem Zivilisten betroffen sind, viele Frauen und Kinder! Menschen, wie Du und ich! Danke Bradely Manning, danke Wikeleaks! Ein erster Schritt! Aber an unserer Hilflosigkeit  haben sie doch noch wenig geändet! Die großen Massenmedien verbreiten täglich Meldungen, die Feindbilder aufbauen , damit die Öffentlicghkeit trotz Unbehangens diese Kriege für strategische Interessen der Eliten mittragen und den Krieg inzwischen wieder als was Normales akzeptieren! Und sie bedröhnen die Menschen von allen Seiten, so dass viele glauben: der Krieg ist nötig! Fast hätten wir einmal den Krieg gegen uns selbst akzeptieren müssen, als wir nach Beginn des Irakkrieges udn als unsere Regierung nicht so wollte, wie die US-Führung, auch plötzlich von Rumsfeld in einem Atemzug mit Iran und Nordkorea als Schurkensstat bezeichnet wurden!

Worum es bei den Kriegen wirklich geht, wird nicht mitgeteilt: Die mitgeteilten Gründe sind es nicht. Was dem angelastet wird, den unsere Eliten als Gegener sehen, wird bei denen geduldet, die das Spiel der Eliten nicht stören!

Wir müssen viel mehr solche Bilder verbreiten und darüber reden, dass das endlich aufhören muss mit den Kriegen! Das Internet gibt uns heute daszu mehr Möglichkeiten als je zuvor! Wir brauchen wieder eine Friedenbewegung! Und die muss von unten aufgebaut werden, von jedr/m, die/der helfen will, sich dem jetzigen Abrutschen in immer mehr Kriege entgegenzustellen un das Vermächtnis der Antihilterkoalition des Zweiten Weltkrieges ernst zu nehmen: Die Geißel des Krieges muss endlich von der Welt verschwinden! Wir brauchen nur noch friedliche Konfliktlösungen!

http://www.youtube.com/watch?v=pgK8Y2hHrw8&feature=related

GB und Israel : Geheime Verschwörung gegen Iran?

Bereits seit 2004 soll einem ehemaligen Botschafter Großbritaniens zu Folge, eine Verschwörung seitens Israel und England gegen den Iran laufen. Es geht den Angaben zu Folge um nicht weniger als einen Militärschlag gegen den Iran. Ausgelöst wurde diese Debatte durch einen Artikel von Jonathan Cook bei Global Research. Er selbst ist ein unabhängiger Journalist, der zum Beispiel für den Guardian und den Observer gearbeitet hat. Er selbst lebt in Israel. Bisher berichten nur wenige Medien darüber.

Laut Jonathan Cook gab Graig Murray, der bis 2004 in Usbekistan Botschafter Englands war an, das es 2004 ein Treffen in Tel Aviv zwischen dem Mossad und einigen hochrangigen Offiziellen der britischen Regierung gab. Das Ziel sei die Vorbereitung eines Angriffs auf die Nuklearanlagen des Iran gewesen.

Bei einem Abendessen hätte man sich darauf konzentriert, wie man seitens Großbritaniens sicherstellen könnte, dass die diplomatischen Vorraussetzungen für einen Militärschlag geschaffen werden können.

Im November soll der Guardian berichtet haben, dass das englische Verteidigungsministerium unter Fox umfassende Pläne für die britische Unterstützung für den Fall eines US-Militärschlag gegen den Iran ausgearbeitet habe. Diese Pläne enthielten auch die Befugnis für das US-Militär, Diego Garcia als Stützpunkt zu verwenden – ein britisches Territorium im Indischen Ozean – , um einen Angriff auf den Iran zu starten.

Die Bemühungen seien im letzten Jahr abermals verstärkt worden, so Jonathan Cook.

Fazit: Die Bestrebungen den Iran in Schutt und Asche zu legen bestehen nicht erst seit Gestern, wenn man britischen Botschaftern glauben schenken will, die sich als Whistle Blower verdingen. Wir berichten auch seit langem über diesen Umstand und versuchen die Menschen ein wenig zu mobilisieren um nicht der Propaganda zum Opfer zu fallen. Wie Generalmajor Zhang Zhaozhong, ein Professor der Chinese National Defense University sagte, werde China nicht zögern, den Iran zu schützen zur Not mit einem dritten Weltkrieg. Iran ist einer der Schlüssel zum Weltfrieden oder eben zum Weltkrieg und sollte daher auch entsprechend Beachtung finden.

Carpe diem und danke an Frank für den Hinweis

Quellen :
http://globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=27854
http://www.siasat.com/english/news/britain-israel-colluding-against-iran
http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/133788-absprache-london-und-tel-aviv-gegen-iran

Quelle: http://iknews.de/2011/11/29/gb-und-israel-geheime-verschworung-gegen-iran/

Iranisches Militär schiesst US-Drohne ab
Spannungen zwischen Iran und USA zugespitzt

(Reuters) Der Iran hat laut einem Fernsehbericht eine US-Drohne abgeschossen. Die Drohne sei im Osten des Landes abgeschossen worden, zitierte der arabischsprachige iranische Satellitensender Al-Alam eine anonyme militärische Quelle.

Der Vorfall habe sich nahe der Grenze zu Afghanistan und Pakistan ereignet. Es wurden keine Angaben dazu gemacht, wo genau und wann die Aufklärungsdrohne vom Typ RQ-170 abgeschossen worden sein soll. Die Drohne sei bei dem Abschuss indes nur «leicht beschädigt» worden, hiess es.
Konflikt zugespitzt

Wegen des umstrittenen iranischen Atomprogramms und der Sanktionspolitik des Westens hatte sich der Konflikt mit Teheran in den vergangenen Tagen zugespitzt.

Aus Protest gegen die jüngste Verschärfung britischer Sanktionen hatten regierungstreue iranische Demonstranten am Dienstag die britische Botschaft in Teheran gestürmt.

«Die USA spielen ein mieses Spiel»
Ali Larijani, Irans Parlamentspräsident, bezeichnet die neuesten Vorwürfe der USA gegen Iran als «völlig konstruiert»
Mit Ali Larijani weilte Anfang Woche die Nummer drei des iranischen Regimes in Bern. Im Interview attackiert er die USA und interpretiert die arabischen Aufstände aus iranischer Sicht.

Beim Interview mit Ali Larijani im Rahmen des Treffens der Interparlamentarischen Union in Bern soll vor allem der angeblich von Iran geplante Mordanschlag in Washington zur Sprache kommen. Auch die Aufstände in arabischen Ländern sowie Menschenrechte und Massenhinrichtungen in Iran sind als Themen vorgesehen. Ein richtiges Gespräch kommt unter den Augen von über einem halben Dutzend Leibwächtern, die die Interviewer ausgiebig fotografieren, jedoch nicht zustande. Das liegt an der umständlichen Simultanübersetzung von Englisch ins Farsi und zurück. Und daran, dass fast jede Frage in ein Referat Larijanis mündet. Zudem droht jederzeit der Gesprächsabbruch – die Zeit ist knapp.
NZZ am Sonntag: Waren die Vorwürfe der USA, Iran habe die Ermordung des saudischen Botschafters in Washington geplant, hier am Treffen in Bern ein Thema?
Ali Larijani: Ja, ich wurde mehrmals danach gefragt, und ich habe dies geantwortet: Iran unterstützt die Demokratiebewegungen in den Ländern des Mittleren Ostens. Die Leute in diesen Ländern haben die mit den USA verbündeten Diktatoren satt, die nach dem Zweiten Weltkrieg installiert wurden: in Iran der Schah, in Ägypten Mubarak und Sadat und in Jemen Saleh. Die Amerikaner sind nun wütend, dass wir die Demokratiebewegungen in diesen Ländern unterstützen. Wir widersetzten uns auch, als die USA den Irak und Afghanistan besetzten. Wir haben bedeutende Differenzen mit den Amerikanern, und das verstecken wir auch nicht. Die USA aber spielen nun ein mieses Spiel: Sie verhaften jemanden, der vor Jahren aus Iran geflüchtet ist und zur Opposition gehörte. Wie sollten wir auf die Idee kommen, so jemanden loszuschicken, um ein Attentat auszuführen? Das ist völlig konstruiert.
Aber wieso sollte sich US-Präsident Obama mit einer völlig konstruierten Geschichte vor der ganzen Welt zum Narren machen?
Das hat mit der Isolation des zionistischen Regimes zu tun. Über Lobbys in den USA übt es nun Druck aus auf Obama, der schon bald wiedergewählt werden will. Die ganze Angelegenheit ist einfach nicht real. Die USA wollen die Illusion eines Feindes schaffen und diese aufblähen, um die Aufmerksamkeit der Leute von ihren eignen Problemen abzulenken.
Sie haben vorhin arabische Diktatoren erwähnt, die unter Druck kamen und kommen. Ihr syrischer Verbündeter Bashar al-Asad fehlte dabei. Was halten Sie vom Aufstand in Syrien?
Wir glauben, dass in Syrien tatsächlich gewisse Reformen notwendig sind. Aber der Fall Syrien hat Dimensionen, die es in den anderen Ländern nicht gibt. Die Amerikaner und manche europäische Länder glauben, sie könnten die Probleme in Syrien lösen, wenn sie Waffen ins Land schmuggelten. Zusätzlich liefern auch regionale Mächte Waffen nach Syrien. Das erhöht die Opferzahl im Land und wird in Extremismus enden. Ich glaube, ohne solche Einflussnahme wären Reformen früher möglich.
Sehen Sie die Aufstände in den arabischen Staaten als demokratische oder als islamische Revolutionen?
Es sind demokratische Rebellionen, denn das Verständnis des Islams ist nicht gegen Demokratie. Bei den islamischen Philosophen bedeutet Gerechtigkeit nicht nur die Verteilung von Wohlstand, sondern die volle Teilnahme aller an allem – in Politik, Wirtschaft, Kultur. Es entspricht dem Islam, wenn sich nun in diesen Ländern die Demokratie etabliert.
Vor wenigen Tagen kritisierte Irans Führer Ayatollah Khamenei den türkischen Regierungschef Erdogan, weil dieser in Ägypten, Tunesien und Libyen jüngst sein Modell eines säkularen muslimischen Staates propagierte.
Ich kann mich nicht an so eine Aussage erinnern. Wir haben eine sehr enge Beziehung zur Türkei. Bei der Unterstützung der Demokratiebewegungen haben wir sehr ähnliche Ideen wie die Türken. Der Islam verträgt sich nicht mit Monarchien. Das ist einer der Gründe, warum die Muslime dieser Region protestieren.
Auch bei Ihnen in Iran kam es vor zwei Jahren zu blutigen Massenprotesten. Die Leute verlangten nach fairen Wahlen, Freiheitsrechten und Demokratie.
Diese Proteste waren ganz anderer Natur. Wir hatten damals nach den Wahlen eine heikle Situation. In Teheran wählten die meisten Leute einen bestimmten Kandidaten, und sie dachten, dies wäre auch in den anderen Regionen Irans der Fall. Das traf aber nicht zu; es war also ein psychologisches Problem. Natürlich machten gewisse Kandidaten Fehler, darüber soll nun aber das Gesetz entscheiden. Auch die Protestierenden sollen ihre Kritik über den Rechtsweg einbringen.
Demonstriert wurde damals auch für mehr Rechtsstaat, gegen die Zensur des Internets und für die Pressefreiheit.
Heute hat jedermann in Iran Zugang zum Internet. Und es gibt Zeitungen aller politischen Richtungen. Möglicherweise war das für eine sehr kurze Zeit ein Problem, danach kehrten wir aber zurück zur Normalität.
Sie sagen, Iran habe eine sehr enge Beziehung zur Türkei. Wir sehen eher eine wachsende Rivalität zwischen den beiden Ländern um die Rolle als Regionalmacht im Mittleren Osten.
Sie sollten unseren Fall genauer studieren. Der Gründer der islamischen Republik Iran, Ayatollah Khomeiny, hat auch ein neues Denken etabliert. Wichtig ist die Kooperation der islamischen Länder und ihr Kampf gegen Unterdrückung. Wir streben kein iranisches Imperium an. Wenn wir den Palästinensern helfen, tun wir das, weil sie unterdrückt werden. Es ist eine völlig andere Sicht auf die Frage der Macht. Möglicherweise fällt es Ihnen schwer, das zu akzeptieren.
Die Schweiz und Iran führten seit sieben Jahren einen Menschenrechtsdialog, der nun aufgegeben wurde. Was ist für Sie das Resultat dieses Dialogs?
Es war eine sehr positive Erfahrung. Wir akzeptieren, wenn die Prinzipien der Menschenrechte auf der Natur der Menschen beruhen. In den Händen der Politik werden sie aber beschädigt und zerstört. Ich glaube, eines der grössten Probleme der Grossmächte ist es, die Menschenrechte als politisches Instrument einzusetzen. Wenn aber diese Diskussion zwischen uns und dem Westen statt auf eine politische auf eine wissenschaftliche Basis gestellt würde, wäre dies für beide Seiten von Vorteil. Das islamische System von Gesetz und Recht ist sehr reich und präzis. Vielen Dank für das Gespräch.

Larijani erhebt sich und mit ihm seine ganze Entourage. Für die Frage, wie sich seine Sicht auf die Menschenrechte mit den Steinigungen, Verstümmelungen und den 600 bis 1000 Exekutionen allein in diesem Jahr verträgt, bleibt keine Zeit. Es tue ihm furchtbar leid, dass er zu spät gekommen sei und nun schon wieder weitermüsse, lässt er den Übersetzer beim Händeschütteln sagen. Interview: Stefan Bühler, Thomas Isler

Grossbritannien reagierte mit der Ausweisung aller iranischer Diplomaten. Auch die USA, Kanada und die EU hatten ihre Sanktionen zuletzt verschärf

Ein Staat wird kriegsreif geredet
In Deutschland mehren sich Stimmen, die einen Waffengang gegen Iran nicht ausschließen wollen
Die Islamische Republik Iran wird zur Zeit sturmreif geredet, von den USA, Israel, der Europäischen Union und nicht zuletzt Deutschland. Ein Krieg wird nicht ausgeschlossen.

Wer ist der wahre Terrorist? Die Meinung dieser Teheraner Demonstrantinnen ist eindeutig.
Foto: AFP/Atta Kenare

Fast jede Partei verfügt über ein paar Leute fürs Grobe. Sie sollen politische Ungeheuerlichkeiten aussprechen, um deren Wirkung in der Öffentlichkeit messen zu können. Die CDU/CSU hat dafür zum Beispiel Philip Mißfelder. Bekannt geworden einst als von humanitären Skrupeln unbelasteter Verkünder sozialpolitischer Grausamkeiten (»Warum für 80jährige noch künstliche Hüftgelenke?«) bleibt er auch als nunmehriger außenpolitischer Sprecher der Union diesem Stil treu.

Mißfelder gehört zu jenen Politikern der Regierungskoalition, die seit einiger Zeit schon bei der verbalen Mobilmachung für einen Krieg gegen Iran in vorderster Reihe stehen. Formal geht es im Streit mit der Islamischen Republik um deren Kernkraft-Programm und die Behauptung des Westens, Teheran betreibe dabei heimlich auch die Entwicklung atomarer Waffen; eine These, die trotz anderslautender Behauptungen nie über den Status eines Verdachts hinausgekommen ist. Auch die Internationale Atomenergiebehörde hat bislang keine Beweise vorgelegt.

Die »atlantische Fraktion« in der Union, der bereits die Entscheidung von Kanzlerin Angela Merkel ein Gräuel war, am Krieg gegen Libyen nicht aktiv teilzunehmen, will diese vermeintliche Scharte jetzt offenbar mit überlautem antiiranischen Feldgeschrei auswetzen. Die Vertreter einer möglichst stromlinenförmigen Ausrichtung der deutschen an der US-Außenpolitik – man könnte sie in diesem Falle auch Bellizisten nennen -, gibt es ebenso bei SPD und Grünen, wie der NATO-Krieg gegen Libyen zeigte. Doch die Union ist hörbar lauter.

Die Zögerlichkeit des Westens, so Mißfelder im Deutschlandfunk führe dazu, dass Iran Zeit gewinne, ächstsein Nuklearprogramm fortzuführen. Das Regime sei fest entschlossen, mit Atomwaffen »das Existenzrecht Israels zu gefährden und auch unsere Sicherheit im Westen zu gefährden«. Mißfelder hat kein Problem, die Behauptung, es existiere ein Nuklearprogramm, als Gewissheit zu behandeln und setzt noch einen drauf, indem er Angriffsabsichten unterstellt.

Es ist nicht Mißfelder allein, der Iran angriffsreif redet. Auch der für Scharfmachertum weniger bekannte Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, erklärte gestern der Hallenser »Mitteldeutschen Zeitung«, »es kann nicht schaden, wenn der Iran in Unsicherheit über weitere Gegenmaßnahmen lebt«. Zwar sieht Polenz einen Unterschied darin, »militärische Optionen nicht auszuschließen oder damit zu drohen«. Aber was immer das praktisch bedeutet – die Hemmschwelle zum heißen Krieg wird so erneut gesenkt.

Zur antiiranischen Stimmungsmache passt die Behauptung, es gebe iranische Pläne für Anschläge in Deutschland – nach einem Bericht der »Bild«-Zeitung. Die angeblichen Pläne flimmerten am Donnerstag über alle Kanäle. Ein bisschen schürte auch der neue Generalbundesanwalt Harald Range mit. Am Morgen hatte er erklärt, es bestehe der Verdacht, dass Iran Anschläge in Deutschland devorbereite. Am Abend dann sagte sein Sprecher, es gebe dafür »überhaupt keine Anhaltspunkte.«

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