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Menschenrecht auf Bildung

Students begin wave of occupations to back public sector strikes

David Willetts abandons Cambridge University speech as protesters take over lecture hall to oppose £9,000 tuition fee

Police at the student protest over university tuition fees in London on 9 November

Police at the student protest over university tuition fees and public sector cuts in London on 9 November, when the Met warned baton rounds could be used. Photograph: Tony Kyriacou/Rex Features

Students are planning a wave of campus occupations and protests in the run-up to nationwide strikes next week, the Guardian has learned.

Occupations called by the student group National Campaign Against Fees and Cuts (NCAFC) ahead of the trade union day of action on 30 November have already happened at Birmingham and Cambridge universities.

Higher education minister David Willetts had to abandon a speech on the Idea of University on Tuesday night after students heckled him from the stage and began occupying Cambridge’s largest lecture hall.

The occupations, in opposition to the government’s white paper on education reform, which would formalise the £9,000 rise in tuition fees, are expected to break out across the country.

NCAFC said that occupied lecture halls and buildings would act as bases for students to plan further action backing strikes by about 3 million public sector workers – expected to be the biggest day of industrial action since the winter of discontent in 1979.

The group’s co-founder, Michael Chessum, said: „It’s all terribly unpredictable. We may well see actions and occupations popping up all other the country today and in the coming week.“

In front of an audience of more than a hundred, Willetts was forced to sit in a corner of the stage of Lady Mitchell Hall, as students read out a prepared statement.

Student James Jackson said activists from Cambridge Defend Education read out a prepared statement which was repeated sentence by sentence by other demonstrators in the audience – a technique used by Occupy activists.

Making reference to recent student protests in which the Metropolitan police said baton rounds could be used to prevent disorder, the statement said: „You can threaten to shoot us with rubber bullets; you can arrest us; you can imprison us; you can criminalise our dissent; you can blight a hundred thousand lives … but you cannot break us because we are more resolute, more numerous, and more determined than you … Go home, David.“

After sitting on the stage, they eventually forced the minister’s departure.

„At first Willetts seemed to want to carry on,“ Jackson said. „After the second minute he sat in a corner then [the organisers] closed the blinds on him, still waiting for us to stop and leave. When we didn’t, I think he decided it was time for him to go and so he just left.“

Jackson, 21, who is reading art history, said that after Willetts‘ departure the group occupied the hall and were now receiving support from academics who were bringing them food and supplies.

Silkie Carlo, 22, studying psychology, who was also part of the action said : „Cambridge is serious about defending education. Particularly from an institution that is seen as upper middle class, the most privileged students, it’s important that we understand that the rise in fees affect us and the progress of the university. We don’t want to study in that kind of place.“

In the early hours of Wedenesday, Birmingham students occupied an abandoned gatehouse on the northern edge of their campus, where they plan to hold a series of lectures.

Bildungsproteste in Chile flammen wieder auf

Studierende und Bildungsarbeiter halten Aktionen seit über einem halben Jahr aufrecht. Verhandlungen mit Regierung

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Von Redaktion

amerika21.de

20.11.2011 08:17

Santiago de Chile. In Chile sind die Proteste von Studierenden und Angestellten des Bildungssektors wieder aufgeflammt. Die Aktionen begannen am Donnerstag in Valparaíso. Während die Regierung die Verantwortung für die Bildung den Kommunen übertragen will, fordern die Gegner die generelle Verantwortung des Staates für das Bildungswesen ein, heißt es in einem Bericht des lateinamerikanischen Fernsehsenders Telesur.

Protestteilnehmer äußerten indes die Befürchtung, dass die Pläne der Regierung auf weitere Privatisierungen hinauslaufen. „Die Protestbewegung fordert daher die Abkehr von der Verantwortung der Kommunen für die Bildung und von weiteren Privatisierungen des Bildungswesens“, berichtet die Telesur-Korrespondentin Beatriz Michell. Nach mehr als sechs Monaten ständiger Proteste habe die Regierung für die kommenden Wochen eine Gesetzesinitiative angekündigt, um die Schulen neu zu strukturieren. „Die Protestteilnehmer fürchten, dass auch dabei die Privatisierungen vorangetrieben werden“, so Michell.

„Es ist notwendig, die Verantwortung der Kommunen für die Bildung zu beenden“, sagte ein führender Studierendenvertreter gegenüber dem Sender. Dies müsse aber „so geschehen, wie es die Bewegung fordert: ohne Privatisierungen!“

Mit den Demonstrationen Ende der Woche kritisierten die Teilnehmer auch die Haftentlassung des Militärpolizisten Miguel Millacura, der für die Ermordung des 16-jährigen Miguel Gutiérrez verantwortlich ist. Der Jugendliche war während der Proteste Ende August erschossen worden. Ein Militärgericht hatte entschieden, dass Millacura im laufenden Prozess aus der Untersuchungshaft entlassen werden kann. „Wir sind weiterhin uneingeschränkt solidarisch mit der Familie und werden diesen Fall weiter beobachten“, versicherte ein Vertreter der Studierendenorganisationen.

Nach Angaben des Senders fordern die Studierenden zudem eine Beteiligung an den Entscheidungen über die Bildungsgesetzgebung. „Die Menschen wollen selbst entscheiden, was mit der Bildung geschieht und wie die Proteste weitergehen“, so Alfredo Vielma, ein Sprecher der Oberstufenschüler.

Am Ende der Demonstration am Freitag und unmittelbar vor der Abschlusskundgebung in der Hauptstadt Santiago kam es zu gewaltsamen Zwischenfällen. So wurde der Protest wegen Konflikten zwischen Studenten und der Polizei vorzeitig beendet.

Noch am Morgen hatten sich Studierendenvertreter mit dem Regierungsminister Andrés Chadwick getroffen. Die Aktivisten forderten ein Memorandum über das Bildungsgesetz. Der Minister sagte zu, den Protestvertretern einen Entwurf des neuen Gesetzes zukommen zu lassen. In der kommenden Woche sollen die Gespräche dann fortgesetzt werden.

„Wir sprechen derzeit darüber, die Verantwortung für die regionalen Schulen an das Bildungsministerium zurückzugeben“, sagte Jaime Gajardo, der Vorsitzende des Lehrerverbandes: „Das könnte der Beginn einer neuen öffentlichen Bildung sein – im Gegensatz zu einem Bildungswesen, das lediglich von Marktinteressen geleitet ist.“

Am 24. November sollen zeitgleich zu Aktionen in Kolumbien weitere Proteste in Chile stattfinden. Auch Studierende in anderen Staaten wie Peru oder Argentinien kündigten ebenfalls Proteste an.

Erneut 10.000 Teilnehmer bei Studentenprotesten
18. November 2011 20:50

Demonstration gegen Bildungspolitik verläuft weitgehend friedlich

Santiago de Chile – In Santiago de Chile haben sich am Freitag erneut rund 10.000 Studenten an Protesten gegen die Bildungspolitik der Regierung beteiligt. Die Kundgebung verlief im wesentlichen friedlich, allerdings gab es am Rande der Proteste Auseinandersetzungen mit der Polizei. Diese setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen vermummte Demonstranten ein, die Steine und andere Gegenstände warfen. Ein Verdächtiger, der ein Luftdruckgewehr bei sich trug, wurde festgenommen. Am Vortag hatte es bereits ähnliche Kundgebungen in Valparaiso, dem Sitz des Parlaments, gegeben.

Die Studenten in Chile fordern seit Monaten eine Bildungsreform und mehr Geld für Schulen und Universitäten im kommenden Haushalt. Im Oktober hatten sie ihre Proteste gegen ungleiche Bildungschancen wieder aufgenommen, nachdem Gespräche mit der Regierung gescheitert waren. Die sozialistische Opposition bescheinigte der Regierung inzwischen den Willen zu Gesprächen, beklagte aber zugleich einen Mangel an Investitionsbereitschaft. Die Probleme im chilenischen Bildungswesen gehen zum Teil auf die Diktatur in den 1980er Jahren zurück, als der Staat im öffentlichen Bildungswesen sparte. (APA)

Wir sind keine Träumer und Utopisten

Occupy University

Wir sind keine Träumer und keine Utopisten.
Wir sind hellwach und finden uns in einem Albtraum wieder.

Unser Albtraum sind Hörsäle, in denen wir keinen Platz haben, Studienplätze, die uns fehlen und Masterplätze, die wir nicht bekommen.

Unser Albtraum sind Matratzenlager in Turnhallen, in denen wir nicht schlafen und auch nicht lernen können.

Unser Albtraum sind Studiengebühren, die uns zu austauschbaren Kunden auf einem Bildungsmarkt reduzieren.

Unser Albtraum sind Lehrinhalte, Personal und Studienordnungen, über die private Banken und Lobbygruppen bestimmen.

Unser Albtraum ist die unternehmerische Hochschule, die uns entmündigt und uns unserer demokratischen Rechte beraubt.

Wir sind keine Träumer und keine Utopisten.
Wir wissen genau, dass die Politiker*innen der HypoRealEstate und anderen Banken mehr als 38 Milliarden Euro unserer Steuergelder geschenkt haben.

Wir wissen genau, dass die Banken jetzt genau wie vor der Krise weiter spekulieren und immer neue Krisen entstehen werden.

Wir wissen genau, dass im Moment überall die Sozialsysteme kaputt gekürzt werden, immer mehr Menschen verarmen und immer weniger Geld in Bildungseinrichtungen fließt.

Wir wissen genau, dass elf Millionen Millionäre inzwischen genau soviel Reichtum besitzen wie alle restlichen 6,989 Milliarden Menschen zusammen auf der Welt in neun Monaten produzieren.

Wir akzeptieren keine Kürzungen mehr, nicht im Bildungs- und nicht im sozialen Bereich. Wir sind keine Träumer und keine Utopisten. Wir sehen die Welt realistisch und fordern deshalb das Ende eines Systems, dem die Renditen von Banken und Konzernen wichtiger sind als die Bedürfnisse der Menschen.

Wir sind keine Träumer und keine Utopisten.
Wir sind hellwach und finden uns in einem globalen Albtraum wieder. Wir strömen auf den Tahir Square und campen vor der Europäischen Zentralbank. Wir besetzen das Bildungsministerium in Chile und streiken auf dem Syntagma-Platz. Wir diskutieren auf der Wallstreet und sitzen vor dem Reichstag. Wir erobern die Bannmeile. Wir stehen an der Seite aller #Occupy Besetzungen weltweit.

Wir sind keine Träumer und keine Utopisten.
Ein einzelner besetzter Hörsaal wird unsere Probleme nicht lösen. Nur zusammen mit vielen Menschen kommen wir aus unserem Alptraum heraus. Wir brauchen kritische Lehrende, die neue Fragen in den Seminaren stellen. Wir brauchen mutige Schüler*innen, die ihre Zukunft in die eigenen Hände nehmen. Wir brauchen selbstbewusste Gewerkschafter*innen, die sich Armutslöhne und Ausbeutung nicht länger bieten lassen. Wir brauchen eine große Bewegung. Wir brauchen dich. Wir brauchen die 99%.

Das derzeitige System ist nicht nachhaltig, nicht demokratisch und nicht gerecht. Wir brauchen Alternativen und entwickeln sie selbst. Wir sind offen und fordern alle auf, aktiv zu werden und sich uns anzuschließen. Wir nehmen uns einen Raum an den Hochschulen und laden euch alle ein, mit dabei zu sein. Wir beginnen zu handeln. Jetzt. Denn wir sind keine Träumer und keine Utopisten.

Wir sind #Occupy University!

http://www.occupy-university.de/wp/wordpress/?page_id=195

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=k3VUajN4vdk

Chilenische Studenten demonstrieren für bessere Bildung

Mit einem Protestmarsch in der chilenischen Hafenstadt Valparaiso haben am Mittwoch tausende Studenten eine bessere Finanzierung der öffentlichen Bildung gefordert. Dabei kam es auch zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Ein Demonstrant in der chilenischen Stadt Valparaiso geht mit einem Barrikadenteil auf die Wasserwerfer zu.

Santiago. – Einige der Demonstranten bewarfen Beamte mit Steinen. Die Polizisten reagierten mit Wasserwerfern. In Chile kommt es seit einigen Monaten immer wieder zu Studentenprotesten. An der Protestaktion am Mittwoch nahmen laut Polizei 5000 Menschen teil. Demonstranten sprachen hingegen von 15’000 Teilnehmern. (sda)