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Nato

Streit zwischen Iran und USA
Teheran zeigt die Spionage-Drohne

09.12.2011, 08:34

Das iranische Staatsfernsehen präsentiert die US-Drohne, die über dem Land abgestürzt ist. Teheran spricht von einer „Provokation“ und einer „Verletzung seines Luftraums“. Medienberichten zufolge gehörte das Fluggerät zu einer Geheimmission der USA.

Die USA haben offenbar tatsächlich eine hochmoderne Drohne an Iran verloren. Das iranische Staatsfernsehen zeigte am Donnerstag Bilder der RQ-170 Sentinel, ein ehemaliger Vertreter der US-Regierung bestätigte der Nachrichtenagentur AP, dass es sich dabei um die vor einigen Tagen verschollene Drohne handelte. Washington dementierte jedoch Berichte aus Teheran, wonach die iranischen Streitkräfte die Drohne durch einen elektronischen Angriff oder den Einsatz von Cyberwaffen vom Himmel geholt hätten.
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Dieses undatierte Bild zeigt einen Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden sowie General Hajizadeh mit der US-Drohne. (© REUTERS)

In den Bildern schien die Drohne unbeschädigt zu sein. Nach Angaben des Luftwaffenchefs der Republikanischen Garden Irans, General Ami Ali Hajizadeh, war die Drohne durch den elektronischen Angriff mit minimalen Schäden auf den Boden gebracht worden. Iran hatte den Abschuss des unbemannten Spionageflugzeuges am vergangenen Sonntag verkündet, hatte aber nicht erklärt, wann er stattgefunden habe. US-Behörden hatten hingegen darauf beharrt, dass die Drohne abgestürzt und nicht abgeschossen worden sei.
Teheran erwartet eine „sofortige Reaktion“
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Iran hat die USA im Staatsfernsehen offiziell für das Eindringen der Drohne in seinen Luftraum verantwortlich gemacht: Dies sei eine „Provokation“ Washingtons gewesen, hieß es in dem Bericht. Das iranische Außenministerium habe die Schweizer Botschafterin in Teheran einbestellt, die dort die US-Interessen vertritt, berichtete das Staatsfernsehen weiter. Damit wolle Iran „gegen die Verletzung seines Luftraums protestieren“. Das Eindringen der Drohne zeige „die Steigerung der geheimen Missionen der USA zur Provokation Irans“. Teheran erwarte eine „sofortige Reaktion“ seitens der USA, berichtete der Sender auf seiner Internetseite.

Die iranischen Spezialisten seien sich des „unschätzbaren Werts der technischen Daten“ bewusst, die die Drohne liefern könne, sagte General Hajizadeh. Ein US-Beamter hatte zuvor erklärt, er bezweifle die Fähigkeit der Iraner, die Drohnentrümmer auswerten zu können.
Medienberichte: Geheimmission der USA

Medienberichten zufolge sind die Maschinen in Afghanistan im Einsatz, um Pakistan und Iran auszuspähen. Die New York Times berichtete, die Drohne sei zur Ortung iranischer Nuklearanlagen im Einsatz gewesen. Es handele sich um eine der geheimsten Missionen der USA mit dem Ziel des Sammelns von Informationen über Iran, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit der Mission vertraute ausländische und US-Beamte. Der Absturz der Drohne habe diese Mission erst publik gemacht.

Die Washington Post berichtete, dass diese geheimen Missionen sowie Wirtschaftssanktionen gegen Iran die wichtigsten Mittel der US-Regierung seien, um Druck auf das Land hinsichtlich seines umstrittenen Atomprogramms auszuüben. Wie die Zeitung weiter berichtete, steigerte Washington zudem seine Waffenverkäufe an Golfstaaten und an Israel, um für eine mögliche Militäraktion gegen Iran gewappnet zu sein.

ARD: Nato erklärt: Drohne sei im Westen Afghanistans verloren gegangen!

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/sendungsbeitrag144204.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/streit-zwischen-iran-und-usa-teheran-zeigt-die-spionage-drohne-1.1230281

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In Italien und Deutschland sterben in den 60er bis 80er Jahren zahlreiche Menschen bei Bombenanschlägen. Indizien belegen bestimmte Zusammenhänge, die Spuren führen zu einer geheimen Struktur namens „Gladio“.

So sterben 1969 in Mailand 16 Menschen bei einem Bombenanschlag. Im August 1980 detoniert eine Bombe im Bahnhof Central in Bologna – 85 Menschen sterben. Im September des gleichen Jahres gibt es auch in Deutschland Bombenopfer. Beim schwersten Anschlag der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte sterben 13 Menschen auf dem Münchner Oktoberfest. Im Lauf der Jahre häufen sich die Indizien, dass diese Anschläge in einem bestimmten Zusammenhang stehen: Alle Täter kommen aus dem Umfeld rechtsradikaler Gruppen, mehrfach wird militärischer Sprengstoff benutzt. Die Spuren führen zu einer geheimen Struktur, koordiniert von der NATO und den nationalen Geheimdiensten – ohne parlamentarische Kontrolle. Ihr Name: „Stay behind“, später auch „Gladio“. Sie geht auf eine US-Initiative für „verdeckte Operationen“ von 1948 zurück. Geheime Waffendepots werden angelegt und Agenten ausgebildet. Im Falle eines sowjetischen Angriffs auf Westeuropa sollten sie sich überrollen lassen und hinterrücks Sabotageakte und Guerillaoperationen durchführen. Doch der sowjetische Angriff blieb aus. Was aus den geheimen Strukturen wurde, ist weitgehend unbekannt. Gladio wird jedoch verdächtigt, im Umfeld rechtsradikaler Gruppen Gewalttaten im Auftrag politischer Interessen begangen zu haben.

Spuren von Gladio finden sich in Italien. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Strukturen seit den 60er Jahren benutzt wurden, Regierungen an der Macht zu halten. Trotz massiver Behinderung der italienischen Justiz durch Geheimdienste und Behörden gelingt es, die Existenz von Gladio nachzuweisen. 1990 räumt der damalige italienische Ministerpräsident Giulio Andreotti öffentlich ein, dass Gladio nicht nur in Italien, sondern europaweit existierte und existiert. Es wird umfassende Aufklärung gefordert – passiert ist wenig. So auch in der Bundesrepublik. Obwohl es Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Gladio und dem Attentat auf das Münchner Oktoberfest von 1980 gibt. Die Ermittlungen werden eingestellt. Die Asservate, die dank neuer, kriminaltechnischer Methoden Hinweise geben könnten, sind mittlerweile vernichtet. Haben Rechtsextremisten Gladio-Strukturen auch in Deutschland benutzt, um ihre politischen Ziele zu verfolgen? Die Frage bleibt offen. Die Wahrheit über Gladio findet sich in den Archiven – unter Verschluss. Nur deren Öffnung könnte Klarheit bringen. Aber bis heute fehlt der politische Wille zur Aufklärung.
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http://programm.ard.de/TV/arte/gladio—geheimarmeen-in-europa/eid_287246210276138#top

Dr. Daniele Ganser – NATO-Geheimarmeen in Europa [Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung]

alternativer link:

Gladio (gladius: Schwert) oder auch Stay-Behind-Organisation war der Name einer Geheimorganisation von NATO, CIA und des britischen MI6 während des Kalten Krieges. Sie existierte von etwa 1950 bis mindestens 1990 und erstreckte sich über das damalige Westeuropa, Griechenland und die Türkei. Im Zuge der Aufdeckung von Gladio wurde 1990 bekannt, dass Teile der Organisation unter Mitwirkung von staatlichen Organen systematisch und zielgerichtet an gravierenden TerrorAkten in mehreren europäischen Ländern beteiligt war.

Von den späten 1960er bis in die 1980er-Jahre erschütterte Europa eine Welle brutaler Terroranschläge, darunter auch das Oktoberfestattentat 1980 in München. Hunderte unschuldiger Zivilisten starben. Damals glaubte man, diese Anschläge seien das Werk von Extremisten, doch 30 Jahre später scheint es, als stecke eine andere, noch beunruhigendere Geschichte dahinter: Eine paramilitärische Geheimorganisation der NATO mit dem Decknamen Gladio soll der Auslöser der Anschläge gewesen sein. Mit dem Projekt Strategie der Spannung wollte man einen politischen Linksruck Europas verhindern.

Die Strategie der Spannung (nachrichtendienstlicher bzw. politischer Begriff, vom ital. strategia della tensione) ist ein Oberbegriff für einen Komplex aus verdeckten Maßnahmen zur Destabilisierung oder Verunsicherung von Bevölkerungsteilen, einer Region oder eines Staates durch Mitglieder einer nationalen bzw. global agierenden Elite.

Die Werkzeuge sind illegale, meist gewaltsame Mittel wie Terroranschläge, Morde, Entführungen, paramilitärische Operationen, ferner psychologische Kriegführung und wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen, außerdem das Schüren von Unruhen und die zielgerichtete Eskalation von ursprünglich gewaltlosen Konflikten durch Agent Provocateurs. Diese werden typischerweise unter falscher Flagge und in Kombination mit der Verbreitung von Falschinformationen angewendet, um die Urheberschaft einem Dritten anzulasten.

Charakteristischerweise wird die Strategie der Spannung unter strikter Geheimhaltung von Organen des betroffenen Staates selbst oder von mit diesen verbundenen Tarnorganisationen verfolgt. Daher müssen Aussagen darüber, ob eine kriminelle Tat auf eine Verschwörung im Sinne dieser Strategie zurückzuführen ist, oft Vermutungen bleiben. Von Skeptikern werden solche Vermutungen oft unter die Verschwörungstheorien eingereiht. Es gibt jedoch eine Anzahl von bewiesenen Fällen in der jüngeren Geschichte.

Die Motivation der Akteure ergibt sich meist aus einer Bedrohung durch gesellschaftliche, politische oder wirtschaftliche Umwälzungen, die zum Machtverlust führen könnten bzw. aus fiktiven oder geringen Bedrohungen, die von Teilen der Elite eines Landes als real und relevant wahrgenommen werden (etwa Demokratisierung, Kommunismus, Kapitalismus, ethnische Spannungen, religiöser Fundamentalismus, Terrorismus). Häufig steht auch die Ablenkung von akuten oder strukturellen Problemen eines Staatswesens oder einer Regierung am Anfang einer Strategie der Spannung (zum Beispiel korrupte Eliten, abgewirtschaftete oder erschöpfte politische Klasse oder Regierung, Endphase einer Diktatur). Sie kann auch zur Vorbereitung bzw. Rechtfertigung der radikalen Bekämpfung innenpolitischer Gegner mittels der Methoden eines so genannten Schmutzigen Kriegs dienen.

Dr. phil. Daniele Ganser ist Schweizer Historiker, spezialisiert auf Zeitgeschichte seit 1945 und Internationale Politik. Seine Forschungsschwerpunkte sind Friedensforschung, Geostrategie, verdeckte Kriegsführung, Ressourcenkämpfe und Wirtschaftspolitik. Er unterrichtet an der Universität Basel und forscht zum Peak Oil, dem globalen Kampf ums Erdöl und dem so genannten “Krieg gegen den Terrorismus”

Daniele Ganser – NATO Geheimarmeen in Europa

http://spedr.com/3zg9m

NATO tötet mindestens 26 Grenzsoldaten

26. November 2011 14:08
  • Artikelbild: Pakistanische paramilitärische Truppen auf Patrouille in Peshawar nahe der Grenze zu Afghanistan. - Foto: Reuters/Parvez

    Pakistanische paramilitärische Truppen auf Patrouille in Peshawar nahe der Grenze zu Afghanistan.

  • Artikelbild: Die Grenze zu Afghanistan wurde nach dem Vorfall geschlossen, zahlreiche Lastwagen, unter anderem mit Nachschub für die Nato-Truppen, wurden aufgehalten. - Foto: Reuters/Shinwari

    Die Grenze zu Afghanistan wurde nach dem Vorfall geschlossen, zahlreiche Lastwagen, unter anderem mit Nachschub für die Nato-Truppen, wurden aufgehalten.

Hubschrauber-Angriff auf Armee-Checkpoint an der Grenze zu Afghanistan – Armee: „Grund- und wahlloser Angriff“

Kabul – Die NATO hat eine eingehende Untersuchung des mutmaßlichen ISAF-Angriffs auf eine Stellung des pakistanischen Militärs an der Grenze zu Afghanistan zugesagt. Der Vorfall habe sein „höchstes persönliches Interesse“, erklärte der US-General und ISAF-Chef John Allen am Samstag in einer kurzen Mitteilung. Er solle „gründlich“ untersucht werden. Den Hinterbliebenen der Opfer sprach Allen sein Mitgefühl aus.

Nach neuen Angaben der pakistanischen Seite kamen bei dem Beschuss in der Stammesregion Khyber im Nordwesten Pakistans mindestens 26 Soldaten ums Leben. Seit dem Beginn des internationalen Militäreinsatzes in Afghanistan vor rund zehn Jahren waren noch nie mehr Menschen bei vergleichbaren Vorfällen getötet worden. Pakistans Regierungschef Yousuf Raza Gilani verurteilte den Angriff laut einer Mitteilung des Außenministeriums „scharf“.

Die pakistanische Armee hatte nach dem Zwischenfall vom frühen Morgen von einem „grund- und wahllosen Angriff“ gesprochen. Die Regierung in Islamabad stoppte nach Angaben lokaler Behördenvertreter die Nachschublieferungen für die NATO nach Afghanistan. Die Stammesregionen im Nordwesten Pakistans gelten als Hochburg und Rückzugsraum militanter Islamisten. Die USA fliegen immer wieder Drohnenangriffe auf Aufständische in der Region. (APA/AFP)

http://derstandard.at/1319183877716/NATO-toetet-mindestens-26-Grenzsoldaten

Nato attack kills Pakistani troops

A US helicopter under Nato command flies over eastern Afghanistan near the border with Pakistan

Pakistan says a Nato helicopter has flown over the border from Afghanistan and killed dozens of Pakistani troops at a checkpoint. Photograph: John Moore/Getty Images

Nato helicopters from Afghanistan have intruded into north-west Pakistan and attacked a military checkpoint near the border, killing as many as 25 Pakistani troops, intelligence officials in the country have said.

Sources in the region said up to 14 other soldiers had been wounded in the attack on the Salala checkpoint, about one and a half miles (2.5km) from the Afghan border.

A Pakistani military spokesman confirmed the pre-dawn attack in the tribal region of Mohmand.

„Nato helicopters carried out an unprovoked and indiscriminate firing on a Pakistani check post in Mohmand agency, casualties have been reported and details are awaited,“ the spokesman told Reuters.

The attack took place around 2am in the Baizai area of Mohmand, where Pakistani troops are fighting Taliban militants.

A spokesman for the Nato-led International Security Assistance Force in Kabul said the coalition was aware of „an incident“ and gathering more information.

The attack comes as relations between the United States and Pakistan, its ally in the war on terror, are strained following the killing of the al-Qaida leader Osama bin Laden by US special forces in a secret raid on the Pakistani garrison town of Abbottabad in May.

A senior Pakistani military officer said efforts were under way to bring the bodies to the headquarters of Mohmand tribal region from their post located on hilltops near the Afghan border.

„The latest attack by Nato forces on our post would have serious repercussions as they without any reason attacked on our post and killed soldiers asleep,“ he said, requesting anonymity because he was not authorised to talk to the media.

Pakistani authorities blocked the vital supply route from Pakistan into Afghanistan for Nato troops, local officials said.

Trucks and fuel tankers were stopped at Jamrud town in the Khyber tribal region near the city of Peshawar, hours after the raid, they said.

„We have halted the supplies and some 40 tankers and trucks have been returned from the check post in Jamrud,“ Mutahir Zeb, a senior government official, told Reuters.

Another official said the supplies had been stopped for security reasons.

23. November 2011, 21:09, NZZ Online

Nun steigt der Westen aus

KSE-Rüstungsabkommen steht vor dem Aus

Der KSE-Vertrag, der als Kernstück der Rüstungskontrolle in Europa gilt, steht vor dem endgültigen Aus. Nachdem Russland das Vertragswerk bereits 2007 aussetzte, wenden es nun auch westliche Staaten offiziell nicht mehr an.

(sda/dpa) Ein Kernstück der Rüstungskontrolle in Europa steht vor dem Zusammenbruch. Nach den USA wollen auch 14 weitere Nato-Staaten Russland ab sofort nicht mehr über Bewaffnung, Zustand und Stationierung ihrer konventionellen Streitkräfte informieren.

Späte Reaktion auf Russlands Rückzug

Sie wenden den Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) nicht mehr an. Das sagten Nato-Diplomaten am Mittwoch in Brüssel. Damit reagierten sie darauf, dass Russland schon 2007 den Vertrag aussetzte und der Pflicht zur wechselseitigen Unterrichtung seither nicht mehr nachkam.

Die 15 Nato-Staaten hinterlegten bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien eine entsprechende offizielle Mitteilung. Bei der 28 Mitglieder zählenden Nato hiess es, auch andere Bündnispartner wollten dem Schritt der 15 folgen.

Russland: «Tod des Abkommens»

Der KSE-Vertrag war im November 1990 von den Mitgliedern der Nato und des damaligen Warschauer Pakts geschlossen worden. Er begrenzt die Zahl von Kampfpanzern, gepanzerten Kampffahrzeugen, Artilleriewaffen, Kampfflugzeugen und Kampfhelikoptern. Zugleich schreibt er vor, dass sich beide Seiten über die Stationierung von Waffen und Truppen informieren müssen.

Russische Experten halten den KSE-Vertrag nun für endgültig erledigt. «Das ist die offizielle Erklärung über den Tod des Abkommens», sagte der russische Generaloberst Leonid Iwaschow als Präsident der Akademie für geopolitische Probleme in Moskau.

Neuer Vertrag gefordert

Die Reaktion der USA habe keine Folgen für die bilateralen Beziehungen. Sie sei vielmehr eine diplomatische Antwort auf Russlands Schritt von 2007. Die russische Führung hatte zuletzt immer wieder einen neuen KSE-Vertrag gefordert.

Reaktion auf US-Raketenabwehr

Russland hatte den Ausstieg aus dem Vertrag 2007 mit den amerikanischen Plänen für eine Raketenabwehr in Europa begründet. Zugleich hatte Moskau bemängelt, dass ein Abkommen von 1999 über die Anpassung des Vertrages von der westlichen Seite nicht ratifiziert wurde.

Die Nato-Staaten argumentierten, Russland sei seiner Verpflichtung zum vollständigen Abzug aus den Ex-Sowjetrepubliken Georgien (Abchasien und Südossetien) und Moldawien nicht nachgekommen.

Russland droht

Der KSE-Vertrag gilt vor allem wegen der «vertrauensbildenden Massnahmen» – also wegen der Informationen und «Notifikationen» über Ausrüstungen, Waffenlager und grössere Truppenbewegungen – als Kernstück der Rüstungskontrolle in Europa.

Russlands Führung reagierte ungehalten auf den Schritt der Nato. Präsident Medwedew drohte, falls die Nato mit massgeblicher Unterstützung der USA in Europa ein Raketenabwehrsystem aufbaue, so werde Moskau in der Nachbarschaft der Nato moderne Offensivwaffen aufstellen, die diese Abwehr zerstören könnten.

Umstritten Raketenabwehr

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen kritisierte die Drohung Medwedews. «Die Äusserung, die Stationierung von Raketen in der Nachbarschaft der Nato sei eine angemessene Antwort auf das (geplante) Raketenabwehrsystem der Nato in Europa, ist sehr enttäuschend», hiess es in einer in Brüssel veröffentlichten Erklärung.

Die von der Nato geplante Raketenabwehr sei «als Verteidigung gegen neue Bedrohungen von ausserhalb Europas und nicht als Veränderung des Gleichgewichts der Abschreckung konzipiert», hiess es weiter. Nach Angaben der Nato soll Europa vor Raketen aus Staaten wie Iran geschützt werden.