Archiv

Rock gegen Rechts

„Rock ’n‘ Roll-Arena Jena – Für die bunte Republik Deutschland“

Dieser Tag hat ein deutliches Zeichen gesetzt: der MDR-Aktionstag gegen rechte Gewalt. Der MDR legte diesen Schwerpunkt in Radio, Fernsehen und Internet. Höhepunkt des Aktionstages war ein Konzert mit Rock-Größen wie Udo Lindenberg und Peter Maffay, das vom MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNK präsentiert wurde.

Rock ’n‘ Roll für eine „Bunte Republik Deutschland“

Peter Maffay, Udo Lindenberg, Silly, Julia Neigel und Clueso – beim Konzert gegen Rechtsextremismus in Jena zeigten sie Flagge. Sehen Sie hier den Stimmungsbericht vom Konzert.

02.12.2011, 23:00 Uhr | 12:35 min

Nachdem Jena im Zuge der Ermittlungen um das rechtsextreme Terror-Trio ins Zwielicht geraten war, wollte die Stadt erneut ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen – und lud alle zu einem spontanen Rockkonzert ein. Neben Udo Lindenberg und Peter Maffay waren die Band „Silly“, Julia Neigel, Toni Krahl (von der Band „City“) und Clueso am 2. Dezember unter dem Motto „Rock ’n‘ Roll-Arena in Jena – für die bunte Republik Deutschland“ auf der Bühne zu sehen und hören. Fast 50.000 Besucher kamen in die Jenaer Oberaue, um gemeinsam mit ihnen lautstark gegen Rechts zu feiern. Als Zeichen des Gedenkens wurde vor Konzertbeginn eine Schweigeminute abgehalten.

Machen Sie mit! Alle Bilder von der „Rock ’n‘ Roll-Arena Jena“

In der Jenaer Oberaue fand am Freitagabend die „Rock ’n‘ Roll Arena“ statt. Unsere MDR-Fotoreporter waren vor Ort und lieferten ständig aktuelle Fotos vom Konzertplatz. – Und auch Sie können Ihre Bilder hochladen! [mehr]


Präsentiert wurde das Konzert vom MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNK, der den 2. Dezember außerdem zum programmübergreifenden Aktionstag gegen rechte Gewalt ausgerufen hatte. Der MDR legte bei Hörfunk, Fernsehen und Internet den ganzen Tag seinen Schwerpunkt auf das Thema. Am Abend stand vor allem die „Rock ’n‘ Roll-Arena“ in der Jenaer Oberaue im Mittelpunkt.

Die Auswahl des Ortes ist nicht zufällig. Vor vier Jahren hatten dort zahlreiche Jenaer ein Zeichen gegen Rechts gesetzt, indem sie mit einer Kundgebung gegen eine geplante rechte Veranstaltung demonstrierten. Der Oberbürgermeister der Universitätsstadt, Albrecht Schröter, sagte zur Auswahl des Veranstaltungsortes, „das ist für mich besonders bewegend“. Den ganzen Tag über wurden vor Ort Spenden für Initiativen gegen Rechtsextremismus und Opferhilfeprogramme gesammelt.

Konzert in Jena Zehntausende rocken gegen Rechtsextremismus

Bei der „Rock ’n‘ Roll Arena“ in Jena haben rund 50.000 Menschen gegen Rechtsextremismus protestiert. Bei dem Rockkonzert machte Sänger Udo Lindenberg klar, der „braunen Jauche“ dürfe man nicht die Regie überlassen. [mehr]


Für eine bunte, multikulturelle Gesellschaft

Der Titel der Veranstaltung nimmt Bezug auf das im Oktober 1989 von Lindenberg veröffentlichte Album „Bunte Republik Deutschland“. Es enthält verschiedene Titel, in denen sich der heute 65-jährige Rockmusiker für eine multikulturelle Gesellschaft und gegen Neonazis ausspricht. In seinem Song „Rock ’n‘ Roll-Arena in Jena“ forderte der Panikrocker bereits im Jahr 1976 die SED-Funktionäre auf, ihm eine Tournee durch die DDR zu ermöglichen. Lindenberg hat angekündigt, dass er den Titel am Freitag erstmals live singen wird. Udo Lindenberg war auch einer der Musiker, die am 16. Juni 1979 in Frankfurt am Main bei der Veranstaltung „Rock gegen Rechts“ auftraten. Damals kamen rund 30.000 Musikfans. Das Konzert war die Reaktion auf ein „Deutschlandtreffen“ der NPD.

„Wenn auch der Anlass eher ein trauriger ist, so freue ich mich doch, dass wir die Künstler-Initiative ‚Rock gegen rechte Gewalt‘ nun nach einigen Jahren wieder ins Leben gerufen haben. Diese Arbeit muss gerade jetzt weitergehen […] Niemand wird uns unsere Bunte Republik in ein schräges Licht bringen, es muss endlich Schluss sein mit dem Nazi-Terror!“

 

http://www.mdr.de/mdr-figaro/praesentation100_zc-12e3e9b7_zs-d94c1f38.html

 

Advertisements

MDR-Aktionstag gegen rechte Gewalt | 02.12.2011Rock ’n‘ Roll gegen rechte Gewalt in Jena

Dieser Tag soll ein deutliches Zeichen setzen: der MDR-Aktionstag gegen rechte Gewalt am 2. Dezember. Der MDR legt diesen Schwerpunkt in Radio, Fernsehen und Internet. Höhepunkt des Aktionstages ist ein Konzert mit Rock-Größen wie Udo Lindenberg und Peter Maffay, das vom MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNK präsentiert wird. Der Eintritt für die Veranstaltung in Jena ist frei. Für alle, die nicht dabei sein können, wird das Konzert ab 16 Uhr live auf MDR.DE übertragen.

Udo Lindenberg

Nachdem Jena im Zuge der Ermittlungen um das rechtsextreme Terror-Trio ins Zwielicht geraten war, will die Stadt nun erneut ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen – und lädt alle zu einem spontanen Rockkonzert am 2. Dezember ein. Neben Udo Lindenberg und Peter Maffay sind derzeit die Band „Silly“, Julia Neigel, Toni Krahl (von der Band „City“) und Clueso für die Veranstaltung unter dem Motto „Rock ’n‘ Roll-Arena in Jena – für die bunte Republik Deutschland“ angekündigt. Weitere Künstler sollen noch bekannt gegeben werden.

GalerieDie Stars der Rock ’n‘ Roll-Arena

Udo LindenbergPeter MaffaySilly-Sängerin Anna Loos

Am 2. Dezember startet die „Rock ’n‘ Roll Arena in Jena – für die bunte Republik Deutschland“. Diese Stars unterstützen die Veranstaltung und werden live auf der Konzert-Bühne stehen. [Bilder]


MDR-Aktionstag gegen rechte Gewalt

Präsentiert wird das Konzert vom MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNK, der den 2. Dezember außerdem zum programmübergreifenden Aktionstag gegen rechte Gewalt ausgerufen hat. Den ganzen Tag über legt der MDR in Hörfunk, Fernsehen und Internet seinen Schwerpunkt auf das Thema.

Radio, Fernsehen und InternetDer MDR-Aktionstag am 2.12. – Programmübersicht

Satelliten-Uplink in der MDR-Zentrale Leipzig

Der MDR-Aktionstag am 2. Dezember soll ein deutliches Zeichen gegen rechte Gewalt setzen. Der MDR legt diesen Schwerpunkt in Radio, Fernsehen und Internet. Hier finden Sie eine Übersicht der Programmaktivitäten. [mehr]


Ein Zeichen setzen gegen Rechts

Die Open-Air-Veranstaltung soll von 16 bis 20 Uhr in der Jenaer Oberaue stattfinden. Die Auswahl des Ortes ist nicht zufällig. Vor vier Jahren hatten dort zahlreiche Jenaer ein Zeichen gegen Rechts gesetzt, indem sie mit einer Kundgebung gegen eine geplante rechte Veranstaltung demonstrierten. Der Oberbürgermeister der Universitätsstadt, Albrecht Schröter, sagte zur Auswahl des Veranstaltungsortes, „das ist für mich besonders bewegend“. Die Polizei rechnet mit bis zu 60.000 Besuchern. Der Eintritt ist frei, allerdings wird um Spenden für Initiativen gegen Rechtsextremismus und Opferhilfeprogramme gebeten.

Hochladen und ansehen!Bilder von der Konzert-Arena in Jena

Im Jenaer Paradies wird die Bühne fürs Konzert "Rock 'n' Roll-Arena in Jena" aufgebaut.

In der Jenaer Oberaue haben die Vorbereitungen für das Konzert-Event gegen Rechts begonnen. Die Bühne wird aufgebaut, Toiletten aufgestellt u.s.w. Sehen Sie hier die ersten Bilder. [mehr]


Für eine bunte, multikulturelle Gesellschaft

Der Titel der Veranstaltung nimmt Bezug auf das im Oktober 1989 von Lindenberg veröffentlichte Album „Bunte Republik Deutschland“. Es enthält verschiedene Titel, in denen sich der heute 65-jährige Rockmusiker für eine multikulturelle Gesellschaft und gegen Neonazis ausspricht. In seinem Song „Rock ’n‘ Roll-Arena in Jena“ forderte der Panikrocker bereits im Jahr 1976 die SED-Funktionäre auf, ihm eine Tournee durch die DDR zu ermöglichen. Lindenberg hat angekündigt, dass er den Titel am Freitag erstmals live singen wird. Udo Lindenberg war auch einer der Musiker, die am 16. Juni 1979 in Frankfurt am Main bei der Veranstaltung „Rock gegen Rechts“ auftraten. Damals kamen rund 30.000 Musikfans. Das Konzert war die Reaktion auf ein „Deutschlandtreffen“ der NPD.

„Wenn auch der Anlass eher ein trauriger ist, so freue ich mich doch, dass wir die Künstler-Initiative ‚Rock gegen rechte Gewalt‘ nun nach einigen Jahren wieder ins Leben gerufen haben. Diese Arbeit muss gerade jetzt weitergehen […] Niemand wird uns unsere Bunte Republik in ein schräges Licht bringen, es muss endlich Schluss sein mit dem Nazi-Terror!“

http://www.mdr.de/thueringen/praesentation100_zc-16f21569_zs-e86155ec.html