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Rohstoffe

Etwa eine Milliarde Menschen auf der Welt hungern und sind unterernährt, mit bleibenden Schäden für ihre Gesundheit, ohne Perspektive für ihr Leben. Allein im Jahr 2010 stiegen die Nahrungsmittelpreise um ein Drittel und nur dadurch wurden mehr als 40 Millionen Menschen zusätzlich in absolute Armut gestürzt. Es gab aber auch einen anderen Rekord: Bis Ende März 2011 haben Kapitalanleger wie Versicherungen und Pensionsfonds 600 Milliarden Dollar in die von den Investmentbanken und Hedgefonds aufgelegten Papiere für Wetten mit Rohstoffen, darunter Mais und Weizen, investiert. Gibt es hier einen belegbaren Zusammenhang? Schädigt eine außer Rand und Band geratene Finanzindustrie auch das Leben und die Gesundheit der Ärmsten, indem sie die Nahrungsmittelpreise treibt? foodwatch wollte genau wissen, inwieweit diese Vorwürfe begründet sind und durch eine ausführliche Dokumentation der Situation und der Argumente größere Klarheit in diese Debatte bringen. Wir haben deshalb den Journalisten und ausgewiesenen Finanzexperten Harald Schumann beauftragt, die wichtigsten Analysen zu sichten, mit den beteiligten Akteuren zu sprechen, Wissenschaftler zu interviewen und den bisherigen Stand der Debatte zusammenzufassen. Auf dieser Basis hat foodwatch konkrete politische Forderungen aufgestellt. Der Report „Die Hungermacher: Wie Deutsche Bank, Goldman Sachs & Co. auf Kosten der Ärmsten mit Lebensmitteln spekulieren“ liefert erdrückende Belege dafür, dass die Nahrungsmittelspekulationen an den Rohstoffbörsen die Preise treiben und Hunger verursachen. Sie reichen vor allem aus, um unverzügliches Handeln der Politik einzufordern. Zuvorderst die Europäische Union muss den Handel an den Rohstoffbörsen streng regulieren, damit von ihm keine negativen Auswirkungen mehr auf die Nahrungsmittelversorgung der Menschen ausgehen können. Diese Regulierung ist ein wichtiger Bestandteil der Regulierung des gesamten Finanzsektors, die ohnehin überfällig ist

http://foodwatch.de/foodwatch/content/e10/e45260/e45263/e45318/foodwatch-Report_Die_Hungermacher_Okt-2011_ger.pdf?nwlid=1408&nwlti=Newsletter+8%2F2011+vom+10.11.2011+&idw=20119814

 

ZEITUNGSBERICHT Briten bereiten sich auf US-Angriff auf Iran vor 03. November 2011 09:25 Iran im Visier. Guardian: Londons Strategen planen Einsatz von Kriegsschiffen – Israels Bevölkerung gespalten London – Großbritannien bereitet sich nach Darstellung der linksliberalen Zeitung „The Guardian“ auf einen Militärangriff gegen Ziele im Iran vor. Es gehe um die Unterstützung eines möglichen US-Angriffes. Britische Militärstrategen untersuchen demnach, wo Schiffe und U-Boote der Royal Navy stationiert werden könnten, um Tomahawk-Marschflugkörper auf Ziele im Iran abzuschießen. MEHR ZUM THEMA LONDON:Günstig hin & retour: austrian.com Werbung Wenn die USA sich für einen Angriff entschieden, würden sie um militärische Hilfe aus Großbritannien nachsuchen und sie auch erhalten, berichtet der „Guardian“ unter Berufung auf Quellen im Londoner Verteidigungsministerium weiter. Dort gehe man weiter davon aus, dass die Amerikaner unter anderem um die Nutzung der britischen Militärbasis Diego Garcia im Indischen Ozean bitten werden. Mögliche neue Erkenntnisse Grundsätzlich habe US-Präsident Barack Obama kein Interesse, vor den Wahlen im November nächsten Jahres in ein Militärabenteuer hingezogen zu werden. Die Einstellung Washingtons könne sich aber ändern, wenn sich Erkenntnisse westlicher Geheimdienste über neue Nuklearpläne Teherans verdichten sollten. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO bzw. IAEA) wolle nächste Woche einen Bericht vorlegen, der Auskunft über ein mögliches Atomwaffenprogramm des Iran geben könnte. Der Iran habe sich „überraschend widerstandsfähig“ gegen die Sanktionen des Westens gezeigt, zitiert der „Guardian“ eine Quelle aus dem Umfeld der britischen Regierung. Versuche des Westens, das Anreicherungsprogramm des Iran zu unterminieren, seien weniger erfolgreich gewesen, als zunächst gedacht. „Der Iran scheint eine neue Aggressivität an den Tag zu legen, und wir wissen nicht genau warum“, sagte die Quelle der Zeitung. Die USA und Israel hatten im vergangenen Jahr Berichten zufolge versucht, mit dem Computerwurm „Stuxnet“ die Nuklearanlagen des Iran zu manipulieren. Der Schaden sei inzwischen wieder behoben, schreibt der „Guardian“ weiter. Westliche Diplomaten gingen sogar davon aus, dass in der „Atomstadt“ Ghom inzwischen noch leistungsfähigere Anlagen installiert worden sind. Innerhalb der nächsten zwölf Monate könnte das Material zur Herstellung einer Atombombe so gut versteckt sein, dass es mit Flugkörpern nicht mehr erreichbar sei, zitiert die Zeitung eine weitere Quelle. Israelis gespalten Die israelische Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge in der Frage eines möglichen Militärschlages gespalten. Demnach würden 41 Prozent der Befragten einen solchen äußerst riskanten Angriff befürworten, 39 Prozent ihn aber ablehnen, berichtete die Zeitung „Haaretz“ am Donnerstag unter Berufung auf die von ihr in Auftrag gegebene Umfrage. Die übrigen 20 Prozent seien unentschieden. Auf die Frage, ob sie bei dem Thema Iran-Angriff Vertrauen zu Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Ehud Barak hätten, antworteten 52 Prozent mit Ja. Kein Vertrauen bekundeten 37 Prozent, und 11 Prozent äußerten keine Meinung. Beide Politiker gelten Medienberichten zufolge als Befürworter eines Militärschlags. Befragt worden seien sowohl jüdische wie auch arabische Israelis, schrieb die Zeitung. (APA) Link:

Online-Aktion

Das große geopolitische Spiel um den Zugriff auf strategisch wichtige Rohstoffe hat begonnen. Weltweit steigt die Nachfrage nach Rohstoffen; zu deren größten Konsumenten gehört Deutschland. Als Rohstoffimporteur und Exporteur von weiterverarbeiteten Produkten bezieht Deutschland Energierohstoffe, Metallrohstoffe und viele Industriemineralien aus mehr als 160 Ländern. Die Europäische Union (EU) fordert in ihrer neuen Rohstoffinitiative (2011) den schrankenlosen Zugang zu Rohstoffen und übt dabei massiven Druck auf die Exportländer aus.

Attac und medico international fordern von der EU und der Bundesregierung:

  • Keine Freihandelsverträge mit Entwicklungsländern abzuschließen und deren Recht zu respektieren, die Exporte selbst zu regulieren und Gesetze für Investitionen zu erlassen.
  • Verbindliche Regeln für den Abbau von Rohstoffen zu erlassen, die wirksame Beschwerdemechanismen enthalten: Unternehmen müssen für die Folgen ihrer Geschäftstätigkeit international zur Verantwortung gezogen werden können. Der Import von Konfliktressourcen muss unterbunden werden.
  • Die Entwicklungshilfe nicht für die Rohstoffinteressen der EU zu instrumentalisieren und niemals militärische Mittel für die Deckung des Ressourcenbedarfs einzusetzen.
  • Eine alternative Rohstoffstrategie zu entwickeln, die eine Umkehr von der auf Verbrauch und Konsum ausgerichteten Wirtschaftsweise zu einer gerechten Verteilung und nachhaltigen Nutzung der vorhandenen Ressourcen beinhaltet.

Sende eine Protestmail an die EU

Einfach das Formular ausfüllen und abschicken. Deine Protestmail wird an EU-Handelskommissar Karel De Gucht geschickt.

Sehr geehrter Herr De Gucht,ich bin bestürzt über die Rohstoffstrategie der EU, der einseitig die Wirtschaftsinteressen der europäischen Industrie zugrunde liegen. Europäische Unternehmen sollen demnach unbegrenzt auf wertvolle Rohstoffe zugreifen und Wettbewerbsvorteile nutzen können. Gleichzeitig flankieren rigorose Handels- und Investitionsabkommen diese Politik. Den Preis dafür zahlen die Länder des Südens, deren Bedürfnisse unter den Tisch gekehrt werden: Ungehinderter Rohstoffabbau zerstört ihre Lebensgrundlagen, geht mit schweren Menschenrechtsverletzungen und unzumutbaren Arbeitsbedingungen einher und führt zum Abfluss von Geldern aus dem Land.

Ich lehne die Rohstoffstrategie der EU ab und fordere Sie auf,

– Keine Freihandelsverträge mit Entwicklungsländern abzuschließen und deren Recht zu respektieren, die Exporte selbst zu regulieren und Gesetze für Investitionen zu erlassen.
– Verbindliche Regeln für den Abbau von Rohstoffen zu erlassen, die wirksame Beschwerdemechanismen enthalten: Unternehmen müssen für die Folgen ihrer Geschäftstätigkeit international zur Verantwortung gezogen werden können.
– Die Entwicklungshilfe nicht für die Rohstoffinteressen der EU zu instrumentalisieren und niemals militärische Mittel für die Deckung des Ressourcenbedarfs einzusetzen.
– Eine alternative Rohstoffstrategie zu entwickeln, die eine Umkehr von der auf Verbrauch und Konsum ausgerichteten Wirtschaftsweise zu einer gerechten Verteilung und nachhaltigen Nutzung der vorhandenen Ressourcen beinhaltet.

Sorgen Sie für eine Änderung der Rohstoffstrategie der EU!

Mit freundlichen Grüßen

http://www.attac-netzwerk.de/ag-welthandelwto/rohstoffraub/online-aktion/?L=2

War-addicted Barack Obama adds War No.8 in Uganda

Obama’s decision to send troops to Uganda may seem bizarre until you recall that in 2009 a US oil company announced it had discovered there possibly the largest ever oil field in Sub-Saharan Africa.


By John Glaser
Antiwar.com
15 October 2011


Barack Obama has added Uganda to the six wars he is already waging — in Iraq, Afghanistan, Pakistan, Somalia, Yemen and Libya, bringing the total to seven — or eight, if you add the ‚war on terror‘, with theludicrous Iranian ‚plot‘ being the latest instalment. John Glaser explains the background below. A report in The Times may well be part of the story:

The Times, 14 January 2009: Heritage Oil announced details of a large oil discovery in Uganda yesterday, which the company claimed could be the largest onshore discovery in sub-Saharan Africa… the field, which is 9,000 square kilometers in size – or six times the size of Greater London – was unquestionably the largest onshore discovery made in sub-Saharan Africa in at least 20 years, possibly ever.

President Barack Obama, Michelle Obama with H.E. Yoweri Kaguta Museveni, President of the Republic of Uganda, and Mrs. Museveni, 23 September 2009

President Obama’s deployment of 100 US combat forces to Uganda and surrounding areas has shocked many as highly unusual and even downright bizarre. But while ground troops in Africa are a comparatively rare occurrence, the decision follows a very familiar path of dominant US foreign policy.

Obama’s justification for the war-by-presidential-decree was twofold. First, Obama injected the ubiquitous humanitarian rationale, accurately noting that the Ugandan-based militant group the Lord’s Resistance Army (LRA) “has murdered, raped, and kidnapped tens of thousands of men, women, and children in central Africa.”

The use of this rationale is as common in US military interventions as it is fraudulent, given US administration of, complicity in, and disregard for comparable atrocities around the world.

The other of Obama’s justifications asserted a “national security interest” in fighting the LRA. Using the normal definition of the phrase, this is not just implausible; it’s far-fetched. The LRA pose no direct threat to the US, and indeed are at their weakest point in 15 years, with only 200 to 400 fighters at current, down from 3,000 armed troops and 2,000 people in support roles in 2003.

If the “official” state definition of the phrase is used, however, the assertion is probably accurate. In official foreign policy doctrine, “national security interest” often means the interest of corrupt dictatorships, albeit ones that are obedient to US demands.

For years, the US has lent economic and military support to the Ugandan government, now headed by the regime of President Yoweri Museveni, reelected earlier this year in a vote that was widely disputed by international observers. And since the US war in Somalia has intensified, relying on obedient state thugs in neighboring countries is ever more important.

Ostensibly aimed that the rag-tag al Shabaab militant group based in Somalia, the US has expanded its drone war in Somalia. It has also doubled down on a proxy war in which one group of militants gets US support, while the other –indistinguishable from the first – is targeted. Meanwhile, the CIA and Joint Special Operations Command are running what amounts to a kill/capture program in the country.

In this context, US support for the Ugandan regime has increased as a bribe to fight this latest US war. In June, thePentagon sent part of a $45 million package in military equipment to Uganda. The aid included four small drones, body armor and night-vision and communications gear and is in part being used against al-Shabab. The request for aid to Uganda in FY 2012 is set at over $527 million.

Capturing LRA leader Joseph Kony remains the highest priority for Ugandan President Yoweri Museveni. As theWashington Post reported, “military advisers in Uganda could be payback for U.S.-funded Ugandan troops in Somalia.” Keeping Museveni – a dictator who has been deemed “president-for-life” – content and swimming in weapons and money is what will keep him willing to fight a dangerous and brutal proxy war for the US.

The approach will be familiar to anyone knowledgeable of the history of US foreign policy, from Latin America to theMiddle East. But it is still a bold move as Obama’s hot wars tally up and critical comparisons to Bush piling on in an election season.

Sending in troops, even in small numbers, in that region has had disastrous effects in the past (Black Hawk Down, years of consequent strife and suffering in Somalia, etc.). The operation already seems more expansive than the small number of troops would suggest, with Obama planning to spread the presence of the commandos to surrounding areas in South Sudan, the Central African Republic and the Democratic Republic of the Congo – some of the most bloody and dangerous places in the world.

The potential for calamitous consequences resulting from yet another war of choice is, to say the least, very high. And for the years ahead, the region is proximate enough to the Arab world that the potential for blowback is at least as likely.

President Barack Obama is the current holder of the Nobel Peace Prize.

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http://stopwar.org.uk/index.php/usa-war-on-terror/858-war-addicted-obama-adds-war-no8-in-uganda