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Rüstung

Superschnelles Waffensystem getestet
18. November 2011 21:32

Mehr als fünffache Schallgeschwindigkeit

Washington – Das US-Heer hat am Donnerstag eine neue Waffe getestet, die ihr Ziel mit mehr als fünffacher Schallgeschwindigkeit ansteuert. Das sogenannte Advanced Hypersonic Weapon Concept (AHW) ist Teil eines Programms zur Entwicklung konventioneller Systeme, die den USA rasche Militärschläge rund um den Globus ermöglichen sollen. Konkret geht es um Waffen, die ihr Ziel auf jedem beliebigen Punkt der Welt in weniger als einer Stunde erreichen können, wie das Online-Portal space.com am Freitag erläuterte.

http://derstandard.at/1319183272192/Superschnelles-Waffensystem-getestet

 

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06.11.2011

Waffenexporte
Regierung will Ausfuhr rüstungsrelevanter Güter erleichtern

Die Bundesregierung bemüht sich auf breiter Front, deutschen Firmen den Export rüstungsrelevanter Güter zu erleichtern. Nach SPIEGEL-Informationen betont Berlin in einem Schreiben an die EU-Kommission die Interessen der Wirtschaft – von Menschenrechten ist an keiner Stelle die Rede.

Hamburg – Deutsche Firmen sollen leichter rüstungsrelevante Güter exportieren dürfen. Dafür setzt sich nach Informationen des SPIEGEL die Bundesregierung ein. In einer Stellungnahme des Bundes an die EU-Kommission vom 27. Oktober heißt es, bei der Ausfuhrkontrolle solle das „Bestreben, Proliferationsbemühungen und destabilisierende Waffenanhäufungen zu verhindern, den legalen Handel, insbesondere die Wirtschaftsbeziehungen mit neuen Gestaltungsmächten nicht unangemessen erschweren und verhindern“.

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In dem Dokument geht es um sogenannte Dual-use-Güter, die militärisch und zivil nutzbar sind. Sowohl die „außen- und sicherheitspolitischen Interessen“ als auch „die Interessen der Wirtschaft“ sollten „ausgewogen Berücksichtigung finden“, heißt es in der Vorlage. Das Wort Menschenrechte taucht in dem 21-seitigen Dokument nicht auf, obwohl Kanzlerin Angela Merkel (CDU) öffentlich den „wertegeleiteten“ Charakter der Außen- und Sicherheitspolitik betont.

Als „Gestaltungsmächte“ bezeichnet die Bundesregierung auch Staaten wie das autokratisch regierte Saudi-Arabien. Ihnen sollen Dual-use-Güter, Rüstungsgüter und Kriegswaffen künftig häufiger und freigiebiger geliefert werden.

An Saudi-Arabien lieferte Deutschland eine Fabrik zum Bau von Sturmgewehren des Typs G36 und ein Grenzsicherungssystem; außerdem hat die Bundesregierung den möglichen Export von etwa 270 Kampfpanzern des Typs „Leopard 2“ gebilligt. Auch Indien gehört zu den umworbenen Auftraggebern, da es sich für den Kampfjet „Eurofighter“ interessiert.

In dem Papier äußert die Bundesregierung Bedenken gegen Vorschläge der EU, die Ausfuhrkontrollen für Dual-use-Güter zu reformieren. Berlin lehnt Ideen ab, die EU-Kompetenzen zu erweitern oder die Exportkontrollen zu harmonisieren. Befürwortet werden dagegen Vorschläge, die der Industrie weniger Bürokratie und bessere Ausfuhrmöglichkeiten versprechen.

 

http://www.spiegel.de/flash/flash-25416.html

Europa: 20. 10. 2011

Französische Kriegsschiffe für Griechenland – auf Kosten der EU?

Bild

Bis zu vier solcher Fregatten hat Athen bestellt.
Foto: William Jamieson / wikiemdia / public domain

Ob das Land bis dorthin wieder fähig ist, die Summe zu bezahlen, ist mehr als zweifelhaft. Wenn die Pleite eintritt, müssen die anderen EU-Länder für die Schulden einspringen – und somit die französische Rüstungsindustrie finanzieren. Dies sorgt für Empörung: „Im Moment braucht Griechenland alles Mögliche, aber ganz bestimmt keine Kriegsschiffe“, so SPD-Rüstungsexperte Klaus Barthel.

Besonders pikant ist auch die Anschuldigung des deutschen Industriekonzerns ThyssenKrupp, der sich ebenfalls um den Auftrag bemüht hatte, jedoch abgewiesen wurde. Laut einem internen Dokument des Unternehmens verstößt der aktuelle Deal möglicherweise  gegen das EU-Subventions- und Vergaberecht.

Nun werden Taten gefordert: Wofür braucht der griechische Staat neue Kriegsschiffe, wie kann er die ihn unterstützenden Staaten derart verhöhnen, und – vor allem – warum unterstützt Frankreich dieses Vorgehen? Fakt ist, dass der Handel die französische Industrie stärkt und Frankreich aus der Krise hilft – im Zweifelsfalle auf Kosten der europäischen Steuerzahler.

 

http://www.unzensuriert.at/content/005759-Franzoesische-Kriegsschiffe-fuer-Griechenland-auf-Kosten-der-EU

Mittwoch, 26. Oktober 2011
Tödliche Geschäfte
Rüstungskonzerne verdienen gut
Kriege lohnen sich – zumindest für die Rüstungsindustrie. Die Quartalszahlen von Lockheed-Martin, Northrop-Grumman, General Dynamics und Boeing beweisen das. Egal ob F-16-Jagdflieger, B-2-Bomber, Abrams-Panzer oder Chinook-Hubschrauber – alle vier Konzern steigern ihre Gewinne.
Vier US-Branchenriesen haben ihre Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt. Und alle vier haben in Zeiten von Afghanistan- und Libyen-Krieg ihren Gewinn teils kräftig gesteigert. Am besten schnitt Lockheed-Martin ab, Hersteller von Kampfjets wie F-16 oder F-22.
Unterm Strich blieben bei Lockheed 700 Mio. Dollar (500 Mio. Euro) übrig nach 560 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Konzernchef Bob Stevens sprach von einem „starken dritten Quartal“ und hob die Jahresprognose an.
General Dynamics verdiente im gleichen Zeitraum 652 Mio. Dollar, 2 Mio. Dollar mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern baut unter anderem Kampfschiffe und steckt hinter dem US-Kampfpanzer Abrams. Wie bei Lockheed gibt es allerdings auch ein ziviles Standbein mit den Gulfstream-Geschäftsflugzeugen.
„Starke Zahlen“ auch bei Northrop
Bei Boeing macht das zivile Segment den größten Teil des Geschäfts aus. Der Flugzeugbauer ist aber auch ein großer Spieler auf dem Rüstungsmarkt. Diese Sparte konnte ihren operativen Gewinn von 684 Mio. auf 824 Mio. Dollar schrauben. Boeing stellt fürs Militär etwa Transporthubschrauber wie den CH-47 Chinook oder Kommunikationssatelliten her.
Northrop Grumman  40,34
Vierter im Bunde ist Northrop Grumman, unter anderem Hersteller von unbemannten Drohnen wie dem Global Hawk und dem Tarnkappenbomber B-2. Bei diesem Rüstungsriesen stieg der Gewinn von unterm Strich 497 Mio. auf 520 Mio. Dollar. Firmenchef Wes Bush sprach ebenfalls von „starken Zahlen“.
Die US-Konzerne gehören zu den größten Rüstungsherstellern der Welt. Über Jahrzehnte war die US-Armee ein verlässlicher Abnehmer. Allerdings müssen auch die Militärs sparen. Die Rüstungsfirmen begegnen dem unter anderem mit Stellenstreichungen – und können so ihre Gewinne weiter in die Höhe treiben.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ruestungskonzerne-verdienen-gut-article4627221.html