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Somalia

Hunderte Verdächtige nach Granatenanschlägen in Kenia festgenommen

Tödliche Attacke auf Zivilisten an der Grenze zu Somalia

Addis Abeba/Nairobi – Kenianische Behörden haben Hunderte Verdächtige festgenommen, die an einer tödlichen Attacke auf Zivilisten an der Grenze zu Somalia beteiligt gewesen sein sollen. Dies berichtete der örtliche Fernsehsender KTN am Freitag. Bei zwei Granatenangriffen auf ein Hotel und in einem beliebten Einkaufsviertel waren am Donnerstag in der Stadt Garissa im Osten Kenias drei Menschen getötet und 27 verletzt worden. Es wird angenommen, dass der Anschlag von Anhängern der somalischen Al-Shabaab-Miliz ausgeführt wurden.

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Bei den Festgenommenen handelt es sich den Angaben zufolge größtenteils um Somalier, die in der Gegend leben. Im vergangenen Monat waren mehrere Europäer auf kenianischem Territorium vermutlich von der islamistischen Al Shabaab ins Nachbarland verschleppt worden. Nairobi hatte daraufhin Truppen nach Somalia entsandt, wahrscheinlich um eine Pufferzone im Grenzgebiet zu schaffen. (APA)

Unicef schlägt Alarm

Hunderttausende Kinder in Afrika vom Tod bedroht

Die Hungersnot in Ostafrika ist offenbar weiter dramatisch. In Kenia, Somalia, Äthiopien und Dschibuti sind nach Unicef-Angaben immer noch schätzungsweise 320.000 Kinder so stark ausgezehrt, dass sie die kommenden Monate ohne internationale Hilfe nicht überstehen können.

Die Katastrophe sei nicht vorbei, sagte der Leiter der Unicef-Nothilfe in Ostafrika, Elhadj As Sy, in Berlin. Das UN-Kinderhilfswerk warb für seine Weihnachtsaktion unter dem Motto „Zeit zu teilen“ und um Spenden.

Schlimmste Lage seit 20 Jahren

Nothilfe-Leiter As Sy erklärte, die Situation in Somalia sei seit 1991/1992 nicht mehr so dramatisch gewesen wie jetzt. Die Aussichten für die kommende Ernte seien nicht gut. Anfang der 1990er-Jahre waren bei einer Hungerkatastrophe hunderttausende Menschen gestorben.

Im kenianischen Flüchtlingslager Dadaab leben 460.000 Menschen – das Lager sei zur drittgrößten Stadt des Landes geworden, berichtete As Sy. Ein Auslöser der Katastrophe war der fehlende Regen. Im von Krieg und Gewalt zerrütteten Somalia wird die Hilfe zudem durch die unruhige politische Lage erschwert.

„Die Hilfe kommt an“

In Deutschland sammelte Unicef bislang 16,1 Millionen Euro Spenden, was die Organisation als „sehr großzügig“ wertet. „Bitte lassen Sie nicht nach in Ihrer Hilfsbereitschaft“, sagte As Sy. Mehr als 100.000 akut bedrohte Jungen und Mädchen wurden laut Unicef bereits wieder aufgepäppelt. Die Hilfe komme an, versicherte die Organisation.

Bis Ende des Jahres würden für die Nothilfe zusätzlich rund 30 Millionen Euro gebraucht, darunter zur Behandlung von lebensgefährlichem Durchfall und Cholera, für Hygieneartikel, Ernährungsprogramme und Essensgutscheine.

http://www.tagesschau.de/ausland/hungersnotostafrika100.html

http://www.democracynow.org/2011/11/1/headlines

The Kenyan military is being accused of bombing a camp in Somalia that provides shelter to 1,500 internally displaced households. According to the group Doctors Without Borders, the air raid killed at least five people and wounded 45 others, including 31 children. Kenya confirmed it bombed the camp, but claimed the only casualties were members of the militant group al-Shabab. Kenyan troops invaded Somalia two weeks ago to hunt down al-Shabab fighters.

Ruf nach Militärhilfe gegen Shabaab-Miliz

01. November 2011 12:56
  • Artikelbild: Kenianische Soldaten auf Patrouillenfahrt. - Foto: AP Photo, File)

    Kenianische Soldaten auf Patrouillenfahrt.

Ministerpräsidenten Kenias und Somalias rufen nach internationaler Unterstützung

Addis Abeba/Nairobi – Kenia und Somalia bitten im Kampf gegen die radikalislamische Shabaab-Miliz um internationale Hilfe. Die Ministerpräsidenten beider Länder teilten nach einem Treffen am Montag mit, es sei internationale Unterstützung nötig, um die Rebellen zu besiegen. Nach dem Gespräch zwischen dem kenianischen Regierungschef Raila Odinga und seinem somalischen Amtskollegen Abdiweli Mohamed Ali waren am Dienstag weitere Treffen von Regierungsmitarbeitern beider Länder mit internationalen Diplomaten in Nairobi geplant, berichtete die kenianische Zeitung „The Standard“.

Die somalische Übergangsregierung will unter anderem den internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag bitten, gegen die Miliz zu ermitteln. Einzelne Mitglieder der Gruppe müssten wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt werden. Zudem müsse die somalische Hafenstadt Kismayuo, die als Hochburg der Shabaab gilt, mit internationaler Unterstützung besser überwacht werden.

http://derstandard.at/1319181714491/Ruf-nach-Militaerhilfe-gegen-Shabaab-Miliz

Angesichts der Esklation in Somalia noch einmal diese Information über die Verwicklung Deutschland in den Krieg in Ostafrika

Zuletzt aktualisiert: 22.07.2010 um 11:16 UhrKommentare

Deutsche bilden womöglich Kindersoldaten aus

Die deutsche Bundesregierung kann nach einem Pressebericht nicht ausschließen, dass Deutschland in Afrika auch Minderjährige zu Soldaten für Somalia ausbildet. Eigentliches Ziel der Soldatenausbildung: Stabilität in Somalia.

In Somalia kämpfen verfeindete Warlords gegeneinanderFoto © APAIn Somalia kämpfen verfeindete Warlords gegeneinander

Dies gehe aus einer Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, berichtete die „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstagausgabe). Darin heiße es, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass unter den Rekrutierten auch Minderjährige seien. Die Auswahl der Soldaten falle in die „Verantwortung der somalischen Übergangsregierung“. Wie es in dem Zeitungsbericht weiter hieß, sind die Truppen der Übergangsregierung laut den Vereinten Nationen dafür bekannt, Kindersoldaten zu rekrutieren.

EU-Trainingsmission

Deutschland beteiligt sich an einer EU-Trainingsmission für Somalia mit bis zu 20 Bundeswehrsoldaten. Sie helfen in Uganda, binnen eines Jahres 2.000 somalische Soldaten auszubilden. Diese sollen dann die somalischen Übergangsregierung stützen. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) besucht während seiner Afrika-Reise am Donnerstag das Ausbildungslager in Uganda.

Der „Frankfurter Rundschau“ zufolge gibt es auch Zweifel daran, ob die Ausbildung der Soldaten durch die deutsche Bundeswehr wirklich dabei hilft, den seit 1991 währenden Bürgerkrieg in Somalia zu beenden. Die Linksfraktion verweise auf Statistiken, wonach von den 17.000 somalischen Soldaten und Polizisten, die Äthiopien zwischen 2006 und 2008 ausgebildet hatte, bereits Ende 2008 nur noch 3.000 für die somalische Übergangsregierung aktiv waren. Viele der übrigen dürften nach dem Bericht zu oppositionellen Milizen übergelaufen sein.

Islamistische Al-Shabaab-Miliz droht Kenia mit Krieg
27. Oktober 2011 14:44
Reaktion auf Einmarsch kenianischer Truppen in Somalia

Mogadischu – Die islamistische Al-Schabaab-Miliz in Somalia hat dem Nachbarland Kenia mit Krieg und gewaltigen Anschlägen gedroht. Die Islamisten reagierten damit auf den Einmarsch des kenianischen Militärs, das sie seit knapp zwei Wochen auf somalischem Boden verfolgt.

„Die Zeit, Kenia zur Beendigung des Krieges aufzufordern, ist abgelaufen“, rief Scheich Muktar Abu Mansur, ein ranghoher Vertreter der mit Al-Kaida verbündeten Al-Schabaab, auf einer Kundgebung nahe der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Die einzige Option sei der Kampf gegen das Nachbarland. „Kenia, du hast den Krieg begonnen, und nun musst du die die Konsequenzen tragen.“ Mansur forderte die von Al-Kaida in Afghanistan trainierten Kämpfer auf, nicht länger nur Granaten auf Busse zu werfen. „Wir brauchen einen gewaltigen Anschlag auf Kenia. Handgranaten zu werfen kann sie verletzen, aber wir wollen riesige Explosionen.“

Vier Tote bei Anschlag in Kenia

Am Donnerstag wurden bei einem erneuten Anschlag in Kenia nach Behördenangaben mindestens vier Mitarbeiter der Regierung getötet. Unbekannte hätten im Nordosten im Grenzgebiet zu Somalia ein Fahrzeug mit Granaten angegriffen. In den vergangenen Tagen hatte es bereits zwei Anschläge gegeben, bei denen zwanzig Menschen verletzt und einer getötet wurde.

Die Regierung in Nairobi macht Al-Schabaab für die Entführung zahlreicher Ausländer aus Kenia verantwortlich. Die Islamisten bestreiten dies. Das kenianische Militär hatte vor zwölf Tagen eine Offensive gegen die Al-Schabaab-Miliz im Nachbarland Somalia begonnen und ist auch auf somalischen Boden vorgedrungen.

Dazu habe Kenia auch das Recht, sagte Somalias Ministerpräsident Abdiweli Mohamed Ali in einem Reuters-Interview. Allerdings müsse klar sein, dass Somalia die Führungsrolle habe. „Unser Militär hat die Führung bei allen Einsätzen, die in Somalia stattfinden.“ Er unterstütze den Einsatz des kenianischen Militärs gegen die terroristische Al-Schabaab in Somalia, weil die kenianischen Soldaten den somalischen Truppen hülfen und sie trainierten, sagte der Ministerpräsident. „Wir sind Kenia sehr dankbar.“ Seine Regierung unterstütze jede Selbstverteidigung Kenias gegen die Al-Schabaab-Miliz, da deren Anschläge der Wirtschaft schadeten.

Die Anschläge und Entführungen ausländischer Urlauber und Entwicklungshelfer beeinträchtigen den Tourismus – eine wichtige Einnahmequelle Kenias. Außerdem belasten sie Kenias Hilfe für die mehr als 400.000 somalischen Flüchtlinge, die das Land aufgenommen hat. (Reuters)

 

http://derstandard.at/1319181382688/Islamistische-Al-Shabaab-Miliz-droht-Kenia-mit-Krieg